Beziehungstipps So werden Sie zum Frauenversteher

33 Dinge, die Männer endlich über Frauen lernen sollten hat Natascha Sagorski für Don't Call It Pussy zusammengetragen. Das Buch zeigt nicht nur, wie dämlich Männer sein können, sondern auch, wie Frauen ticken. In der Beziehung, im Job und im Bett.

Beziehungstipps von Natascha Sagorski (Foto)
Stehpinkler? Das geht gar nicht, macht Natascha Sagorski im Interview deutlich. Bild: Nico Klein-All

«Auf der einen Seite wollt ihr, dass wir immer gut aussehen, auf der anderen Seite sollen wir aber kein Geld dafür ausgeben. Das passt doch irgendwie nicht zusammen, oder?» Das ist eine typische Frage von Natascha Sagorski. Die Autorin, auch als Fernsehkolumnistin bei ProSieben bekannt, geht in ihrem Buch Don't Call It Pussy - 33 Dinge, die Männer endlich über Frauen lernen sollten, den kleinen Missverständnissen und großen Katastrophen zwischen den Geschlechtern nach. In der Familie, im Beruf und im Bett. Hier können Sie das Buch von Natascha Sagorski direkt bestellen.

Sex in Zahlen: Witzige Fakten aus der Welt der Erotik

Wer verstehen will, wie Frauen ticken und was er vielleicht schon immer falsch gemacht hat, der findet hier die Antworten, nicht wissenschaftlich belegt, aber ganz oft mitten aus dem Leben. Die Münchnerin erzählt von ihren eigenen Erfahrungen, von Freundinnen und ihrer Interpretation der weiblichen Natur an sich.

Nicht nur Nachhilfe fürs Bett

Das ist auch deshalb erhellender als die Lektüre einer Frauenzeitschrift, weil Sagorski auch mal etwas weiter ausholen kann (allein das Kapitel über die potenziellen Fettnäpfchen beim Heiratsantrag umfasst zwölf Seiten) und vor allem Klartext redet. Das fängt beim Titel an. «Pussy» als Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsteil ist ein Killer für jede Beziehung. Sagorski selbst nennt die Vagina in ihrem Buch «unsere kleine Freundin da unten», und ansonsten empfiehlt sie Paaren selbst erfundene, individuelle Kosenamen. Weitere praktische Tipps für künftige Frauenversteher haben wir hier zusammengetragen.

Nachhilfe fürs Bett gibt es auch in einigen anderen Kapiteln. Die Bandbreite von Don't Call It Pussy ist aber deutlich größer als es der Titel vermuten lässt. Der lernwillige Mann erfährt, was wirklich dahintersteckt, wenn Frauen rasend eifersüchtig sind (sie fürchten nicht nur, betrogen zu werden, sondern verachten auch die andere Frau, die sich einbildet, Chancen bei ihrem Partner zu haben). Sagorski erklärt, warum vergebene Männer nicht merken, wenn sie angeflirtet werden – und was für Probleme das mit sich bringen kann. Sie hat ein bisschen praktische Lebenshilfe zu bieten (kein Bier beim ersten Date!) und interessante Einblicke in die weibliche Psyche (nach einem One-Night-Stand haben Frauen das spontane Bedürfnis, so schnell wie möglich mit ihrer besten Freundin zu telefonieren).

Männer können noch toller werden

Das alles ist immer wieder mit einem Schuss Ironie und einer guten Dosis Übertreibung versehen, aber durchaus ernst gemeint als Beitrag für eine bessere Verständigung zwischen Männern und Frauen. Nicht zuletzt betont die 27-Jährige, dass sie keineswegs eine Männerhasserin ist. Sie will uns nur helfen, noch toller zu werden – und zeigen, wie einfach das sein kann, betont Natascha Sagorski auch im Interview mit news.de.

Frau Sagorski, wieviel Prozent der Männer, die Don't Call It Pussy gelesen haben, werden danach sagen: So sind wir doch gar nicht?

Natascha Sagorski: In einer perfekten Welt natürlich ganz viele, denn dann wären die Männer ja so schon vollkommen. Allerdings habe ich eher die andere Erfahrung gemacht. Die meisten Männer, die mir schreiben oder mit denen ich gesprochen habe, haben sich in Don't Call It Pussy sehr gut wiedererkannt. Aber natürlich nicht in allen Kapiteln. Jeder Mann hat eben seine ganz eigenen kleinen Spleens. Und bei 33 Kapiteln ist meist für jeden einer dabei ...

Was ist der Fehler, den sich Männer am allerwenigsten eingestehen wollen?

Sagorski: Stirling Moss (der Rennfahrer) hat einmal gesagt: «Bei zwei Sachen wird ein Mann nie zugeben, dass er sie nicht gut kann: Sex und Autofahren.» Und da liegt er schon gar nicht so schlecht. Ich habe aber auch oft die Erfahrung gemacht, dass viele Männer nicht glauben, wie wichtig ihre Wohnungen (und vor allem der erste Eindruck davon) für uns Frauen sind. Bei jemandem, der zwischen Armeen von Stinkesocken, leeren Pizzakartons und alten BHs von der Ex haust, möchten wir eben nicht gerne über Nacht bleiben. Eine Putzfrau, was nettes (frisches) Essbares im Kühlschrank und eine Flasche Prosecco können da wahre Wunder vollbringen!

Sie schreiben, dass die Bezeichnung «Pussy» für die Vagina tabu sein sollte. Wie sieht es denn mit ähnlichem Vokabular aus? Darf ein Mann beispielsweise seine Freundin als «Tussi» bezeichnen?

Sagorski: Also ich würde nicht wollen, dass mein neuer Freund mich bei seinen Eltern als «Tussi» vorstellt. Wenn Männer das Wort «Tussi» benutzen, meinen sie es (wie bei «Pussy» auch) eben meist abwertend. Und welche Frau möchte schon abgewertet oder auf ein reines Klischee begrenzt werden? Männer wollen ja auch nicht als «Prolo» bezeichnet werden. Und falls doch, sind sie es wohl wirklich. Wobei - dasselbe gilt dann natürlich auch für Tussis ...

Und wie sieht es aus mit Männern, die «Bussi» statt «Kuss» sagen?

Sagorski: Also ich wohne in München und da begegnet mir das Wort «Bussi» ungefähr gefühlte 800 Mal am Tag. Allerdings bei allen möglichen Menschen: Freunde, Bekannte, Familie ... Wenn ein Mann nicht einer von vielen sein möchte, dann sollte er mich küssen und nicht busseln!

Was ist schlimmer: Ein Mann, der seine Wäsche von der Mama waschen lässt oder ein Mann, der seit einer Woche dasselbe ungewaschene Outfit trägt?

Sagorski: Ich glaube, der Mama-Typ ist schlimmer. Dem zweiten kann man eher noch beibringen wie eine Waschmaschine funktioniert (Männer sind in der Regel ja recht technikaffin), als dem Mamasöhnchen, dass er erwachsen werden soll. So etwas muss eine Mutter ihrem Kind schon selbst verklickern und wurde dies versäumt, wird es für uns Frauen meist recht schwer noch durchzudringen.

Was ist verwerflicher: Ein Stehpinkler oder ein Mann, der einen gelben Smart fährt?

Sagorski: Kommt darauf an, wo er im Stehen pinkelt! Im Fußballstadion kann ich damit leben, zu Hause in meinem Badezimmer möchte ich keine gelbgesprenkelten Fliesen haben. Dann schon lieber ein gelbes Auto. Wobei das auch nur geht, wenn der gelbe Smart im Preisausschreiben gewonnen wurde oder der Mann farbenblind ist. Oder am besten beides.

Was törnt Sie eher ab: Ein Mann, der in Bettwäsche seines Fußballklubs schläft, oder einer, der gerne an der Brust nuckelt?

Sagorski: Iehh, jetzt wird's aber heftig! Aber auch hier wieder: Bettwäsche kann man wegschmeißen, Brust- und Mutterkomplexe dagegen nur wesentlich schwerer auskurieren.

Noch eine letzte schwere Entscheidung: Lieber ein Mann mit Ohrring oder einer mit Fernseher im Schlafzimmer?

Sagorski: Kommt darauf an, was teurer war – der Ring oder der Fernseher? Denn beides müsste weichen. Es sei denn der Typ ist Johnny Depp und segelt beruflich als Pirat auf Hollywood-Dreimastern. Da wäre selbst ein Ohrring sexy ...

Zuletzt: Sie begegnen den Männern in ihrem Buch durchaus wohlwollend, trotzdem kommt das starke Geschlecht in Don't Call It Pussy nicht gut weg. Kann es sein, dass Sie einfach immer nur die falschen Männer treffen?

Sagorski: Der Richtige war bisher noch nicht dabei, insofern waren es wohl irgendwie die Falschen. Allerdings hatte ich das Glück, viele tolle Männer zu treffen, und bin dafür auch sehr dankbar. Vor allem nach meinen Recherchegesprächen im Vorfeld des Buches. Denn da habe ich von so vielen Frauen Horrorstorys gehört, dass mir erst richtig klar wurde, wie viele hilfsbedürftige Typen da draußen rumlaufen müssen. Glücklicherweise gilt das aber nicht für alle. Es gibt so viele tolle Männer, wir müssen sie nur finden und dann vor allem auch erkennen ...

Hier können Sie Don't Call It Pussy direkt bestellen.

Autorin: Natascha Sagorski
Titel: Don't Call It Pussy
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Umfang: 288 Seiten
Preis: 9,95 Euro

kru/news.de

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Leserkommentare (24) Jetzt Artikel kommentieren
  • loreno
  • Kommentar 24
  • 08.11.2012 11:02

Und zum Schluss, das wichtigste überhaupt! Wir sind sehr viele menschen, alle sind unterschiedlich. Wenn du versuchst einen mann zu verändern OK, bis zu einem gewissen Grad. Ansonsten such einen der zu dir passt! Das tuen WIR männer auch! Es gibt mamasöhnchen, chaoten, faultiere UND das kannst du 1zu1 auf Frauen übertragen! Männer sind noch zickiger was EX Sachen angeht als Frauen!

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  • loreno
  • Kommentar 23
  • 08.11.2012 10:54

ganz ehrlich? einfach nur unnötiges buch. Sie redet von leeren Pizzakarton und ex BHs in der ecke, stinke socken in der Männerwohnung. 1. EX Sachen liegen genauso bei Frauen irgenwo rum NUR das uns männer der BH bedeutungslos ist, frauen aber die sachen von Ihrem EX dagegen als errinnerung wichtig sind. 2. In Punkto Frauen - "Items" (schminke etc.) sind sie viel viel schlimmer als männer! 3. Wer stellt seine Feundin als Tussy bei seinen Eltern vor? Mama und Papa hier ist meine Tussy oder was? Hallo, kommst du vom Planeten Erde überhaupt? Einfach nur bullshit was die da redet

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  • Scarlotta
  • Kommentar 22
  • 27.10.2012 07:58

Als ich dies las bekam sogar mein Arsch Lachfalten.

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