Lesertelefon Experten geben Tipps für gesunden Rücken

«Ich hab' Rücken!» So klagen zwei Drittel der Deutschen zumindest gelegentlich. Wie kann man den Schmerz im Kreuz lindern, wie kann man vorbeugen? Experten geben Antworten - an unserem kostenlosen Lesertelefon.

Rückenschmerzen (Foto)
Wenn es im Rücken zwickt, ist oft Bewegungsmangel der Grund. Bild: news.de/Tromsdorff

Etwa zwei von drei Deutschen machten sie im vergangenen Jahr zu schaffen, knapp ein Viertel der Frauen und ein Sechstel der Männer kämpft dauerhaft mit ihnen: Rückenschmerzen sind die häufigste Schmerzform in unserer Bevölkerung, das belegen die Daten der vom Robert-Koch-Institut durchgeführten Studie Gesundheit in Deutschland aktuell. Experten gehen davon aus, dass in 85 Prozent der Fälle ein Zusammenspiel von Bewegungsmangel, Fehlhaltungen und seelischen Belastungen den Schmerzkreislauf in Gang setzt. Aber was kann ihn aufhalten? Das verraten Ihnen anlässlich des morgigen «Tags der Rückengesundheit» Mediziner an unserem kostenfreien Lesertelefon. Die kostenlose Hotline ist morgen unter der Nummer (0800) 5 33 22 11 von 10 bis 17 Uhr geschaltet.

Einfache Übungen : Rückenfit im Büro

Im Teufelskreis gefangen

Bei den wenigsten Rückenpatienten sind Verschleiß oder krankhafte Veränderungen Schuld an den Beschwerden. Meist machen Bewegungsmangel, Fehlhaltungen oder auch seelischer Stress die Muskulatur anfällig für schmerzhafte Verspannungen, was bei den Betroffenen unbewusst eine Fehl- oder Schonhaltung verstärkt. Die Verspannungen nehmen zu – ein Teufelskreis aus Schmerz, Verspannung und falscher Haltung beginnt.

Das kann auch Folgen für die Nerven haben: Geraten sie durch fortdauernde Muskelverhärtungen in die Klemme, werden gereizt oder geschädigt, senden sie Schmerzimpulse aus, die ins Rückenmark gelangen. «Das Fatale daran: Anhaltende Schmerzreize können die Eigenschaften von Nervenzellen im Rückenmark nachhaltig verändern», so Dr. Jörg Döhnert, Facharzt für Neurochirurgie in Leipzig. Die Zellen reagieren immer empfindlicher auf äußere Reize und leiten diese als übersteigerten Schmerzreiz ans Gehirn weiter.

Therapie mit unterschiedlichen Bausteinen

Deshalb ist bei Rückenschmerzen schnelles Handeln gefragt, das dem komplexen Schmerzgeschehen gerecht wird. An erster Stelle sollte hier immer die Abklärung der zugrunde liegenden Ursache durch den Arzt stehen. Die meisten Betroffenen müssen dann ihre Muskulatur durch Physiotherapie gezielt stärken und Alltagsgewohnheiten verändern, um Fehl- und Schonhaltungen zu überwinden. Entspannungstechniken helfen zu vermeiden, dass sich seelische Probleme körperlich niederschlagen. Unterstützend wirkt die medikamentöse Therapie, die Schmerzen lindern oder bei der Regeneration geschädigter Nerven helfen kann.

Expertenrat am Telefon: kompetent, vertraulich, kostenfrei

Wie funktionieren Entspannungstechniken genau – und wo kann ich sie erlernen? Welche Sportarten sind bei Rückenschmerzen besonders zu empfehlen? Was kann ich im fortgeschrittenen Alter für meinen Rücken tun? Können geschädigte Nerven, die Schmerzen verursachen, «repariert» werden? Wann ist eine Operation unumgänglich? Warum hat die Seele einen so großen Einfluss auf das Schmerzgeschehen? Diese und alle weiteren Fragen beantworten Ihnen ausgewiesene Experten an unserem kostenfreien Lesertelefon. Die kostenlose Hotline ist morgen unter der Nummer (0800) 5 33 22 11 von 10 bis 17 Uhr geschaltet.

Unsere Experten: Dr. med. Jörg Döhnert; Facharzt für Neurochirurgie, Praxisklinik Am Johannisplatz, Leipzig; Dr. med. Björn Bersal; Facharzt für Orthopädie, Völklingen; Dr. med. Peter Kaisser; Facharzt für Orthopädie, München; Uwe Rückert;Facharzt für Orthopädie, Oberarzt an der Rehaklinik Damp.

mik/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig