So., 27.05.12

Masern 14.01.2012 Ärzte warnen vor Infektionspartys

Masernpartys (Foto)
Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer Zunahme der Masernerkrankungen. Bild: dpa

Die Zahl der Maserninfektionen hat wieder massiv zugenommen. Impfungen könnten die Krankheit bekämpfen. Impfgegner bevorzugen hingegen eine natürliche Infektion auf Masernpartys. Experten warnen vor dieser Methode der Immunisierung.

Es passiert beim Sprechen, Husten oder Niesen: Per Tröpfchen werden Masernviren übertragen. Dann dauert es gewöhnlich 10 bis 14 Tage, bis die Krankheit ausbricht. Erste Anzeichen wirken oft harmlos: Schnupfen, Husten, Fieber oder eine Bindehautentzündung. Doch nach einigen Tagen, entsteht der typische Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen Flecken und weißen Flecken auf der Mundschleimhaut. Spätestens jetzt wird klar - der Patient hat Masern.

Besonders häufig betroffen sind laut der Statistik Erwachsene über 20 und Kinder unter 5 Jahren. Bei sogenannten Masernpartys möchten manche Impfgegner ihre gesunden Kinder «kontrolliert» bei kranken Kindern infizieren und danach eine lebenslange Immunität sichern. Sie bezeichnen die Masern in Internetforen als «harmlose Kinderkrankheit» und sehen in einer «natürlich herbeigeführten Infektion» Vorteile gegenüber der Impfung. Ärzte halten eine Masernerkrankung hingegen für riskanter als die Masernimpfung. In manchen Ländern werden Masernpartys gar als Körperverletzung verfolgt.

«Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass eine Mutter ihrem Kind freiwillig die Masern wünscht», sagt Kinderärztin Katja Schneider aus Bonn. «Masern sind eine äußerst schwerwiegende Erkrankung, können unwiderrufliche Schäden hervorrufen und in Einzelfällen sogar tödlich verlaufen.» Zu den häufigsten Komplikationen zählen Mittelohr- und Lungenentzündungen.

Im Zweifel vom Kinderarzt beraten lassen

Mediziner warnen vor der akuten postinfektiösen Gehirnentzündung (Enzephalitis), zu der es nach Beobachtungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in etwa 0,1 Prozent der Fälle kommt. Sie tritt etwa vier bis sieben Tage nach dem Ausschlag mit Kopfschmerzen, Fieber und Bewusstseinsstörungen bis zum Koma auf. Bei etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen endet die Gehirnentzündung tödlich. Sie kommt in immerhin einem von 1000 bis 5000 Fällen vor.

Eine zwar seltene, aber meist tödliche Spätfolge von Masern ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis, die bislang in einem von 10.000 bis 100.000 Fällen beobachtet wurde und das ganze Zentralnervensystem in Mitleidenschaft zieht.

Das Risiko von gefährlichen Nebenwirkungen einer Impfung hält Schneider im Vergleich zu den Risiken einer Erkrankung für vergleichsweise gering. «Eine Masernimpfung ist dringend zu empfehlen», rät die Kinderärztin, selbst Mutter von drei Kindern. Es gebe nur ganz wenige Ausnahmen, in denen Zurückhaltung angebracht sein könnte. In Zweifelsfällen sollten Eltern sich stets vom behandelnden Kinderarzt beraten lassen.

«Nicht grundsätzlich als Impfgegner» sehen sich Vertreter alternativer Medizin und Behandlungsmethoden. Christoph Trapp, Sprecher des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) in Berlin, betont jedoch, dass die Entscheidung von Fall zu Fall von einem homöopathischen Arzt getroffen werden sollte. Schutzimpfungen können laut DZVhÄ «bis zu einem gewissen Grad Infektionskrankheiten verhindern und auch die Möglichkeit der Ansteckung für Ungeimpfte verringern».

Unter bestimmten, wenn auch seltenen Umständen könnten sie schwerwiegende Reaktionen mit vorübergehenden oder bleibenden Schäden hervorrufen, betont der Verein Ärzte für individuelle Impfentscheidung in einer Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über eine Impfpflicht. Kritisiert wird, dass insbesondere Eltern sich einer zunehmenden Anzahl von empfohlenen Impfungen gegenüber sähen und von professioneller sowie von offizieller Seite in der Regel nicht ergebnisoffen informiert würden. «Führt eine differenzierte Auseinandersetzung einzelner Eltern zu einer Ablehnung von bestimmten Impfungen für ihr Kind, so kommt es vor, dass die beteiligten Ärzte eine weitere Behandlung generell ablehnen», heißt auf der Internetseite des Vereins.

Robert-Koch-Institut bemängelt ungenügende Impfquote

Im Gegensatz zu Ländern mit sehr hohen Impfraten und entsprechend niedriger Todesrate wie Finnland, Schweden und den Niederlanden gehört nach Angaben des RKI Deutschland ebenso wie Frankreich, Italien, Österreich oder die Schweiz zu den Ländern mit noch ungenügenden Masernimpfquoten. In Deutschland wurden 2009 nach RKI-Angaben 571 Masernerkrankungen gemeldet, 2010 waren es 780 und 2011 bis kurz vor Jahresende 1602 Fälle. Die meisten Erkrankungen gab es in diesem Jahr in Baden-Württemberg und Bayern. Für Kinderärztin Katja Schneider steht fest: «Nur ein konsequentes Impfprogramm wie in den USA, wo die Masern als so gut wie besiegt gelten, kann derartige regionale Ausbrüche der Krankheit verhindern helfen.»

wie/ham/news.de/dpa
Leserkommentare (5) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Autumnus
  • Kommentar 5
  • 24.02.2012 19:21
 

Da kann man ja auch direkt ins Krankenhaus gehen, was seinen Namen zurecht verdient, und sich dort mit EHEC abhärten, oder "impfen" lassen. Anstatt die bemitleidenswerten Züchter von Gurken und Sprossen zu verdächtigen, wäre man in jedem Krankenhaus bestens fündig geworden. Folge davon; wäre mal ein gründliches Reinigen dieser Keim- Brutstätten gewesen. Mein Großvater, der mit über 80 Jahren eine Bruchoperation bekam, starb im Krankmachehaus an einen Hospitalismus, wie man die Infektion in Wirklichkeit nennt.

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  • herby
  • Kommentar 4
  • 04.02.2012 21:46
 

die Ärzte sind doch das kleinste Glied des todes, die Pharma Sponsort doch schon alle an der UNI, lasst euch nicht verdummen hier gehts nur um Geld, genau wie bei Krebs Behandlungen alles Nur Geld : http://www.wahrheiten.org/blog/krebsluege/

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  • August
  • Kommentar 3
  • 15.01.2012 13:01
 

Unser Sohn,16 wurde nie geimpft & ich kenne kein gesünderes Kind, er "durfte" alle Kinderkrankheiten erleben & zu guten Entwicklungsschüben umwandeln.Wegen zierlichkeit,1 Jahr später eingeschult, war er in sieben Schuljahren nur 2 X krank,mit Sachen, die mit jeweils 2 Tagen Bettruhe "ausgeschwitzt" waren. Wir können den voherigen Kommentaren nur vollkommen zustimmen & allen Gegnern des Impfwahns das Buch ISBN 978-3-932576-72-0 empfehlen; dann wisst Ihr bescheid, was auf dieser,unserer pharmaziebeherrschten Welt läuft. Mehr als ekelhaft sind die Angstmachegeschichten am Beginn dieses Artikels.

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  • hagal
  • Kommentar 2
  • 14.01.2012 19:36
 

Daß ausgerechnet das Robert-Koch-Institut,welches sich schon durch die dubiose Schweinegrippe-Hysterie nicht mit Ruhm bekleckert hat(speziell Prof. Hacker hatte sich damals durch besonders maßlose und pharmafreundliche Übertreibung völlig unwissenschaftlich aus dem Fenster gelehnt),jetzt wieder die Pharmaindustrie-Posaune bläst spricht auf jeden Fall dafür,daß die Impffreaks uns mächtig was vorlügen!Es ist halt ein Problem,daß alle vorgeblich unabhängigen "wissenschaftlichen Institute" am Geldtropf der Pharmaindustrie hängen und von daher nach der Pfeife ihres Herrn tanzen!Impft Euch selbst!

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  • hans
  • Kommentar 1
  • 14.01.2012 17:07
 

Die Eltern, die ihr Kind auf welche Art auch immer behandeln, haben zumeist die Gesundheit ihres Kindes als Ziel. Die dubiosen Pharmakologischen Konzerne und Ärztevereinigungen, die den Leuten ständig irgendwelche Impfungen aufschwatzen, haben dabei eher ein Umsatz- und Profitziel. Fragt sich, was hier angebrachter ist.

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Riskanter Weg zur Immunität: Ärzte warnen vor Masernpartys » Gesundheit » Nachrichten

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