Goldgelber Wundersaft So gesund ist Honig

Honig (Foto)
Honig schmeckt und ist gesund: Er lindert Reizhusten, hilft bei Brandwunden und bekämpft schädliche Magenbakterien. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Langsam bahnt er sich seinen Weg aufs Brötchen: leckerer, cremiger Honig. Der süße Saft schmeichelt nicht nur dem Gaumen, er macht entzündete Rachen auch schnell wieder gesund. Was der Bienennektar gesundheitlich noch zu bieten hat, verrät news.de.

Bienen sind die wohl wichtigsten Verbündeten der Menschen. Sie bestäuben Blüten, aus denen Obst und Gemüse entsteht, und sorgen so dafür, dass wir satt werden. Darüber hinaus liefern sie einen ganz besonderen Nektar - den Honig. Er dient den Bienen selbst als Nahrung und wird von den emsigen Wald- und Wiesenbewohnern aus Nektar und anderen Pflanzensäften gesammelt. Um den Honig zu schützen und zu konservieren, versehen die Bienen ihn mit körpereigenen Stoffen. Sie halten den goldgelben Saft nicht nur keimfrei, sondern sind auch dem Menschen von großem gesundheitlichen Wert.

Im Honig steckt ganz viel Zucker - in erster Linie Glukose und Fruktose. Etwa zu 20 Prozent besteht er aus Wasser. Daneben finden sich in Kleinstmengen Mineralstoffe wie Phosphor, Magnesium, Kalium und Kalzium in dem Bienensaft. Das Gesunde am Honig ist das Zusammenspiel dieser Inhaltsstoffe und der Enzyme. Hervorzuheben ist insbesondere seine antibakterielle Wirkung - Honig tötet Keime. Ein ganz besonderer Wirkstoff treibt das Ganze noch auf die Spitze: Glukoseoxydase. Dieses Enzym führen die Bienen dem Honig zu. Es wird zu Wasserstoffperoxidstarkes Oxidationsmittel umgewandelt, das für seine desinfizierende Wirkung bekannt ist.

Heilmittel
Honig gegen Volksleiden
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Besser als Antibiotika

Forscher haben herausgefunden, dass Honig besser wirkt als Antibiotika - speziell bei Sinusitis, einer Nasennebenhöhlenentzündung. In einer Studie konnten kanadische Wissenschaftler nachweisen, dass der goldgelbe Saft mehr Bakterien zu Leibe rückt, als die zum Vergleich eingesetzten Medikamente. Honig besitzt den Vorteil, dass Bakterien - anders als bei Antibiotika - gegen ihn keine Resistenzen entwickeln können. Vor allem der neuseeländische Manuka-Honig hat eine nachweislich starke antibakterielle Wirkung. Hier ist vor allem der Wirkstoff Methylglyoxal unmittelbar für die Wirkung verantwortlich. Zudem ist Honig ein gutes Mittel gegen Helicobacter pyloriStäbchenbakterium, das den menschlichen Magen besiedelt und zu verschiedenen Magenerkrankungen führen kann. . Studien bestätigen seine antibiotische Wirkung auf den berüchtigten Mitauslöser des Magengeschwürs.

Wer unter quälendem Hustenreiz leidet, sollte ebenfalls auf Honig als Heilmittel setzten. Der Bienennektar lindert die Beschwerden sogar schneller, als Medikamente mit dem Wirkstoff DextromethorphanHustenblocker . Forscher vom Peen State College of Medicine machten den Test: Sie verabreichten 105 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 2 und 18 Jahren Honig oder das Hustenmittel. Die Kinder, die Honig einnahmen, hatten weniger Hustenattacken und schliefen nachts besser, als die Kinder, die das Medikament bekamen.

Viele Mikroorganismen mögen Honig also nicht. Das gilt auch für jene, die Wundinfektionen anfeuern. Honigauflagen sind daher ein probates Mittel bei Hautverletzungungen wie Brand- oder Schürfwunden. Denn: Der Bienennektar begünstigt ein gutes Wundmilieu und wirkt obendrein abschwellend. Das beweist unter anderem eine indische Studie. Die Forscher testeten das Heilmittel an Brandwunden und verglichen mit dem Medikament Silbersulfadiazin. Das Ergebnis: Honigauflagen führten zu einem schnelleren Wundschluss.

Weitere klinische Studien bestätigen diesen Effekt. Zudem ist eine Behandlung mit dem Bienennektar anwenderfreundlich und weniger schmerzhaft. Auf die Idee kommen, selbst mit Honig zu behandeln, sollte allerdings niemand. Ärzte verwenden sterile Honigauflagen, die extra für medizinische Zwecke hergestellt wurden. Der normale Honig aus dem Glas ist dafür eher nicht geeignet.

Lesen Sie in unserer Bilderstrecke, bei welchen Wehwehchen Sie Honig einsetzen können und wie.

som/eia/news.de

Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • Antonietta
  • Kommentar 7
  • 16.12.2011 11:32

- Etliche Bienen sterben täglich, da der Imker als Feind in ihr Revier tritt - Königinnen werden meist nach zwei Jahren getötet, da ihre Legeleistung nachlässt und sie zu wenig Nachkommen produzieren - Schwärmenden Königinnen werden die Flügel verstümmelt, damit diese den Stock nicht mehr verlassen können - Unproduktive Völker werden mit Schwefel vernichtet - Honig ist das Erbrochene der Biene

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  • powercat
  • Kommentar 6
  • 23.11.2011 22:12

Im Winter schützt der Honig die Lippen vor dem Aufspringen. Schmiere mir immer die Lippen mit Honig ein. Wirkt Wunder. Besser als alle Fettstifte.

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  • Mitleser
  • Kommentar 5
  • 23.11.2011 15:11

Auch der Stern, der Spiegel und etc.pp haben das alle mit den Antibiotika schon veröffentlicht. Frage an "Na Sowas": Ist die Studie denn dadurch falsifiziert? Macht das die Wirkung des Honig obsolet? Darf man denn heute nicht mehr über Dinge berichten/lesen, außer sie sind neu? Fragen über Fragen.

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