Schlafstörung Schäfchen zählen war gestern

Bei Einschlafproblemen (Foto)
Wer Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hat, sollte vorher entspannen und aufhören zu grübeln. Bild: dpa

Manchmal hören die Gedanken nicht auf zu kreisen. Ans Einschlafen ist dann nicht zu denken. Betroffene würden alles dafür geben, endlich abschalten zu können. Doch das ist gar nicht nötig. Es helfen schon ganz einfache Tricks.

Nicht schon wieder: Der Tag war anstrengend, todmüde liegt man im Bett und wartet darauf, endlich einzuschlafen. Doch die Realität sieht anders aus. Dabei lässt sich selige Nachtruhe ganz bewusst erreichen.

Bei Schlafstörungen kann es helfen, sich ein Notizbuch neben das Bett zu legen. Betroffene seien nach dem Aufschreiben der Gedanken entspannter und könnten leichter einschlafen, sagt Karrierecoach Sebastian Mauritz. «Alle Gedanken, die einem am Abend im Kopf herumkreisen, schreibt man dort hinein», sagt er. Damit signalisiere man dem Unterbewusstsein: «Die Gedanken sind nicht vergessen, sondern in dem Notizbuch gespeichert.»

Dem Experten zufolge haben Menschen abends oft Probleme einzuschlafen, weil sie von der Arbeit nicht abschalten können. So würden sie nicht entspannen, sondern im Kopfkino ihren Berufstag durchspielen. So komme der Geist nicht zur Ruhe und Betroffene fänden nicht in den Schlaf.

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Das Schlafzimmer als Rückzugsraum verstehen

Um abschalten zu können, hilft es, das Schlafzimmer ausschließlich zum Schlafen zu nutzen. «Das klingt zunächst recht simpel. Viele Menschen halten sich aber nicht daran», sagt Sebastian Mauritz. Stattdessen schauten viele Menschen im Schlafzimmer fern, äßen im Bett ihr Abendbrot oder diskutierten mit dem Partner Beziehungsprobleme aus. Die Folge sei oft, dass es ihnen schwer falle, nachts in den Schlaf zu finden.

Der Grund dafür sei, dass das Unterbewusstsein diese Situationen speichere. Deshalb sei dem Körper nicht mehr klar, dass er zur Ruhe kommen soll, wenn eine Person sich ins Bett legt. Vielmehr gerät der Betroffene vielleicht sogar in Stress, weil nun unterbewusst wieder anstrengende Streitereien mit dem Partner erwartet werden. Viel besser sei es daher, statt im Bett am Küchentisch zu essen und zu streiten und den Fernseher ins Wohnzimmer zu verbannen. Denn dann sei dem Unterbewusstsein klar, dass im Schlafzimmer am Abend geschlafen werde.

sca/kru/rzf/news.de/dpa

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