Grauer Star Diese Kosten übernehmen die Krankenkassen

Die Umwelt verschwindet hinter einem nebligen Schleier - die Farben verlieren ihre Leuchtkraft: Um den Grauen Star wieder loszuwerden, müssen sich jährlich rund 400.000 Deutsche unters Messer legen. In unserem Lesertelefon erfahren Sie, welche Kosten die Krankenkassen übernehmen.

Die Aussicht ist nicht trübe. Durch ein neues Gesetz schonen Patienten mit Grauem Star ihren Geldbeutel. (Foto)
Die Aussicht ist nicht trübe. Durch ein neues Gesetz schonen Patienten mit Grauem Star ihren Geldbeutel. Bild: pr.nrw

Führte der Graue Star früher noch zur Erblindung, ist seine Behandlung heute keine große Sache mehr: Während einer ambulanten Operation wird das Auge über einen kleinen Schnitt eröffnet, die trübe Linse mittels Ultraschall verflüssigt, abgesaugt und durch eine Kunstlinse ersetzt.

Sogenannte Einstärken- oder Monofokallinsen können Lichtstrahlen nur in einem Punkt bündeln, daher kann der Patient hinterher nur in einer Entfernung scharf sehen. Zur Nah- oder Fernkorrektur benötigt er nach der Implantation eine Lese- oder Gleitsichtbrille.

Mehrstärken- oder Multifokallinsen ermöglichen dagegen eine scharfe Sicht im Nah- und Fernbereich. Torische KunstlinsenLinsen, die in zwei senkrecht zueinander stehenen Richtungen zwei unterschiedliche Brechwerte haben (Quelle: Wikipedia). können sogar gleichzeitig zum Grauen Star eine Hornhautverkrümmung korrigieren und lebenslange Brillenträger von ihrer Sehhilfe befreien.

Wahlmöglichkeiten für Kassenpatienten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Operation und das Einsetzen einer Einstärkenlinse. Kassenpatienten, die Linsen mit einer multifokalen oder torischen Optik wünschen, mussten bislang die Operation und alle damit zusammenhängenden ärztlichen Leistungen sowie die kompletten Linsenkosten privat zahlen.

Seit Januar 2012 gilt das geänderte Versorgungsstrukturgesetz, das eine Mehrkostenregelung erlaubt: Wünschen Patienten jetzt eine Kunstlinse mit Zusatznutzen, bezahlen die Krankenkassen den Anteil der Rechnung, der auch bei Implantation einer Standardlinse entstanden wäre.

Expertenrat zum Nulltarif

Kann ich direkt nach der Operation wieder klar sehen? Sind Multifokallinsen für alle Patienten mit Grauem Star geeignet? Wie hoch sind die Differenzkosten zwischen Standard- und Sonderlinse? Fallen auch zusätzliche Arztkosten an? Welche Komplikationen können nach einer Operation auftreten?

Diese und alle weiteren Fragen zum Thema beantworten Ihnen die Experten an unserem Lesertelefon. Sie sind am Donnerstag, 15. November, von 12 bis 17 Uhr unter der gebührenfreien Hotline (0800) 090 92 90 zu erreichen:

Die Experten am Telefon: Dr. Lutz Bauer, Facharzt für Augenheilkunde, leitender Arzt des AugenZentrumBauer, Bremen; Dr. Hans-Peter Buchmann, Facharzt für Augenheilkunde, Geschäftsführer und Leiter des Qualitätsmanagements Augenklinik Theresienhöhe, München; Dr. Ralph Herrmann, Facharzt für Augenheilkunde, Hildesheimer Augenzentrum, Hildesheim; Dr. Omid Kermani, Facharzt für Augenheilkunde, Ärztlicher Leiter der Augenklinik am Neumarkt, Köln; Dr. Matthias Müller-Holz, Augenarzt, Augenzentren Fetscherplatz und Lockwitzgrund, Dresden; Roland Ritzel, Facharzt für Augenheilkunde im AugenZentrumBauer, Bremen; Dr. Tony Walkow, Facharzt für Augenheilkunde, Centro Klinik Oberhausen.

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sca/news.de/pr.nrw

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • anna73
  • Kommentar 3
  • 17.11.2012 15:14

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  • Lisa
  • Kommentar 2
  • 14.11.2012 17:37

Selbstverständlich! Der Graue Star ist doch eine Augenerkrankung, die geheilt werden muss. Man kann diese Erkrankung doch nicht mit irgendeiner SchönheitsOP vergleichen, die weiterhin auch privat bezahlt werden muss. Bei notwendigen Heilbehandlungen muss ein Kassenpatient auch alles Notwendige für eine Heilung bezahlt bekommen, nicht nur der Privatversicherte. Die unterschiedliche Behandlung von Privatversicherten zu den anderen ist auch ein Thema, über das viel kritischer in diesem Land gesprochen werden müsste. Oft einfach unglaublich!

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  • Bodo Graf von Beilstein
  • Kommentar 1
  • 14.11.2012 15:28

Selbstverständlich sollten die Kassen alle Kosten übernehmen. Wofür hat man denn eine Versicherung. Diese Zuzahlungskasperei stellt doch nichts weiter dar, als ein Aushöhlung des Versicherungsschutzes und mithin eine Degeneration des Deutschen Volkes , was ordentliches Geschäftsgebahren angeht. So etwas gab es nicht einmal unter Adolf Hilter ! Und da gab es bekanntlich Dinge, die, weiß Gott,nicht i. O. waren . .

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