Frauen Forscherin: Mehr Frauen sterben an Lungenkrebs

Forscherin: Mehr Frauen sterben an Lungenkrebs (Foto)
Forscherin: Mehr Frauen sterben an Lungenkrebs Bild: dpa

Heidelberg - Zum Welt-Nichtrauchertag an diesem Donnerstag (31. Mai) fordern deutsche Krebsforscher ein Verbot der Zigarettenwerbung. Eine Expertin erklärt die erschreckende Tatsache, dass immer mehr Frauen an Lungenkrebs sterben.Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) erklärt anlässlich des Welt-Nichtrauchertags am Donnerstag (31.

Mai), welche Gefahren von Tabakprodukten ausgehen und warum immer mehr Frauen an Lungenkrebs sterben.

Wer ist besonders von Krebs durch Tabakwaren betroffen?

Pötschke-Langer: «Bisher waren es vor allem die Männer, die vor 30 bis 40 Jahren mit dem Rauchen begonnen haben. Bei Männern ist nach wie vor der Lungenkrebs die häufigste Todesursache unter allen Krebsarten. Allerdings ist leider bei Frauen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren im vergangenen Jahrzehnt eine Verdopplung der Lungenkrebstodesfälle aufgrund einer Zunahme des Rauchens zu beobachten. Diese Zunahme des Rauchverhaltens von Frauen hat viele Ursachen, ist jedoch auch der Zigarettenwerbung geschuldet, welche die Tabakindustrie auf Frauen als Zielgruppe ausrichtete.»

Welche Krebsarten können durch das Rauchen ausgelöst werden?

Pötschke-Langer: «Die Krebserkrankungen ziehen sich entlang der Rauchstraße durch den gesamten Körper. Es beginnt in der Mundhöhle, wo Lippen, Zunge und der gesamte Rachenraum sowie die Speiseröhre betroffen sein können. Es geht weiter über die Atemwege bis in die Lunge. Wegen der im Blutkreislauf zirkulierenden krebserzeugenden Substanzen des Tabakrauchs ist auch das Risiko für Harnblasen-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs sowie Leukämie erhöht.»

Welche Gefahren gehen von rauchlosen Tabakprodukten aus?

Pötschke-Langer: «Da auch in rauchlosen Tabakprodukten krebserregende Substanzen vorhanden sind, kann durch den Konsum Krebs hervorgerufen werden - beispielsweise in der Mundhöhle.»

Webseite des DKFZs

news.de/dpa

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