Sommer Krampf im Kehlkopf kann bei Badeunfällen die Atemwege blockieren

Krampf im Kehlkopf kann bei Badeunfällen die Atemwege blockieren (Foto)
Krampf im Kehlkopf kann bei Badeunfällen die Atemwege blockieren Bild: dpa

Berlin - Vorsicht beim sommerlichen Badevergnügen: Bei kleinen Kindern kann ein Sturz ins Wasser lebensgefährlich werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Stimmritzenkrampf im Kehlkopf, der die Atemwege blockiert.

Ein Kehlkopfkrampf kann im Wasser zu Bewusstlosigkeit führen - als Folge droht möglicherweise Ertrinken. Daher sollten Eltern ihren Nachwuchs am Strand nie unbeaufsichtigt lassen, warnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Berlin.

Falls das Kind nach dem Sturz ins Wasser keine Lebenszeichen mehr aufweist, müssen Helfer sofort den Rettungsdienst rufen. Gleichzeitig sollten sie mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Größere Nichtschwimmer, die plötzlich keinen Boden mehr unter den Füßen spüren oder sich in Wasserpflanzen verfangen, erleiden in ihrer Panik häufig ebenfalls einen solchen Krampf.

Auch während Kinder schwimmen, sollten Eltern sie besser immer im Blick behalten. Eine Unterkühlung im Wasser zum Beispiel kann schlimme Folgen haben, warnt das DRK. Sie könne von Muskelverkrampfungen, die das Schwimmen unmöglich machen und damit zum Ertrinken führen, bis zum Herzinfarkt reichen. Sobald das Kind friert, muss es deshalb raus aus dem Wasser und sich in der Sonne aufwärmen.

Ertrinken ist die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen von Kindern unter 15 Jahren. Nach Angaben des DRK ist Unterkühlung eine der häufigsten Ursachen für das Ertrinken.

news.de/dpa

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