Gericht bestätigt
Handys verursachen Gehirntumor

Italiens höchstes Gericht hat eine wegweisende Entscheidung zur Gesundheitsbelastung durch Handys gefällt. Das Oberste Kassationsgericht urteilte, dass ein gutartiger Gehirntumor bei einem Italiener durch tägliches Dauertelefonieren verursacht wurde.

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Innocente Marcolini, dessen Gesicht teilweise gelähmt ist, hatte argumentiert, dass der Tumor auf dem Drillingsnerv gewachsen sei, weil er zwölf Jahre lang bis zu sechs Stunden täglich mit seinem Handy und einem Schnurlostelefon mit Kunden in China und anderswo telefoniert habe. Seine Anwälte hatten Ärzte vorgeladen, die aussagten, dass die übermäßige Verwendung von Mobiltelefonen das Risiko eines solchen Tumors erhöhe.

Dafür müsse der mittlerweile behinderte Mann eine Invalidenrente erhalten, urteilte das Oberste Kassationsgericht. Welche Auswirkungen das Urteil hat, war zunächst unklar. Mehrere wissenschaftliche Studien haben bisher keinen Zusammenhang zwischen Handys und Gehirntumoren gefunden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wertet Mobiltelefone als «mögliche» Krebserreger und stellt sie damit auf eine Stufe mit Pestiziden und Kaffee.

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jag/news.de/dapd

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3 Kommentare
  • JMü

    21.10.2012 11:01

    Gerichte (und Richter) werden immer dü.... Während 12 Jahren täglich 6h telefonieren; DAS GIBT ZU DENKEN!!!!

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  • Heinz L.

    20.10.2012 17:42

    Antwort auf Kommentar 1

    Hallo Bärbel, Deine Meinung kann ich voll und ganz vertreten.

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  • Bärbel K.

    20.10.2012 13:04

    na Hallo, das ist doch schon lange wissenschaftlich erklärt, daß Handy Strahlung auf Dauer sehr gefährlich werden kann. (Ei) Natürlich sieht das die Handy Industrie ganz anders; ist ja wie mit Zigaretten, die auch nicht schädlich sein sollen, sagt Mister Malborro, grins. wir halten das Handy bei Rufaufbau immer weit weg vom Ohr und das anschließende Gespräch kurz. Es bringt sowieso nichts, stundenlang zu telefonieren; denn dann geht die Botschaft, die man senden will ,völlig daneben. Ja, was wollte ich eigentlich ?? fragt man sich danach. Wer also seine Gesundheit bewahren will, der redet.

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