Kopfschmerzen Das hilft gegen Schädelbrummen im Büro

Einfache Übungen
Rückenfit im Büro

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Voller Terminkalender, von einer Sitzung zur nächsten hetzen, dazwischen stundenlang angestrengt auf den Monitor starren - kein Wunder, dass sich irgendwann Kopfschmerzen einstellen. Was gegen den Brummschädel im Büro hilft, weiß news.de.

Wer einen Schreibtisch imBüro seinen Arbeitsplatz nennt, macht über kurz oder lang Bekanntschaft mit Kopfschmerzen. Mehr als 70 Prozent der Berufstätigen in Büros kennen schmerzenden Schläfen und den pochenden Schmerz hinter der Stirn.

Sowohl die Konzentrationsfähigkeit als auch die Arbeitsqualität leiden massiv unter Kopfschmerzen. Die Ursachen dafür sind vielfältig - denn der feucht-fröhliche Umtrunk vom Vorabend ist nicht der einzige Grund für Kopfschmerzen im Büro. Mit ein paar vorbeugenden Tricks müssen Sie bei Kopfschmerzen nicht mehr zur Schmerztablette greifen.

So wird Ihr Arbeitsplatz kopfschmerzfrei

Bereits ein falsch eingerichteter Arbeitsplatz kann dafür sorgen, dass sich zwischen Meetings und E-Mail-Verkehr lästige Kopfschmerzen einstellen. Sind beispielsweise Schreibtisch und Bürostuhl auf die falsche Höhe eingestellt oder haben Monitor und Tastatur die falsche Position, sind Verspannungen praktisch an der Tagesordnung.

Beim aufrechten Sitzen sollten die Unterarme waagerecht auf dem Schreibtisch aufliegen - andernfalls droht der Schultergürtel zu verspannen, die Schmerzen strahlen schnell in Nacken und Kopf aus.

Ein Monitor, der zu nah vor den Augen steht, im schlimmsten Fall auch noch flimmert, ist quasi ein Garant für Kopfschmerzen am Arbeitsplatz. Ein perfekt eingestellter Bildschirm ist 50 bis 70 Zentimeter von den Augen entfernt, die obere Monitorkante darf die Augenhöhe nicht übersteigen, da sonst die Nackenmuskeln überanstrengt werden. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Tastatur keine glänzenden Tasten hat - sich spiegelndes Licht kann die Augen schnell überanspruchen.

Auf die richtige Haltung kommt es an

Wer viel am Schreibtisch arbeitet, achtet oftmals nicht auf eine gute Sitzposition. Krummes und schlaffes Sitzen ist einer der Hauptauslöser für Kopfschmerzen. Hilfreich kann es sein, öfter die Sitzposition zu wechseln und zwischen der Beantwortung von E-Mails und dem nächsten Meeting kleine Dehn- und Streckübungen zu machen.

Beispielsweise können Sie die Schulter- und Nackenmuskulatur lockern, indem Sie die Schultern kreisen. Versuchen Sie außerdem, so oft wie möglich aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen. Wer zum Beispiel auf dem Weg in die Kantine nicht den Aufzug nimmt, sondern Treppen steigt, tut seinen Muskeln etwas Gutes.

Gerade wenn in einem Büro mehrere Kollegen zusammensitzen, gibt es schnell dicke Luft. Gemeint istnatürlichnicht ein angespanntes Verhältnis zu den Kollegen, sondern das schlecht gelüftete Büro. Selbst wenn Sie mit kälteempfindlichen Personen einen Arbeitsplatz teilen: Regelmäßiges Lüften für ein paar Minuten hilft, Kopfschmerzen im Keim zu ersticken.

Zudem sollte die Raumtemperatur idealerweise zwischen 19 und 22 Grad liegen. Für ein gutes Raumklima sorgen außerdem Zimmerpflanzen - wer kein Grünzeug im Büro mag, kann auch eine Wasserschale aufstellen, die jedoch täglich neu befüllt werden sollte.

Genug Licht gegen den Brummschädel

Die falsche Beleuchtung im Büro ist ein weiterer Grund für das Hämmern hinter den Schläfen. Eine gleichmäßige Ausleuchtung beugt dem am besten vor - dazu gehört, dass Sie kein direktes Licht auf den Monitor fallen lassen. Andernfalls werden die Augen zu stark geblendet und beginnen zu brennen oder zu flimmern.

Empfindliche Schreibtischtäter reagieren mitunter auch mit Kopfschmerzen, wenn sie in ein frisch renoviertes Büro ziehen oder in unmittelbarer Nähe von Drucker oder Kopierer sitzen. Frisch verlegte PVC-Fußböden können ebenso wie Feinstaub undOzonaus Laserdruckern und Kopiergeräten Schädelbrummen auslösen. Wenn möglich, sollten Sie die Geräte aus Ihrem näheren Umfeld verbannen und öfter gründlich lüften.

Gegen Kopfschmerzattacken hilft außerdem die richtige Ernährung. Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich - am besten Wasser oder Saftschorlen, denn Kaffee und schwarzer Tee können den Brummschädel begünstigen. Als Snacks zwischendurch empfiehlt sich frisches Obst, während Nahrungsmittel wie Käse, Weizenbrot, Schweinefleisch oder Schokolade empfindlichen Personen schnell Kopfschmerzen bereiten können.

Natürliche Kopfschmerz-Killer

Ist der Kopfschmerz allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz erstmal da, muss nicht gleich die Schmerztablette her. Versuchen Sie es zunächst mit einer leichten Schläfenmassage für fünf bis zehn Minuten. Reines Pfefferminzöl aus der Apotheke ist außerdem ein natürlicher Kopfschmerzbekämpfer, wenn Sie es auf die Schläfen oder die Stirn massieren. Gegen Spannungskopfschmerzen kann auch Pestwurz-Extrakt helfen: Das Naturprodukt enthält krampflösende und entzündungshemmende Wirkstoffe, ist allerdings für Menschen mit empfindlichem Magen nicht immer gut geeignet.

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ham/news.de

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