Weltvegetariertag Heute wieder ein Tier gerettet

Vegetarisch oder vegan
Diese Stars essen kein Fleisch

Andreas SchloderVon news.de-Redakteur
Fleisch? Nein danke! Vegetarismus ist in der Bundesrepublik längst salonfähig geworden. Und immer mehr Deutsche entschließen sich, entweder Teilzeit-Vegetarier zu werden oder komplett auf Fleisch und Fisch zu verzichten. News.de liefert zum Weltvegetariertag aktuelle Zahlen und Fakten.

Vor 35 Jahren wurde er aus der Taufe gehoben: der Weltvegetariertag. Er soll ermahnen, dass ein geringerer Fleischkonsum nicht nur der eigenen Gesundheit gut tut, sondern auch der Umwelt, dem Klima und vor allem den Tieren selbst.

Was vor 35 Jahren noch für Unverständnis gesorgt hat, ist längst eingetreten: Viele Deutsche verzichten bereits mehrfach pro Woche auf Fleisch. Dem Vegetarierbund Deutschland (VEBU) zufolge ist jeder zweite Deutsche Vegetarier auf Teilzeit.

Rund acht Prozent aller Deutschen, also knapp sechs Millionen, ernähren sich täglich fleischlos. Tendenz steigend. Zehn Prozent von ihnen leben noch radikaler und sind Veganer.

Doch wie sieht er aus, der typische Vegetarier? Da lohnt sich ein Blick in die Vegetarierstudie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, in der 4000 Vegetarier befragt worden sind: Demnach ist der Fleisch-Asketiker weiblich, jung, überdurchschnittlich gebildet und lebt in einer Großstadt. Prozentual gesehen gibt es die meisten Vegetarier in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Thüringen und Baden-Württemberg. Auf Fleisch zu verzichten, fällt in den Bürgern in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bremen am schwersten.

Protest gegen Massentierhaltung

So gut Fleisch auch schmecken mag, die meisten Vegetarier verzichten aus moralischen Gründen darauf. 63 Prozent geben in der Verzehrstudie an, sie können angesichts von Tierliebe und der Ablehnung von Massentierhaltung keinen Bissen hinunter bekommen. Nur jeder Fünfte lehnt Fleisch aus gesundheitlichen Gründen ab. Elf Prozent sind dabei so emotional, dass ihnen der Appetit vergeht. Interessant: Bei Frauen sind moralische Aspekte wichtiger als bei Männern, jedoch achtet das starke Geschlecht mehr auf den Gesundheitsfaktor.

Fleischersatz
Vegetarische Schnitzel & Co.

Vegetarismus hat durchaus Vorteile, was die eigene Gesundheit angeht. Diese sind auch wissenschaftlich belegt, wie diese Studie aus London zeigt. Zwölf Jahre lang wurde der Gesundheitszustand von Vegetariern und Fleischessern verglichen. Demnach haben Vegetarier niedrigere Blutfett- und Blutdruckwerte, ihre Nieren funktionieren besser und das Körpergewicht ist niedriger. Das wirkt sich auch auf die Sterberate aus: Sie ist um ein Fünftel geringer - die Todesrate durch Krebserkrankungen ist sogar um 40 Prozent niedriger.

Jedoch gilt das nur bei einer ausgewogenen Ernährung. Veganer hingegen, die alle tierische Produkte ablehnen, sind mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen unterversorgt. Studien zufolge hat jeder Zweite einen Mangel an Vitamin B12. Deswegen raten Ernährungsexperten zum Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln.

140 Millionen Tiere würden gerettet

Wer sich nicht durchringen kann, dem Steak auf ewig zu entsagen, der kann nach VEBU-Angaben mit einem Tag ohne Fleisch schon viel für Klima und die Tierwelt bewirken: Wenn alle Deutschen sich nur einen einzigen Tag in der Woche fleischlos ernähren würden, rettet das 140 Millionen Tieren das Leben. Und würde Treibhausgase von sechs Millionen Autos einsparen.

loc/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Achim Stößer
  • Kommentar 2
  • 04.10.2012 21:23

http://maqi.de/presse/weltvegetariertag2012.hrml

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  • Antonietta
  • Kommentar 1
  • 02.10.2012 16:28

Vegetarier leben gesünder. Denn Fleischverzehr fördert das Risiko von Herzinfakten, Blinddarmentzündungen, Bluthochdruck, Osteoporose, Arthritis, Magengeschwüren, Nierensteinen, Diabetes und Krebs!

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