Lesertelefon Husten ist nicht gleich Husten

Hartnäckiger Husten über viele Wochen: Wer denkt dabei schon an Keuchhusten? Doch bei immer mehr Erwachsenen wird dieser festgestellt. Der Grund: Die Auffrischungsimpfungen fehlen. Wie Sie sich am besten gegen den Husten schützen, erfahren Sie an unserem Lesertelefon.

Erkältung: Gegen Husten sind Kräuter gewachsen

Das Robert Koch-Institut schlägt Alarm: Die Keuchhusten-Erkrankung verlagert sich immer mehr ins Erwachsenenalter. Denn viele vergessen, ihre Impfungen auffrischen zu lassen und sind damit anfällig für gefährliche Infektionskrankheiten. Eine repräsentative Umfrage unter Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Jahr 2011 brachte zutage, dass nur 15 Prozent der Befragten einen aktuellen Impfschutz gegen Keuchhusten hatten, über einen kompletten Polio-Impfschutz verfügte lediglich jeder Dritte.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt, alle Erwachsenen bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung einmalig gegen Keuchhusten zu impfen – und auch gegen Kinderlähmung (Polio), falls der Impfschutz nicht vollständig ist. Frauen im gebärfähigen Alter und enge Kontaktpersonen zu Säuglingen sollten die Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) nach zehn Jahren erneut auffrischen lassen.

Damit können Sie nicht nur für sich selbst vorbeugen, sondern Sie können auch die Kleinsten davor bewahren, sich mit Keuchhustenerregern anzustecken. Gerade Säuglinge haben das höchste Risiko für eine schwere Keuchhustenerkrankung mit Komplikationen. Doch auch bei Erwachsenen kann Keuchhusten Komplikationen wie eine Mittelohr- oder Lungenentzündung nach sich ziehen. Durch die Anwendung von sogenannten Kombinationsimpfstoffen kann mit nur einer Spritze gleichzeitig etwa gegen Keuchhusten, Polio, Tetanus und Diphtherie vorgebeugt werden.

Wirksamer Schutz gegen Grippe-Viren

Für Menschen nach dem 60. Geburtstag und chronisch Kranke gibt die STIKO noch weitere Impfempfehlungen: Sie sollten einen Impfschutz gegen Pneumokokken-Erkrankungen haben und sich jedes Jahr gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Denn bei älteren Menschen ist das Immunsystem nicht mehr so leistungsstark wie in jüngeren Jahren.

Grippe-Viren und Pneumokokken-Bakterien können bei Senioren zu schweren Erkrankungen - zum Beispiel eine Lungenentzündung - führen. In Deutschland sterben Schätzungen zufolge jährlich bis zu 12.000 Menschen an einer Pneumokokken-Erkrankung. Vor allem ältere, aber auch chronisch kranke Personen sind betroffen. Die Grippe fordert jedes Jahr bis zu 11.000 Tote. Impfungen können das Erkrankungsrisiko deutlich senken und schwere Krankheitsverläufe abmildern.

Expertenrat am Telefon: vertraulich, kompetent und kostenfrei

Ich hatte als Kind bereits Keuchhusten. Muss ich mich trotzdem impfen lassen? Polio gibt es bei uns doch gar nicht mehr. Warum wird dann die Impfung immer noch empfohlen? Kann ich den Termin zur jährlichen Grippe-Impfung nutzen, um gleichzeitig Impfungen gegen Keuchhusten, Kinderlähmung, Tetanus und Diphtherie auffrischen zu lassen? Welche Kosten übernehmen die Krankenkassen beim Impfschutz?

Diese und alle weiteren Fragen zum Thema beantworten Ihnen die Impfexperten an unserem Lesertelefon. Sie sind am Donnerstag, 6. Dezember, von 10 bis 17 Uhr unter der gebührenfreien Hotline (0800) 281 18 11 zu erreichen.

Die Experten am Telefon: Dr. Michael Albrecht, Facharzt für Allgemeinmedizin, Akademische Lehrpraxis der Universität Köln; Dr. Alexander Lorscheidt, Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin, Akademische Lehrpraxis der Universität Köln.

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sca/ham/news.de/pr.nrw

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