Powerfrucht Kürbis Köstliche Gesundheitskur in orange

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So fruchtig schmeckt der Herbst

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Auf Wochenmärkten und an Gemüseständen sind sie derzeit nicht zu übersehen: Kürbisse haben jetzt Saison. Die orangefarbenen Früchte sind nicht nur köstlich, sondern der beste Weg, den Herbst fit und gesund zu überstehen.

Kürbisse sind aus der Herbstküche nicht wegzudenken. Sei es als Grundlage für aromatische Suppen, als süßes Mousse zum Nachtisch oder pikant eingelegt als Chutney oder Marmelade - die verschiedenen Speisekürbissorten lassen keine Langeweile auf der Speisekarte aufkommen. Doch unter der orange gefärbten Schale steckt nicht nur Potenzial für kulinarische Leckerbissen, sondern auch eine Vielfalt an Vitaminen, Mineralstoffen und natürlichen Fitmachern.

800 Sorten für Feinschmecker

Langjährigen Züchtungen ist es zu verdanken, dass Feinschmecker heute die Wahl zwischen rund 800 verschiedenen Kürbisarten haben. Zu den bekannten Sorten zählen neben dem Gartenkürbis auch der Hokkaidokürbis, der Feigenblattkürbis und der Moschuskürbis mit seinen Unterarten Butternuss- und Muskatkürbis.

Dass Kürbisse voller wertvoller Inhaltsstoffe stecken, wussten schon die Maya und Azteken und schätzten den Kürbis als vielseitig einsetzbare Arzneifrucht - schließlich kann jeder Teil des Kürbis genutzt werden.

Orange und voller Vitamine

Der Vitamincocktail im Kürbisfleisch enthält neben Vitamin B6 das wertvolle Vitamin C, Vitamin E sowie Provitamin A, eine Vorstufe des wichtigen Vitamin A. Während Vitamin B6 für die Blutbildung, den Einweißstoffwechsel und das Nervensystem wichtig ist, fördert Vitamin E den Fettstoffwechsel.

Vitamin C kann nicht nur Erkältungskrankheiten vorbeugen, sondern wirkt auch Eisenmangel, Muskelschwäche oder Bluthochdruck entgegen. Zudem ist Vitamin C als effektiver Radikalfänger und Antioxidans bekannt. Der hohe Vitamin-C-Gehalt in Kürbisfleisch - 100 Gramm können bis zu 14 Milligramm des Vitamins und damit mehr als Äpfel oder Pfirsiche enthalten - macht das Gemüse zur idealen Zutat für die gesunde Herbstküche.

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Herzhafte und süße Rezepte mit Kürbis

Provitamin A, das auch den Namen Betacarotin trägt, ist wiederum ein wirksamer Radikalfänger, unterstützt die Immunabwehr und bekämpft Entzündungen. Je stärker die Kürbisschale orangefarben leuchtet, um so mehr Provitamin A enthält die Frucht. Einige Sorten enthalten sogar mehr Betacarotin als Salat oder Tomaten, der Hokkaidokürbis liefert sogar mehr Provitamin A als Möhren. Während der Vitamingehalt anderer Obst- und Gemüsesorten beim Kochen meist rapide abnimmt, kommen die wichtigen Inhaltsstoffe im Kürbis beim Garen erst richtig zur Geltung. Betacarotin beispielsweise wird durch die Kochhitze nicht zerstört, sondern kann nach dem Garen vom Körper besser aufgenommen werden.

Powerfrucht für die schlanke Linie

Wer Kürbis in seinen Speiseplan aufnimmt, tut nicht nur seiner Gesundheit, sondern auch der Schönheit etwas Gutes. Kürbis gehört zu den kalorienärmsten Lebensmitteln - 100 Gramm Kürbisfleisch haben je nach Sorte nur 23 bis 27 Kalorien. Die sättigenden Ballaststoffe, der hohe Wassergehalt und der niedrige Gehalt an Kohlehydraten macht den Kürbis zu einem perfekten Gemüse für alle figurbewussten Gourmets. Da Kürbis leicht verdaulich ist, eignet er sich perfekt als Diät- und Schonkost. Der niedrige Natriumgehalt wiederum macht Kürbis ideal für alle, die unter Bluthochdruck leiden oder Probleme mit den Nieren haben.

Wussten Sie, dass Sie mit jedem Kürbisgericht auch für schöne Haut und Nägel sorgen? Kürbisfleisch enthält eine Menge Kieselsäure und Kalzium und ist praktisch ein Beautyprodukt zum Essen. Kieselsäure unterstützt außerdem das Bindegewebe und sorgt für straffe Kurven.

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Wenn aus dem Kürbis ein Drache wird

Kürbiskerne knabbern statt Tabletten schlucken

Doch nicht nur das Fruchtfleisch, auch die Kerne von Speisekürbissen sind wahre Gesundbrunnen. Bereits zehn Gramm Kürbiskerne täglich unterstützen die Gesundheit merklich. Am bekanntesten ist die positive Wirkung auf die Harnwege - Männer mit Prostatabeschwerden sollten ebenso wie Patienten mit Reizblase täglich einige Kürbiskerne knabbern. Der Bitterstoff Cucurbitacin ist es, der Kürbiskerne so wichtig für die Blasenmuskulatur macht. Zudem können die knusprigen Kerne helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen und den Cholesterinspiegel zu regulieren. Außerdem steckt in Kürbiskernen eine Menge Vitamin E und die zweifach gesättigte Omega-3-Fettsäure Linolensäure; Selen und pfanzliche Hormone runden die gesunde Mischung ab.

Kürbiskerne gibt es knabberfertig in jedem Supermarkt, Sie können den gesunden Snack allerdings auch leicht selbst herstellen. Die aus dem Fruchtfleisch gelösten Kerne werden einfach gewaschen und getrocknet. Vor dem Verzehr sollten sie kurz in einer beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Fett geröstet werden - fertig ist die gesunde Knabberei.

Während Kürbisfleisch nur sehr wenige Kalorien enthält, schlagen Kürbiskerne gehaltvoller zu Buche: Ungefähr 500 Kilokalorien enthalten 100 Gramm der Knabberei. Dosieren Sie die Kerne also lieber sparsam, zum Beispiel als knusprige Beigabe zum Salat oder als pikant-nussige Dekoration auf Kräuterquark.

Aus den Kernen wird nicht nur eine gesunde Knabberei, sondern auch wertvolles Kürbiskernöl gewonnen. Am besten bewahren Sie es im Kühlschrank auf, damit sich die Inhaltsstoffe nicht verflüchtigen oder das Öl ranzig wird. Übrigens sind die Inhaltsstoffe auch hitzeempfindlich, weshalb sie Kürbiskernöl nur kalt verwenden sollten, zum Beispiel für ein aromatisches Salatdressing.

So erkennen Sie reife Kürbisse

Einen reifen Kürbis erkennen Sie am besten, wenn Sie den Klopftest durchführen: Gibt die Schale auf leichten Druck nicht nach und klingt der Kürbis beim Klopfen hohl, haben Sie ein ausgereiftes Exemplar vor sich. Bei kühler Lagerung zwischen 10 und 13 Grad halten sich Kürbisse daheim am besten. Gerade bei großen Kürbissen kann es vorkommen, dass Sie nicht gleich das komplette Fleisch verarbeiten können. Angeschnitten halten sich Kürbisse im Kühlschrank gut zwei Tage. Sie können einzelne Stücke auch blanchieren und anschließend einfrieren, dann verlängert sich die Haltbarkeit auf gut vier Monate.

Kürbis & Co.
Aromatischer Herbstgenuss

Viele Kürbissorten sind roh als auch gegart ein Genuss - oftmals wird der Geschmack jedoch nach dem Kochen aromatischer. Die einzige Ausnahme bilden Zierkürbisse, denn sie enthalten von Natur aus zu viele Bitterstoffe und sind lediglich ein Augenschmaus. Wer sie trotzdem verzehrt, riskiert Übelkeit und Bauchschmerzen.

Wie das Deutsche Grüne Kreuz mitteilt, kann es vereinzelt dazu kommen, dass sich Wildkürbisse und Kulturformen kreuzen - dann sieht ein Kürbis zwar wie eine Speisefrucht aus, enthält aber ähnlich viele Bitterstoffe wie ein Zierkürbis. Um auf Nummer sicher zu gehen, kosten Sie am besten vor der Zubereitung ein kleines Stück vom Kürbis. Schmeckt er zu bitter, sollten Sie ihn nicht weiter verarbeiten oder essen.

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ham/news.de

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