Neun Tipps fürs Fest Schlemmen und trotzdem schlank

Weihnachtsmenü (Foto)
An den Festtagen sollte nicht ungehemmt geschlemmt werden. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Weihnachten ist das Fest der kulinarischen Verlockungen - und der Kalorienbomben. Doch konsequenter Verzicht auf die Leckereien muss nicht sein. News.de hat Tipps, wie Ihnen die Tage im Schlaraffenland nicht auf die Hüften schlagen.

An Weihnachten platzt die Festtagstafel aus allen Nähten. Von früh bis in die späten Abenstunden wird aufgetischt, was das Herz begehrt. Festtagsgans und -braten, aromatischer Stollen und Plätzchen, himmlische Desserts und Glühwein verwöhnen den Gaumen und lassen das Kalorienkonto anwachsen.

Doch es gibt Tricks, wie Sie den Kaloriensturm, der sich zusammenbraut, gut überstehen. Clever und maßvoll genießen, heißt die Devise. Und so gelingt's:

1. Greifen Sie zu fett- und zuckerärmeren Alternativen: Statt der fetten Weihnachtsgans kommt ein Festtagsbraten, Karpfen oder Hähnchen auf den Tisch. Naschen Sie lieber Nüsse pur statt gebrannter Mandeln. Eine gute Alternative zu Schokosoufflee und Stollen sind Bratäpfel mit Rosinen. Schauen Sie außerdem auf die Zutatenliste von Süßigkeiten. So schlagen 100 Gramm Butterspekulatius mit bis zu 570 Kilokalorien zu Buche. Das entspricht einer Portion Ratatouille mit Schafskäse und einer Portion Gartensalat zusammen. Marzipankugeln liefern etwa 450 Kilokalorien je 100 Gramm. In der gleichen Menge Lebkuchen und Marzipanbrot stecken in etwa genau so viele Kalorien. Wie wäre es statt Vollmilch- mit Bitterschokolade? Die ist nicht nur fettärmer sondern auch gesünder. Unter anderem steigert sie die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, hilft, Stress abzubauen und senkt den Appetit.

Weihnachtsküche
Genussvoll schlemmen zum Fest
Weihnachtlicher Genuss (Foto) Zur Fotostrecke

2. Zutaten ersetzen: Beim Zubereiten köstlicher Weihnachtsleckereien wie Soßen, Plätzchen und Kuchen können Sie selbst Hand anlegen und Kalorien sparen. Setzen Sie auf Alternativen. Verwenden Sie etwa Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup als Zuckerersatz. Eier können Sie durch Sojamehl tauschenPro Ei 1 gestrichenen El Sojamehl mit 40 Milliliter Wasser vermischen. , Sahne durch Sojasahne oder pflanzlichen Sahneersatz. Nicht unbedingt kalorienärmer dafür aber gesünder: Verwenden Sie beim Kochen und Backen gutes Pflanzenöl statt Butter. Achten Sie aber auf den Eigengeschmack einiger Öle. Sehr intensiv schmecken etwa Rapskern- und Olivenöl. Geschmacksneutral ist Sonnenblumenöl.

3. Viel Gemüse sorgt für Sättigung: Servieren Sie reichlich Gemüse zum Hauptgang. Die enthaltenen Ballaststoffe machen satt und liefern obendrein gesunde Nährstoffe. Wenn Sie außerdem als ersten Gang einen frischen Salat auftischen, schafft das bereits eine Sättigung. Das vermeidet haltlose Völlerei beim Hauptgang und Nachtisch.

4. Richtig Würzen: Was wäre Weihnachten ohne die typischen Gewürze? Nur halb so lecker und - das beste daran - nur halb so bekömmlich. Setzen Sie auf Zimt, Nelken, Piment und Koriander - fette Speisen schlagen Ihnen dann nicht so sehr auf den Magen. Außerdem: Wenn Sie die Gewürze optimal verwenden, können Sie Fett und Zucker sparen.

Weihnachtsleckereien
Köstliche Dickmacher
Christstollen (Foto) Zur Fotostrecke

5. Langsam genießen: Wer zu schnell hinunterschlingt, isst am Ende mehr, als er muss. Der Grund: Erst nach 20 Minuten registriert das Gehirn ein Sättigungsgefühl. Die erste Sättigungsphase beginnt bereits im Mund. Wer zu schnell isst, überspringt diese.

6. Wenig Alkohol: Natürlich ist ein guter, vollmundiger Rotwein zum Festtagsbraten für Gourmets ein Muss. Allerdings stecken 200 Kilokalorien in einem Glas. Drei Gläser davon liefern also genauso viele Kalorien wie ein Hauptgericht. Wer dennoch seinen Wein mit Genuss und ohne Reue genießen möchte, hält sich an folgende Tipps: Wählen Sie kleinere Gläser und schenken Sie diese nicht voll. Trinken Sie außerdem zwischendurch immer ein Glas Wasser. Das gleicht den Mineral- und Flüssigkeitshaushalt aus. Zudem können Sie - um weitere Kalorien zu sparen - ihren DigistivVerdauungsschnaps durch einen Espresso ersetzen. Das Koffein regt den Kreislauf und den Stoffwechsel an und pusht somit die Fettverbrennung.

7. Zwischendurch Obst naschen: Das, was an Weihnachten vor allem auf die Hüfte schlägt, sind die vielen Süßigkeiten, die auf dem Gabenteller frohlocken und zum ungehemmten Naschen animieren. Tricksen Sie, indem Sie Clementinen, Trockenobst und Orangen auf die Teller packen.

8. In Maßen genießen ohne Verbote: Ganz auf den traditionellen Stollen und Butterspekulatius verzichten soll keiner. Kleine Sünden sind erlaubt. Ein auferlegter Verzicht führt dazu, dass der Gedanke daran umso stärker und Heißhunger darauf ausgelöst wird. Wer also gerne nascht, sollte das in Maßen tun.

9. Viel Bewegung: Wer sich nicht zurückhalten konnte beim großen Festessen, der sollte mit viel Bewegung ausgleichen. Ein langer Spaziergang im Winterschnee ist nicht nur schön, sondern führt auch dazu, dass sich die Kalorien gar nicht erst auf der Hüfte festsetzen. Eine Frau verbrennt etwa 37 Kilokalorien in neun Minuten. Noch besser ist Skilanglauf. In einer halben Stunden verbrennt sie 220 Kilokalorien, ein Mann braucht dafür nur 25 Minuten.

Zu guter Letzt: An zwei, drei Tagen mal über die Stränge zu schlagen, heißt nicht zwangsläufig zuzunehmen. Wichtig ist nicht der Tagesumsatz an Kalorien sondern die Wochenbilanz. Wenn diese ausgeglichen ist, sollten Sie sich um eine eventuelle Gewichtszunahme keine all zu großen Sorgen machen.

Raffinierte Rezepte fürs Weihnachtsfest finden Sie in unserer Bilderstrecke.

sgo/som/news.de

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig