Tipps und Tricks Backen für Anfänger

Backen (Foto)
Für Obstkuchen eignet sich Hefeteig. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Der Teig geht nicht auf, der Kuchen löst sich nicht aus der Form, die Oberfläche ist zu dunkel - beim Backen kann viel schief gehen. Wie Ihnen keine Panne passiert und Sie als Hobbybäcker richtig glänzen, verrät news.de. Außerdem können Sie tolle Backformen gewinnen.

Beheizungsarten: Umluft, Pizza- und Grillstufe sowie Ober- und Unterhitze sind bei neuen Backöfen Standard. Welche Funktion sich zum Backen eignet, kommt auf den Teig an. So gelingen Biskuitböden, -platten und Muffins prächtig bei Ober- und Unterhitze. Windbeutel und Plätzchen sollten am besten bei Umluft gebacken werden. Eine weniger große Rolle spielt die Beheizungsart bei Hefe- und Rührteig.

Ofentemperatur: Der Backofen sollte immer gut vorgeheizt werden - mindestens zehn Minuten. Stellen Sie bei Umluft den Backofen um 20 Grad Celsius niedriger ein als bei Ober- und Unterhitze, da die Wärmeverteilung eine andere ist. Beispiel: Steht im Rezept «den Backofen auf 220 Grad Celsius vorheizen», ist das der Richtwert für Ober- und Unterhitze. Backen Sie dagegen mit Umluft, stellen Sie die Temperatur auf 200 Grad Celsius ein.

Backformen: Emaille, Silikon, Schwarz- oder Weißblech, beschichtet oder unbeschichtet - Backformen gibt es in unterschiedlichen Materialien. Das hat einen Einfluss darauf, wie der Teig bräunt und sich anschließend aus der Backform löst. So werden Teige in Weißblechformen schnell braun, brauchen allerdings länger, um gut durchzubacken. Ihre Kollegen aus Schwarzblech hingegen leiten die Hitze besser. Der Kuchen wird schneller durchgebacken. In Emailleformen gelingen Kuchen schön gleichmäßig, da sie eine gute Wärmeleitung haben. Je nach Teig lässt sich die Temperatur sogar um bis zu 50 Grad Celsius reduzieren.

Einfetten oder nicht: Damit sich der Kuchen nach dem Backen gut löst, sollte die Backform gut eingefettet oder mit Backpapier oder -folie ausgelegt werden. Zum Einfetten eignet sich streichfähige Margarine oder Butter, die mit einem Backpinsel gleichmäßig aufgetragen wird. Achten Sie darauf, dass der Fettfilm fest ist, so verbindet er sich nicht mit dem Teig. Öl ist zum Einfetten nicht zu empfehlen, da es am Rand runterläuft.

Nach dem Fetten können Sie die Form mehlen oder mit gemahlenen Nüssen oder Semmelbrösel ausstreuen. Durch Drehen und Klopfen verteilen Sie sie am besten und es bleibt nichts vom Kuchen am Blech haften. Alternativ legen Sie die Kuchenform mit Backpapier oder -folie (z. B. von Kaiser Backform) aus. Dann entfällt das Fetten. Verzichten kann auch, wer eine Silikonform verwendet.

Das richtige Mehl: Weizenmehl Type 405, Type 550 und Dinkelmehl Type 630 eignen sich für Biskuit-, Rühr-, Strudel- und Mürbeteig; Weizenmehl Type 1050, Dinkelmehl Type 1050, Dinkel- und Weizenvollkornmehl für Rühr-, Strudel und Mürbeteig; Roggenmehl 1150 für Strudelteig.

Teigzutaten vorbereiten: Wiegen Sie möglichst alle Zutaten genau ab und stellen Sie sie griffbereit. So können Sie anschließend alles zügig zu einem Teig verarbeiten. Mehl, Backpulver und Stärke gilt es zu sieben, so wird alles gut durchmischt. Achten Sie darauf, dass Eier, Butter oder Margarine Zimmertemperatur haben. Wenn im Rezept nicht anders angegeben, sind Eier der Größe M zu verwenden. Denn: Zu kleine oder große Eier können einen ungünstigen Einfluss auf die Konsistenz des Teiges haben. Möchten Sie statt Zitronat lieber einige frische Spritzer Zitronensaft verwenden, hier ein Tipp: Stechen Sie mit einer Gabel in eine ganze Zitrone und pressen Sie anschließend einige Tropfen heraus.

Beim Backen: Stellen Sie die Form mit dem Teig immer auf den Rost, nicht aufs Blech und auch nicht auf den Boden. Als grobe Faustregel gilt: Kuchen, die hoch aufgehen, gehören auf die unterste Schiene, flache Exemplare in die Mitte des Backofens. Behalten Sie den Kuchen im Auge, denn die Zeitangaben sind immer nur Richtwerte, da jeder Ofen anders heizt. Sollte der Kuchen an der Oberfläche vor Ende der Backzeit braun werden, dann decken Sie ihn mit Alufolie ab. Um herauszufinden, ob der Kuchen fertig ist, nehmen Sie ein Holzstäbchen und stechen in die Mitte des Kuchens. Bleiben feuchte Teigreste daran kleben, braucht er noch etwas Zeit zum Backen.

Nach dem Backen: Gönnen Sie dem Kuchen etwas Ruhe - außer Biskuit. Lassen Sie ihn dafür drei bis zehn Minuten in der Form auskühlen, lösen Sie ihn heraus und stellen Sie ihn auf ein Kuchengitter. Danach empfiehlt sich, die Form sofort zu säubern, da frische Kuchenreste einfacher zu lösen sind. Backformen gehören nicht in die Spülmaschine. Reinigen Sie sie mit einem Lappen, warmem Wasser und etwas Spülmittel. Stahlwolle und Scheuermittel sind tabu.

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sca/ham/news.de

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