Schniefnase und Hustenreiz So werden Sie Erkältungen schnell los

Natürliche Hilfe
Gesund und schön mit Omas Hausmitteln

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Nase dicht, der Kopf dröhnt und der Hals ist rauh und kratzig - klare Diagnose: Erkältung. Doch bevor Sie ins Medizinschränkchen greifen, lohnt es sich, auf Heilmittel aus der Natur zurückzugreifen. Die helfen meist ebenso gut wie Medikamente aus der Apotheke.

Die nervigen Symptome sind wohl jedem bekannt: Die Nase ist verstopft und läuft, der Hals kratzt unangenehm und es wummert im Kopf. Die Herbst- und Wintermonate sind die klassische Zeit für Erkältungen. Wenn es Sie erwischt hat, müssen Sie jedoch nicht gleich einen Großeinkauf in der Apotheke tätigen: Bei leichten Symptomen sollten Wirkstoffe aus der Natur die erste Wahl sein, um den grippalen Effekt anzugehen. Das ist meist schonender für den Organismus - und oft auch für den Geldbeutel.

Diese Kräuter helfen bei Erkältungen

Schon unsere Großmütter wussten, dass viele Kräuter bei Erkältungsbeschwerden wohltuend wirken. Salbei, Kamille und Co. können auch heute bei einem grippalen Infekt eine echte Wohltat sein. Kratzt der Hals, verschafft mehrmals tägliches Gurgeln mit einer Lösung aus Salbei- oder Kamillentee erste Linderung und beruhigt die gereizten Schleimhäute.

Bei einer verstopften Nase ist Kamille ebenfalls das erste Mittel der Wahl. In Form getrockneter Blüten oder als Extrakt ist der Korbblütler eine ideale Zutat für Dampfbäder. Je nach Bedarf können Sie gegen den Schnupfen mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten inhalieren. Wer zusätzlich unter festsitzendem Husten leidet, kann auch ein paar Tropfen Eukalyptusöl dazugeben - Asthmatiker sollten auf diese Zutat jedoch vorsichtshalber verzichten, um keinen Atemnotanfall zu provozieren.

Wohltuende Wärme bei Erkältungen

Zu den typischen Erkältungssymptomen gehört neben Abgeschlagenheit auch Frösteln - wärmen Sie sich also am besten in einem heißen Erkältungsbad auf. Natürliche Zusätze wie Eukalyptus- und Mentholextrakte lösen den Schleim und wirken entkrampfend. Auf ein heißes Bad sollten Sie jedoch verzichten, wenn sich zu Husten und Schnupfen auch Fieber gesellt. Für Wärme von innen sorgt ein warmer Tee aus Holunderblüten, wohltuend ist auch eine cremige Gemüsesuppe aus Möhren und Ingwer.

Um Schleim in Bronchien und Nase zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern, sollten Sie bei einer Erkältung viel trinken. Kräuter- und Früchtetees sind dabei die beste Wahl. Diese wärmen von innen, halten die Schleimhäute in Hals und Rachen feucht und fördern so den Abtransport von Krankheitserregern aus dem Körper. Als schleimlösende Wirkstoffe haben sich Süßholz und Thymian ebenso bewährt wie die entzündungshemmende Kamille. Wer unter trockenem Husten leidet, greift zu Thymian und Efeu als Teeaufguss.

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So stecken Sie andere nicht an

Damit Sie nicht zur Keimschleuder werden, sollten Sie lieber Einwegtaschentücher aus Zellstoff anstelle von Stofftaschentüchern benutzen und diese nach einmaligem Gebrauch wegwerfen. Die Ansteckungsgefahr für Mitmenschen reduzieren Sie zudem, wenn Sie nicht in die Handfläche, sondern in die Armbeuge niesen, sich nach jedem Schnäuzen gründlich die Hände waschen und darauf verzichten, anderen zur Begrüßung die Hand zu geben.

Ob Sie mit einer Erkältung lieber ausgiebig das Bett hüten oder weiterhin zur Arbeit gehen, sollten Sie von Ihrem Befinden abhängig machen. Ein kleiner Schnupfen ist mit den passenden Hausmitteln oft innerhalb weniger Tage ausgestanden. Kommen jedoch stärker ausgeprägte Kopf- und Gliederschmerzen oder gar Fieber dazu, sollten Sie die Kollegen im Büro mit Ihrer Anwesenheit verschonen und einen Arzt aufsuchen. Im ungünstigsten Fall wird sonst aus der vermeintlich harmlosen Schnupfennase eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, die nicht nur äußerst schmerzhaft ist, sondern auch mit Hausmitteln nicht vollständig bekämpft werden kann.

Ist die Erkältung ausgestanden, sollten Sie möglichst schnell Ihre Zahnbürste auswechseln - dort tummeln sich nämlich nach einem grippalen Infekt viele Erreger, die eine neue Infektion begünstigen.

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sca/ham/news.de

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