Starkes Immunsystem Keine Macht den Viren

Top-20-Lebensmittel
Vitaminbomben und Kraftpakete

Andreas SchloderVon news.de-Redakteur
Nasskaltes Wetter im Herbst - der ideale Nährboden für Viren, um sich schonungslos in unseren Körpern breitzumachen und für Erkältung, Fieber und Husten zu sorgen. Umso wichtiger wird es, vorab an seiner eigenen Stärke zu arbeiten. Damit wehrt Ihr Immunsystem fast jeden Angriff ab.

Während unser Gemüt angesichts der sich verkürzenden Tagen und dem drohenden nasskalten Wetter herunterfährt, drehen Krankheitserreger voll auf. Alle fürchten sich zwar vor der Grippe. Dabei sind aber Erkältungsviren weitaus häufiger für Schnupfen und Husten verantwortlich.

Schon jetzt schnieft und keucht es akkordartig in U-Bahnen, Einkaufshäusern und Büros. Spätestens jetzt wird es Zeit, den Körper auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Im wahrsten Sinne des Wortes muss man Stärke beweisen: die Abwehrstärke. Zwar lassen sich Erkältungen nicht immer vermeiden, doch mit den folgenden Tipps kommen sie seltener.

Warum ist der Körper im Herbst so anfällig?

Es ist vor allem der stetige Wechsel zwischen Wärme durch beheizte Räume oder dicker Kleidung und kalter Witterung im Freien, der unserem Körper Stress zufügt. Durch die Kälte ziehen sich Gefäße in der Nasen- und Mundschleimhaut zusammen - die ideale Voraussetzung für Bakterien und Viren, sich breitzumachen. Denn bei niedrigen Temperaturen drosselt der Körper den Blutfluss. Das bedeutet, dass weniger Abwehrzellen in den Schleimhäuten Wache schieben. So können Krankheitserreger sich wunderbar vorbeischleichen.

Wer ist besonders gefährdet?

Generell gilt: Niemand ist vor einer Erkältung gefeit. Jedoch tritt die Erkrankung besonders häufig bei Senioren und Schichtarbeitern auf. Das hat zwei Gründe: Während sich die alten Menschen nicht ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen über die Nahrung versorgen, weil im Alter auch der Appetit nachlässt, führt bei der anderen Gruppe Stress zur Schwächung des Immunsystems. Neben Schichtarbeitern sind Studien zufolge auch Feuerwehrleute und Leistungssportler ebenso anfällig für Erkältungen.

Erkältungen vorbeugen - aber richtig

Der Schlüssel für ein intaktes Immunsystem liegt in der Kombination aus einer ausgewogenen Ernährung, Bewegung sowie Abhärtung des Körpers.

In zahlreichen Studien wurde belegt, dass vor allem Vitamin C und Zink den Keimen nicht so schmecken. Zwar gibt es keinen Beweis, dass sich das Immunsystem zu Höchstleistungen anspornen lässt, wenn der Körper übermäßig damit versorgt wird. Fakt ist aber: Fehlen die Stoffe im Körper, ist dieser umso anfälliger.

Wer nicht viel Zeit zum Essen hat, sollte sich auf bestimmte Vitaminbomben konzentrieren. Die empfohlene Tagesdosis von Vitamin C liegt der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge bei 100 Milligramm. Allein mit 100 Millilitern Sanddornsaft nimmt der Körper das Dreifache der Tagesdosis auf. Allerdings sollte beachtet werden, dass der Organismus Nährstoffe nur bis zu einer gewissen Menge speichert, der Überschuss wird wieder ausgeschieden. Neben Sanddorn haben sich auch Paprika, Brokkoli und Zitronen als Vitaminbomben bewährt.

Bei Zink hingegen sind die benötigten Mengen deutlich kleiner: Ein Mann benötigt pro Tag rund zehn Milligramm, bei Frauen sind es sieben. Die bekommt man schnell und ergiebig durch Fleisch, Milchprodukte und Getreide. Spitzenreiter sind Emmentaler und Rindfleisch - Vegetarier und Veganer können aber getrost auf Haferflocken und Mais zurückgreifen. Weitere nützliche Lebensmittel sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

Dem Körper einheitzen

Die Erkältung buchstäblich gleich im Keim ersticken. Das geht am besten mit einem Fußbad, denn Viren mögen eines überhaupt nicht: Hitze. Durch die Wärme erhöht sich die Körpertemperatur, die Schleimhäute werden besser durchblutet - dadurch sind auch mehr Immunzellen auf Patrouille.

Immer in Bewegung bleiben

Im Kalten Sport treiben? Überwinden Sie den inneren Schweinehund, der Körper wird es Ihnen danken. Denn Sport oder lange Spaziergänge regen die Durchblutung und den Kreislauf an und lassen die Abwehrzellen besser im Körper verteilen. Durch die regelmäßige Belastung im Freien gewöhnt sich der Körper an den Stress und wird resistenter. Am besten eignen sich Sportarten wie Radfahren oder Joggen.

Abhärtung ist die halbe Miete

Heiß-kalte Duschen, Saunabesuche oder Güsse nach Kneipp bringen den Körper in Schwung. Wie eine Studie der Universität Jena gezeigt hat, stärkt mit regelmäßigen Saunabesuchen die Barrierefunktion der Haut. Doch Vorsicht: Einsteiger sollten es nicht übertreiben. Zum Anfang reichen Wechselbäder vollkommen aus.

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loc/news.de

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