So., 27.05.12

Aquabouncing 28.01.2012 Trampolin für Wasserratten

Aquabouncing (Foto)
Besonders effektives Training: Beim Aquabouncing trifft Aquafitness auf Trampolinspringen. Bild: Eurotramp

Von Ilka Kreutzträger

Laufen, Hüpfen, Grätschsprung - und das unter Wasser. Das hört sich einfach an, ist aber sportliche Schwerstarbeit: der neue Trendsport Aquabouncing. Die Kombination aus Aquafitness und Trampolinspringen erobert derzeit Schwimmbecken und Fitnessstudios.

Wer Lust auf eine neue Herausforderung im Wasser hat, findet sie neuerdings in vielen Schwimmbädern: Aquabouncing. Das Trampolinspringen im Wasser kann in den dunklen Wintermonaten eine gute Alternative zu Sport im Freien sein.

«Aquabouncing ist ein sehr intensives Ausdauer- und Koordinationstraining für den ganzen Körper», sagt die Hamburger Fitnesstrainerin Carola Schlichting, die seit zwei Jahren Aquabouncing-Kurse leitet. Das Springen unter Wasser verbinde optimal die Vorteile der gelenkschonenden Wassergymnastik mit denen des Trampolinspringens. «Das ist nämlich schon an Land für den Muskel- und Konditionsaufbau deutlich intensiver als zum Beispiel reines Lauftraining», sagt Schlichting.

Training für Balance und einen starken Rücken

«Das Training auf einem Unterwassertrampolin eignet sich vor allem für absolute Wasser-Freaks», meint sie. Denn beim Aquabouncing stehen die Sportler hüfttief im Wasser und springen auf einem wasser- und chlorbeständigen Trampolin auf und ab. Eine Trainingseinheit dauert in der Regel 45 Minuten. Mit speziellen Übungen werde nicht nur die Kondition, sondern auch der Gleichgewichtssinn, die Koordination und die gesamte Motorik verbessert. Außerdem bringe das intensive Training das Herz-Kreislauf-System in Schwung und helfe beim Abnehmen.

«Eine Trainingseinheit kann schon sehr anstrengend werden», sagt Schlichting. «Aber das Springen auf der unebenen Fläche trainiert auch sehr gut das Körpergefühl, weil ständig neu ausbalanciert und koordiniert werden muss.» Durch dieses Ausbalancieren halte man während des gesamten Trainings die Wirbelsäule aufrecht und trainiere so die Rückenmuskulatur. Auch Rumpf- und Bauchmuskulatur würden beansprucht - ein echtes Ganzkörpertraining also.

Sport im Wasser schont die Gelenke

«Alle Sportarten, die im Wasser betrieben werden, sind gelenkschonend», so Schlichting. Denn im Wasser müsse der Mensch nur ein Zehntel seines Körpergewichts tragen. «Es ist daher immer gesund, im Wasser zu trainieren.» Wer sich für Aquabouncing entscheidet, sollte körperlich fit sein und am besten schon einmal einen Wassergymnastikkurs besucht haben, rät die Fitnesstrainerin.

Viele Übungen auf dem Trampolin kommen aus dem Bereich der Aquafitness: Lauftechniken wie der Kniehebelauf, unterschiedliche Sprungübungen wie Scheren- oder Grätschsprung, Tempowechsel und Übungen, bei denen Arme und Beine koordiniert werden müssen. «Wer die Übungen schon kennt, dem fällt es auf dem Trampolin leichter, mitzuhalten», sagt Schlichting. So komme der Spaß nicht zu kurz, denn der stehe beim Aquabouncing an erster Stelle.

kat/sca/ham/news.de/dapd
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