Bio-Fertigprodukte Fast-Food im Öko-Stil

Lecker, schnell und umweltverträglich schlemmen: Bio-Fertigprodukte sind ungebrochen auf dem Vormarsch. Gerade die Bandbreite bei vegetarischen und veganen Produkten wird immer vielfältiger und ausgeklügelter. Bei diesen Leckerbissen gehen Sie nicht am Regal vorbei.

 
Bio-Fertigprodukte (Foto)
Lecker, schnell und umweltverträglich schlemmen: Bio-Fertigprodukte sind ungebrochen auf dem Vormarsch. Bild: istockphoto

Egal ob bei Lebensmitteln, Kosmetik oder Kleidung - Produkte aus nachhaltigem Bioanbau finden immer mehr Abnehmer, das Geschäft wächst stetig. Weltweit wurden 2010 Biowaren im Wert von 59 Millionen US-Dollar an den umweltbewussten Abnehmer gebracht.

An dem steigenden Absatzmarkt ist die Bundesrepublik nicht ganz unschuldig: Mehr als ein Zehntel des weltweiten Umsatzes - 5,9 Milliarden Euro - wurde in Deutschland erzielt. Ökoprodukte hatten damit einen Anteil am gesamten deutschen Lebensmittelumsatz von 3,4 Prozent. Das ist drei Mal so viel wie vor zehn Jahren.

Bequem: Bei der stetigen Industrialisierung von Biolebensmitteln nimmt auch die Raffinesse von Fertigprodukten zu - vor allem die Palette vegetarischer und veganer Speisen profitiert. Man kann also mal bewusst auf Fleisch verzichten, nicht aber auf Geschmack. Und es sind Produkte, die aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen - auch bei Convenience-Produkten.

Fleischersatz: Vegetarische Schnitzel & Co.

Taifun

Wie ein Taifun zog die Beliebtheit von Tofu ins Land. Was 1985 mit einem kleinen Stand am Freiburger Wochenmarkt begann, ist nun einer der größten Produzenten und Vermarkter der gepressten Sojamilch. Das Unternehmen Taifun verwendet nur gentechnikfreie Sojabohnen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Und jetzt kommt's: Die Ware wird nicht irgendwo aus China importiert. Die Hälfte des Soja-Bedarfs stammt aus regionalem Anbau am Oberrhein. Der Rest kommt von Vertragslandwirten aus Italien, Frankreich und Österreich.

Die Produktpalette reicht vom puren Tofu bis hin zur Tofu-Terrine. Taifun gibt es in jedem gut sortierten Bio-Supermarkt, mittlerweile aber auch in zahlreichen normalen Supermärkten.

Tartex

Wer die Pfanne einmal links liegen lassen will und die kalte Küche bevorzugt, dem sei Tartex empfohlen. Das Unternehmen ist Marktführer im Bereich der vegetarischen Brotaufstriche. Egal ob Pasteten mit Champagner Trüffel oder Curry Sesam - dem Verbraucher stehen rund 20 verschiedene Cremes zur Auswahl.

Doch auch Freunde der schnellen Küche gehen nicht leer aus. Wer auf Ravioli oder Gulasch steht, aber Vegetarier ist oder einen fleischlosen Tag einlegen will, der greift auf die Dosenvielfalt des Hauses zurück. Alle Gerichte sind ausschließlich auf Basis von Pflanzeneiweiß oder Soja, Nährhefe, Weizengrieß, Getreide sowie ungehärteten pflanzlichen Fetten hergestellt. Auch Kristallzucker und Geschmacksverstärker sind außen vor.

Soto

Was spricht eigentlich dagegen, mal auf einer Party ausschließlich vegetarisches Finger Food mit Bio-Label zu kredenzen? Nichts! Denn es gibt zahlreiche Serviervorschläge. Ob Frühlingsrollen, Gemüsesticks oder Bratlinge, die Firma Soto aus dem Chiemgau bereichert jeden Kühlschrank sowie Tiefkühltruhe. Einfach in die Pfanne oder in den Backofen - und das ohne Fett.

Vitaquell

Vitaquell ist der Dinosaurier in der Produktion von gesundheitsfördernden Lebensmitteln. Im Jahr 1922 gegründet, stellt die Firma seit Jahrzehnten Reform- und Bio-Lebensmitteln für Reformhäuser und Naturkostmärkte her. Auch an der Produktpalette merkt man, dass Vitaquell der Platzhirsch ist: Ob Öle, Brotaufstriche, Essige, Pflanzenfette, Desserts oder Feinkost - der Verbraucher hat die Qual der Wahl.

Topas/Wheaty

Wem Tofu-Produkte schon zum Hals raus hängen, dem bietet das Unternehmen Topas eine schmackhafte Alternative. Die Firma bietet mit Wheaty eine Produktlinie, die auf biologischem Weizeneiweiß basiert. Dabei wurde die fernöstliche Seitan-Tradition (die Gewinnung von Weizeneiweiß) aufgegriffen - jedoch für den europäischen Gaumen optimiert. Das bedeutet: Der Fleischersatz hat einen kernigen Biss und ist herzhaft-pikant abgeschmeckt.

Und der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt: Wiener Würstchen, Thüringer Bratwurst, Leberkäse, Aufschnitt bis hin zum Pilzbraten versprechen schmackhafte Minuten am Mittagstisch. Wer wenig Zeit zum Kochen hat, der kann sich «Schnell-Mahl» für Gyros, Gulasch oder Döner für die Pfanne oder den Topf entscheiden.

Provamel

Bei so vielen Bioprodukte muss einmal ein Toast ausgesprochen werden. Am besten mit einem Schluck Sojamilch von Provamel. Dies ist einer der wenigen Unternehmen, deren Produkte seit 2010 CO2-neutral sind. Zudem stammen die Sojabohnen ausschließlich aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft - Anbau auf gerodeten Regenwaldflächen beispielsweise in Brasilien ist ausgeschlossen.

Der Vorteil an allen Produkten aus Sojamilch: Sie enthalten keine Laktose und kein tierisches Eiweiß, das Allergien auslöst. Vielmehr können sich die Konsumenten auf hochwertiges, pflanzliches Eiweiß und mehrfach ungesättigten Fettsäuren freuen.

sca/ham/kat/news.de

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