Nabelschnurblut Gesundheitsvorsorge der besonderen Art

Das Baby ist gerade geboren. In der Nabelschnur pulsiert noch Blut des Kindes, das wertvolle Stammzellen enthält. Früher wurde die Nabelschnur samt Stammzellen einfach entsorgt. Heute entscheiden sich immer mehr Eltern dafür, das kostbare Blut für's Kind zu sichern.

 
Willkommen auf der Welt: Nabelschnurblut kann Babys wertvollste Gesundheitsvorsorge sein. (Foto)
Willkommen auf der Welt: Nabelschnurblut kann Babys wertvollste Gesundheitsvorsorge sein. Bild: iStock

Die vielseitigen Zellen nutzen Eltern immer öfter für die Gesundheitsvorsorge ihres Kindes oder für eine Stammzellspende. Doch was macht die Stammzellen im Nabelschnurblut so begehrt? Und wie geht eine Einlagerung vonstatten? Wir haben die wichtigsten Fakten für junge Eltern zusammengestellt.

Was ist das Besondere am Nabelschnurblut und seinen Stammzellen?

Dass aus der Eizelle ein Kind wird, ist Aufgabe von Stammzellen. Doch nicht nur das: Stammzellen reparieren und regenerieren ein Leben lang unseren Körper, beispielsweise bei Knochenbrüchen oder Hautabschürfungen. Im Nabelschnurblut sind viele Millionen junger, potenter Stammzellen enthalten, die immer häufiger zur Therapie von schwerwiegenden Erkrankungen genutzt werden.

Stammzellen aus Nabelschnurblut können sich zu verschiedenen Zelltypen weiterentwickeln. Bei schweren Krebserkrankungen oder Blutbildungsstörungen sind Stammzellen bereits in der Therapie eingesetzt worden. Im Rahmen der regenerativen Medizin wurden Stammzellen aus Nabelschnurblut ebenfalls angewendet, beispielsweise bei Kindern mit Herzfehlern, Diabetes oder Hirnschädigungen. Dabei ist die Entnahme der im Nabelschnurblut enthaltenen Zellen unkompliziert und völlig schmerzfrei für Mutter und Kind.

Ich möchte das Nabelschnurblut aufbewahren. Was muss ich tun?

Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut können ganz einfach nach der Geburt gewonnen werden. Das ist im Gegensatz zu den embryonalen Stammzellen ethisch völlig unbedenklich. Zum einen können die frisch gebackenen Eltern das entnommene Nabelschnurblut kostenfrei spenden. Allerdings steht dieses Nabelschnurblut bei einer Erkrankung des eigenen Kindes in der Regel nicht mehr zur Verfügung. Zum anderen können Eltern das Nabelschnurblut auf eigene Kosten bei einer privaten Nabelschnurblutbank einlagern - eine ganz besondere Art der Gesundheitsvorsorge für das Kind. Manche Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten. Private Anbieter wie Vita 34 werben auch für eine Kombination aus Spende und Eigenvorsorge.

Wie läuft die Entnahme ab und was passiert anschließend mit dem Blut?

Die Eltern schließen vor der Geburt einen Vertrag mit einem Anbieter ab und erhalten anschließend ein Entnahme-Paket bequem und rechtzeitig nach Hause zugeschickt. Das nehmen sie dann zur Geburt einfach mit in die Klinik. Die Ärzte und Hebammen in den Kliniken sind geschult und wissen, was zu tun ist. Direkt nachdem das Kind abgenabelt wurde, wird aus dem noch mit der Plazenta verbundene Nabelschnurrest das Blut entnommen und in einem Blutbeutel aufgefangen. Dieser kommt mit allen notwendigen Papieren in eine Styroporbox und wird von einem Kurier umgehend ins Labor transportiert. Dort wird das Blut verschiedenen Tests unterzogen und für eine Langzeitlagerung bei minus 196 Grad in Stickstofftanks vorbereitet.

Fordern Sie hier kostenfrei und unverbindlich Ihre Infobroschüre über die Einlagerung von Nabelschnurblut an.

loc/sca/news.de

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