Erkältungen vorbeugen Ohne Schniefnase durch den Winter

Erkältung
Gegen Husten sind Kräuter gewachsen

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Überall in Deutschland wird wieder geniest und gehustet - die Erkältungszeit ist in vollem Gange. Wie Sie mit simplen Tricks ohne Schniefnase und lästigen Husten durch den Winter kommen, weiß news.de.

Egal, ob Sie Straßenbahn fahren, im Supermarkt einkaufen oder zur Arbeit gehen: Derzeit begegnen Ihnen überall hustende und niesende Mitmenschen. Gerade im Herbst und Winter grassieren Erkältungskrankheiten. Wer sich gar nicht erst anstecken möchte, kann sich entweder zu Hause einigeln, bis der Frühling kommt - oder ein paar einfache Hausmittel nutzen, um das Immunsystem zu stärken und Erkältungserregern keine Chance zu bieten.

Trockenen Schleimhäuten vorbeugen

Die kalte Luft im Herbst und Winter ist purer Stress für die Schleimhäute der oberen Atemwege, also Mund, Nase, Rachen und Bronchien. Kälte trocknet die Schleimhäute schneller aus, weshalb Erkältungsviren ein leichteres Spiel haben. Sind nämlich die Bronchien aufgrund von Kälte verengt und können die Flimmerhärchen in den Atemwegen nicht mehr zuverlässig für den Abtransport von Erregern sorgen, breitet sich schnell ein grippaler Infekt aus.

Dampfbäder und Nasenduschen halten fit

Damit die Schleimhäute der oberen Atemwege auch bei kalter Winterluft abwehrstark bleibt, können Sie mir regelmäßigen Dampfbädern vorbeugen. Natürliche Zusatzstoffe wie Kamillenblüten oder Meersalz unterstützen die Atemwege. Um vorzubeugen genügt es, alle ein bis zwei Tage ungefähr fünf bis zehn Minuten zu inhalieren. Dazu sollte das verwendete Wasser so heiß wie möglich sein und die Schüssel auf einem stabilen Untergrund stehen - kippt das Gefäß um, riskieren Sie schwere Verbrühungen. Damit möglichst viel Dampf eingeatmet werden kann, legen Sie sich am besten ein großes Handtuch über den Kopf.

Vitamin-C-Bomben
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Alternativ eignen sich auch regelmäßige Nasenspülungen mit Kochsalzlösung, um die Schleimhäute geschmeidig zu halten. Allerdings sind die Spülungen, für die es spezielle Nasenduschen und Salzpräparate in der Apotheke gibt, nicht für jeden angenehm. Wer seine Nase jedoch regelmäßig spült, ist weniger anfällig für Erkältungen und hat übrigens auch in der Pollensaison weniger Beschwerden.

Frischluft muss sein

Selbst wenn die Temperaturen draußen noch so klirrend sind und das gemütliche Sofa im warmen Wohnzimmer lockt: Bewegung an der frischen Luft gehört zu den besten Vorbeugungsmaßnahmen gegen grippale Infekte. Dabei muss es kein stundenlanges anstrengendes Sportprogramm sein, regelmäßige Spaziergänge genügen.

Verzichten Sie im Winter zudem nicht auf regelmäßiges Lüften, egal ob zu Hause oder am Arbeitsplatz. Je abgestandener die Luft ist, umso mehr Krankheitserreger tummeln sich darin. Mit mehrmaligem Stoßlüften täglich für rund fünf Minuten tauschen Sie die Luft am besten aus. Die Versuchung, anschließend die Heizung voll aufzudrehen, ist zwar groß, doch durch die Wärme trocknen wiederum die Schleimhäute stärker aus.

Wechselduschen - nichts für Weicheier

Das Immunsystem kommt außerdem durch morgendliche Wechselduschen auf Trab. Beginnen Sie dafür mit einer warmen Dusche, die bis zu drei Minuten dauert, und brausen Sie sich anschließend für rund zehn Sekunden kalt ab - zuerst vom linken Fuß bis zur Hüfte, dann vom rechten Fuß zur Hüfte. Anschließend sind die Hände bis zur Schulter an der Reihe, bevor kurz Rücken und Brust einen Schwall kaltes Wasser abbekommen. Im Wechsel mit warmen Intervallen wiederholen Sie dieses Schema pro Dusche drei- bis viermal. Danach gründlich abtrocknen und warm anziehen - der Körper muss schließlich wieder erwärmt werden.

Haben Sie viel mit Menschen zu tun oder benutzen Sie regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel, ist häufiges Händewaschen mit warmem Wasser und Seife eine der besten Methoden, um es Erkältungsviren schwer zu machen. Schließlich wissen Sie nie, wie viele Erkältungsgeplagte vor Ihnen Türklinken, Haltegriffe im Bus oder den Griff des Einkaufswagens angefasst haben.

Der perfekte Winterspeiseplan

Aktiv stärken können Sie Ihr Immunsystem zudem mit der richtigen Ernährung. Dazu gehört vitaminreiche Kost mit viel frischem Obst und Gemüse ebenso wie ein ausreichende Zufuhr der Spurenelemente Zink und Selen. Zink und Selen stecken vor allem in Fleisch- und Fischprodukten, aber auch in Linsen sowie in Getreideprodukten wie Kleie- und Haferflocken. Eine gute Selenquelle sind Paranüsse, die im Herbst und Winter in vielen Supermärkten zu bekommen sind.

ham/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Alex Rotner
  • Kommentar 1
  • 18.11.2012 19:53

Wechselduschen und Saunagänge mit dem Sprung ins Eisbecken sind sicher gute Mittel, um das Immunsystem fit zu halten, aber ich gehöre dann doch eher in die Kategorie "Weichei" und bevorzuge das warme Thermalwasser nach einem langen Winterspaziergang. Das ist dann eben die Variante für Warmduscher. Nächste Woche geht's nach Bad Hall, da kann dann wieder so richtig entspannt werden - soll ja auch wichtig für die Vorbeugung von Krankheiten sein (Stress greift ja den Körper an). Auf das wir bis dahin gesund bleiben! *aufHolzklopf*

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