Sa., 26.05.12

Monogamie 16.11.2011 Lieber Sex statt Treue

Liebe ist nur ein Wort (Foto)
«Unser Monogamie-Ideal verteufelt alles, was sexuell und sinnlich ist.» Diese Auffassung vertritt Psychologe Holger Lendt. Bild: dpa/ZDF/Erika Hauri

Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach, Hamburg

Unsere Vorstellung von der Treue zu einem Menschen ist veraltet, findet Holger Lendt. Der Psychologe spricht sich für polygame Beziehungen aus. Ein Gespräch über die negativen Seiten der Treue, Beziehungen und Sex mit mehreren Partnern - und der Liebe zur Liebe.

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Herr Lendt, Ihr Buch heißt Treue ist auch keine Lösung. Was ist so schlecht an der Monogamie?

Holger Lendt: Gar nichts. Sie ist eine wunderbare Lebensform. Das Buch wendet sich ja nicht gegen die Monogamie, auch wenn es über lange Strecken so aussieht. Sondern es wendet sich gegen das Dogma, das aus ihr gemacht wurde. Jedes Dogma schließt einen Teil von uns aus und das macht uns sehr unvollständig. Um es in Frage stellen zu können, müssen vor allem die Nachteile dargestellt werden. Das Liebesmodell der Monogamie scheitert regelmäßig sehr erfolgreich. Wenn man dem etablierten Paarberater Arnold Retzer glauben darf, sind 90 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen nicht monogam. Das ist ein verdammt hoher Prozentsatz. Eigentlich brauchen wir für diese Menschen ein neues Lebensmodell, weg von der Monogamie und dem alten Begriff der Treue, der nicht viel bringt.

Es ist also ein Buch für das Fremdgehen?

Lendt: Nein, denn Fremdgehen ist keine schöne Sache und wenig liebevoll dem Partner gegenüber. Wir haben das Buch gegen das Fremdgehen und für die Liebe geschrieben. Aber wir stellen uns die Frage: Warum müssen wir treu sein? Wenn man von der Wortbedeutung ausgeht und den Begriff von den Schlacken des Alltags befreit, ist Treue von der Wortherkunft her das, was eine Beziehung stark und fest macht. Das finden wir wunderbar. Unserer Meinung nach macht jedoch die Monogamie die Beziehung viel brüchiger und spröder. Unser Monogamie-Ideal verteufelt alles, was sexuell und sinnlich ist.

Fremdgehen nein, aber auch nein zur Monogamie? Das klingt nach einer Zwickmühle.

Lendt: Wir brauchen Flexibilität und Stabilität in der Liebe. Es ist nicht gleichzusetzen mit Fremdgehen, wenn sich zwei hinsetzen und besprechen: Wie wollen wir lieben? Wenn wir wirklich einen Menschen lieben, können wir monogam oder polyamor, aber immer individuell und exklusiv lieben. Die polyamoren Menschen, die ich kenne, lieben mehrfach exklusiv. So komisch sich das anhört. Wenn ich mit A zusammen bin, denke ich nicht an B oder vergleiche mit C. Das ist ein schöner Treuebegriff für uns. Mein Partner darf auch andere wollen, solange er mich weiterhin liebt. Das ist ein Gebot: «Liebe mich!» und kein Verbot: «Liebe keine anderen!»

Das hört sich an, als wäre Eifersucht schon vorprogrammiert. Wie lernt man damit umzugehen?

Lendt: Wir dürfen Eifersucht nicht als etwas Gottgegebenes und Unabwendbares hinnehmen. Eifersucht ist kein klassisches Gefühl wie Freude, Trauer oder Überraschung. Eifersucht ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Gefühle. Wenn ich den Eifersüchtigen frage, was er für den Dritten im Bunde empfindet, kann er sich wüste Folterszenarien vorstellen. Das ist Wut. Wenn jemand das Gefühl hat, mein Partner entgleitet mir, ist das Angst und Trauer. Ein Sammelsurium von grundlegenden Emotionen. Wenn ich dagegen angehen will, sollte ich Eifersucht als Lehrmeister nehmen. Was sagt mir meine Verlustangst? Warum mache ich mein Selbstwertgefühl und Wohlbefinden so stark von jemand anderem abhängig? Und wie reagiere ich darauf? Kann ich daran wachsen?

Sie sind Paarberater. Mit welchen konkreten Problemen kommen die Menschen zu Ihnen?

Lendt: Es geht neben anderem schon viel um das Thema Untreue. Der für mich traurigste Fall ist immer, wenn zwei Menschen kommen und beide auf einem heißen Stuhl sitzen, weil beide bereits fremdgegangen sind. Sie bitten dann um Einzelsitzungen. Dann sitzt man da und darf nicht darüber sprechen und logische Konsequenzen daraus ziehen. Wenn beide bereits die Regeln gebrochen haben, müssten eher die Voraussetzungen geändert werden, als es unter gleichen Voraussetzungen wieder zu versuchen. Monogamie ist wunderbar, aber sie müsste erweiterbar, flexibler sein. Die meisten wechseln lieber den Partner als ihr Modell von Partnerschaft!

Die wenigsten Menschen leben in offenen Beziehungen. Und Polyamorie wird auch durch die Darstellung in den Medien eher als Kuriosum wahrgenommen. Sind das am Ende die besseren Formen des Zusammenlebens?

Lendt: Ich wäre ein schlechter Berater, wenn ich ein Modell favorisieren würde. Ich favorisiere, dass Menschen Entscheidungsfreiheit haben und wissen, ich hab mehr als eine Option. Die anderen Liebesformen werden aber leider gar nicht als lebbare Optionen wahrgenommen. Ich nehme bei der Beratung jede Position ein und frage auch immer: Wie wäre es, wenn Sie sich jetzt trennen? Was wäre daran schlimm, was würden Sie verlieren? Die Leute sind nicht mehr romantisch, wenn sie zu mir kommen, sie sind im Verhandlungsmodus, in einer kaufmännischen Art zu denken. Das ist auch logisch, weil die Paare meist Viertel nach zwölf zu uns kommen und nicht fünf vor zwölf. Wir haben deshalb ein Buch geschrieben für morgens um neun, wenn ich aufstehen will und mich frage, was ist eigentlich Liebe und Partnerschaft? Manchmal ist der Partner nämlich tatsächlich offen für ein anderes Modell und andere Spielregeln.

In einer klassischen Beziehung erfordert es Mut, seinem Partner das auch mitzuteilen.

Lendt: Ja, wer auch nur andeutet, dass er nicht-monogame Wünsche hat, wird im üblichen Dogma schnell kriminalisiert, aber man muss weg von der Schuldfrage. Wirklich schuld an der Schuld ist vor allem die Moral selber, weil sie diese Dogmen der Monogamie entwirft. Ich führe die Paare zu dem Punkt, an dem sie sich fragen: Was wollen wir miteinander, wer können wir füreinander sein? Was ist Liebe, was will die von uns? Wie würde ich gern lieben? Das ist meist nicht wie im Film. Julia Roberts muss Richard Gere in Pretty Woman nicht nach 20 Jahren die Fußnägel aus der Badewanne duschen. Da sieht man keinen Alltag.

Sexuelle Treue spielt für Männer und Frauen unterschiedliche Rollen. Männern scheint es wichtiger zu sein.

Lendt: Das liegt schon in der Erziehung. Jungs werden auch von den aufgeklärtesten Eltern noch als starke Männer erzogen, die weniger Gefühle zeigen. Aber fragen Sie mal eine Prostituierte. Eine Mata Hari oder das Mädchen Rosemarie. Die ganzen Industriemagnaten, die im Bett plötzlich plaudern. Denn Männern löst es das Herz, wenn sie Sex haben. Sie werden emotional über den Weg der Sexualität, deswegen ist es für sie als Zugang zur Emotion so wichtig, deshalb sind sie verletzter, wenn die Frau sexuell fremdgeht.

Verändert sich die Gesellschaft denn hin zu einer freieren Liebe und Sie haben das Handbuch dafür geschrieben?

Lendt: Was wir jetzt haben, ist leider ein Trend zur Belanglosigkeit in der Liebe. Entweder gibt es die Traditionalisten, die auf Treue pochen - auch viele junge Leute. Die verstehen dann aber unter Treue serielle Monogamie. Wenn der Partner untreu wird oder ich drohe untreu zu werden, halte ich meine Weste sauber, indem ich mich trenne. Aber das ist ja nicht treu, also fest und stark. Das sind genauso Wegwerfbeziehungen, wie bei den anderen die eine Sexparty hier und eine da besuchen. Das geht in Richtung emotionaler Skorbut, da fehlt auf Dauer ein Vitamin, da fallen einem die Zähne aus, das hat keinen Biss. Mit dieser Unverbindlichkeit landen wir auch mit der Liebe in der Konsumgesellschaft. Wir benutzen uns nur. Bei diesem Trend wollen wir dazwischen gehen und halten die Idee der Verbindlichkeit bei gleichzeitiger Freiheit hoch. Ich glaube, für dieses Buch ist es schwer, uns zu lieben. Wir spucken mehr als einem in die Suppe, weil wir eine verantwortungsvolle Haltung zur Liebe propagieren, aber kein Modell für alle empfehlen - so was kann es nicht geben.

Brauchen wir dann eine gänzlich neue Auffassung von Liebe?

Lendt: Wir zeichnen ein anderes, romantischeres Bild von der Liebe, denn wenn sich immer wieder Menschen «fremdverlieben», kann die Liebe an sich ja nicht monogam-exklusiv sein und Romantik war im Kern das: Grenzen sprengen, über das Bekannte hinausgehen. Es ist durchaus möglich, dass ich zwei, drei Menschen liebe oder dass ich jemanden liebe, aber nicht begehre. Wenn wir uns unserer Sehnsucht stellen und dieser dann vorsichtig und einvernehmlich mit allen Beteiligten zusammen nachgehen, können wir mit unserer eigenen Art zu lieben wachsen. Dann ist die Liebe unsere Lehrmeisterin - das nennen wir Philophilia, die Liebe zur Liebe. Wir betrachten dann Beziehungsfragen vom Standpunkt der Liebe aus, nicht durch eine Brille normativer Moral. Dann werden oft sehr kreative Lösungen sichtbar, die unter dem Dogma der Monogamie nicht mal gedacht werden dürfen. Das Dogma ist das Problem. Deshalb: Gäbe es bei uns ein Dogma, mehr als einen Menschen lieben zu müssen, dann hätten wir wohl ein Buch über die wundervollen Möglichkeiten der Zweier-Partnerschaft geschrieben.

Holger Lendt ist Diplom Psychologe und Blog-Autor bei ElitePartner.de.

Lesetipp: Treue ist auch keine Lösung. Ein Plädoyer für mehr Freiheit in der Liebe, von Lisa Fischbach und Holger Lendt, 256 Seiten, Pendo Verlag, 16,99 Euro.

brc/sca/rzf/cvd/news.de
Leserkommentare (31) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Johann
  • Kommentar 31
  • 17.02.2012 11:24
 

Alles Unsinn und hat keine Zukunft !!!Tatsache ist dass "jeder" nimmt für sich selbst, das Rechnt untreu zu werden und zu sein, aber ... uhhhhh wenn der Partner untreu geworden ist, auch wenn der betrogene in diesem Moment evtl. überhaupt nicht mal mehr Gefühle für den Untreue hat!! Aber für die Genlabore wird viel Arbeit geben, wegen die unterschobene Kinder ...Die Treue wurde erfunden um ein Gleichgewicht zu haben, so würde es in eine katastrof enden ...

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  • marmota
  • Kommentar 30
  • 19.11.2011 09:51
 

:D :D vielen Dank! Einen schönen Abend hatte ich tatsächlich. Mit meinem pubertierenden Sohn, der heute 13 geworden ist, und mit meinem liebenden Mann. Wenn das nicht verkokst ist... Dass ich Sie umkrempeln wollte, war ein Missverständnis. Ich finde nur, dass man das, was man kommentiert erst liest und sich nicht nur auf die Überschrift bezieht. Und ja! Sie haben keine Ahnung, da ich stark davon ausgehe, dass sie keine polyamoren Freunde/Bekannten haben.

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  • Ellipirelli
  • Kommentar 29
  • 18.11.2011 23:38
 Antwort auf Kommentar 28

Aha,ich habe also keine Ahnung..Nur,weil ich Stellung zu der Thematik bezogen habe...Und Sie unterstellen MIR "Verantwortungslosigkeit",ja is klar.. Sie tun mir leid,ich gönne Ihnen Ihr verkorkstes Leben,Sie dürfen gern machen,was Sie wollen.Aber ich steh zu meiner Meinung,und das werden Sie nicht ändern.Schönen Abend noch!

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  • marmota
  • Kommentar 28
  • 18.11.2011 21:58
 Antwort auf Kommentar 26

Zu der Überschrift und entsprechenden Links habe ich mich schon geäußert. Zu Ihren Kommentaren: über etwas zu urteilen, von dem man keine Ahnung hat, DAS ist verantwortungslos. Aufmerksam lesen wäre viel sinnvoller. Ist wohl zu viel verlangt... das bisschen nachdenken... Entschuldigung.

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  • Ferdinand Kämpgen
  • Kommentar 27
  • 18.11.2011 14:57
 Antwort auf Kommentar 5

Ich bin nicht "einfach nur zu blöd"...das mal vorweg...wegen dem Scheißtyp trifft "keinerlei" Schuld - dazu gehören immer 2 - der Scheißtyp hat es ja auch gewollt und hat NICHT Nein gesagt. Der hat sehr wohl seinen Anteil an diesem Elend...da gibt es keinerlei 2 Meinungen...punktum... Meine "untreue Tomate" hat sehr wohl erkennbare REUE zu zeigen, wenn sie weiterhin mit mir zusammensein will und das will sie ja. Das ist einfach nur logisch, aber die meisten Menschen können ja leider nicht logisch denken...

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  • Ellipirelli
  • Kommentar 26
  • 18.11.2011 14:11
 Antwort auf Kommentar 24

Ich versteh nicht,warum Sie sich so künstlich aufregen.Sie sind doch in bester Gesellschaft,die Mehrzahl der Leute behauptet doch,mehr als eine Person zu "lieben",wobei der Begriff "Liebe" mittlerweil pervertiert wird,weil es mit dem Begriff nur um Sex geht."Lieben" heißt auch mal auf was verzichten können,aber das verstehen Sie nicht. Die Überschrift hier lautet "Lieber Sex statt Treue" und darauf beziehen sich meine Aussagen! @ Max:ich stimme Ihnen da voll zu!

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  • Max
  • Kommentar 25
  • 18.11.2011 12:27
 

Ein veantwortungsloses Handeln wird hier als akzeptabel dargestellt. Die Kinder sind die leid tragenden.

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  • marmota
  • Kommentar 24
  • 18.11.2011 07:55
 

Mir ist genauso unverständlich, dass Menschen nur ihre eigene Meinung akzeptieren und Andersdenkende verabscheuen. Der Buchautor sagt nichts anderes, als dass es verschiedene Modelle der Beziehungen gibt. Dass die Mehrheit die eine davon lebt, bedeutet nicht, dass man auf andere verzichten muss. Ein großer Fehler, Polyamorie in einen Topf mit Freischein für wahllosen Sex zusammen zu werfen. In erster Linie geht es um Partnerschaft, Freundschaft und Gefühle zueinander. Offenheit und Ehrlichkeit hat nichts mit Betrug und Schönreden davon zu tun.

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  • Ellipirelli
  • Kommentar 23
  • 17.11.2011 23:40
 Antwort auf Kommentar 22

Ist mir unverständlich,warum man den Gedanken des Fremdgehens so schön reden muss..? Bitteschön,soll Jeder machen ,was er will..Dann soll sich aber Keiner wundern,was für Folgen im Miteinander entstehen,und die späte Rache verwahrloster Kinder wird nicht auf sich warten lassen.. Langsam komm ich mir in dieser Welt wie eine Exotin vor,wenn ich von Treue,gegenseitiger Zuneigung und Verantwortungsgefühl schreibe.. Muß man denn heiraten,wenn man plant,untreu zu werden?! Verfallserscheinungen einer immer mehr verkommenden Gesellschaft..

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  • marmota
  • Kommentar 22
  • 17.11.2011 21:02
 

Doch! Der Meisten Leben ist nach einer Schablone zurecht geschnitten! Selbst der Gedanke, zwei Menschen zu lieben ist unmoralisch! Wäre nicht sinnvoller, sich zu fragen, warum man so denkt, warum die Gesellschaft einem vorschreibt, wie man zu leben hat. Warum hinterfragt man nicht... ach was... es ist sinnlos, gerade hier so etwas zu diskutieren. Was ich wirklich unverschämt finde, dass man so einen wichtigen Denkanstoß mit Affären- und Seitensprüngenlinks umrahmt. Das ist nicht fair. Das Thema ist mehr als ernsthaft und sollte auch so behandelt werden.

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  • Ellipirelli
  • Kommentar 21
  • 17.11.2011 20:36
 Antwort auf Kommentar 19

Es geht doch nicht darum,daß alle Menschen nach einer Schablone leben sollen,das funktioniert eh nicht.. Was mich an diesem Thema stört,das ist der Aufruf zur Verantwortungslosigkeit.Auch bei der Sexualität geht es (bei aller Beliebigkeit) nie nur um die eine Person,sondern auch um viele andere Personen,die da mit hineingezogen werden.Jemand,der Seitensprünge als "Sport" betreibt,der verletzt dabei seinen Partner und viele andere Menschen.Nicht zu vergessen,wir haben alle auch eine Seele(sonst hätten die Psychologen keine Arbeit).Wer kümmert sich um die seelischen Verletzungen?

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  • marmota
  • Kommentar 20
  • 17.11.2011 16:41
 Antwort auf Kommentar 17

übrigens, Nanny. Sollte man das Glück, zwei Menschen zu lieben und von ihnen geliebt zu werden, nicht als doppeltes Glück betrachten? :) Wenn man etwas nicht nachvollziehen kann, heißt das nicht, dass es nicht funktioniert... oder dass die Menschen, die es leben, krank sind.

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  • marmota
  • Kommentar 19
  • 17.11.2011 15:40
 

Für den Buchautoren tut es mir sehr Leid, dass sein Werk in so einem Licht gestellt wurde. Lockerer Sex statt ewiger Treue. Dabei geht es "nur" darum, dass Menschen nur das eine Modell, das sie kennen leben und als richtig empfinden. Und wenn es nach der Schablone nicht funktioniert, leiden... DAS ist traurig. Mit "wild durch die Gegend poppen", Krankheiten und Sonstigem hat seine Aussage wenig zu tun. Ein Psychologe, der seinem Patienten Fragen stellt und zum Nachdenken bringt, ist genau der richtige.

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  • Jess
  • Kommentar 18
  • 17.11.2011 14:44
 

Hat Deutschland nur noch eines im Kopf? Mei schon traurig das es für so viele Menschen nix mehr andres gibt als Sex.

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  • Nanny Tober
  • Kommentar 17
  • 17.11.2011 14:33
 

hier stimme ich Kommentar 15 von heinrich zu . Wer frei lieben will soll es tun . Die Krankheiten die daraus entstehen sprechen dann eine eigene Sprache . HIV und vieles mehr . Wenn sich zwei Menschen gefunden haben , die sich lieben und zusammen passen , sollten sie dieses als großes Glück erkennen , behüten , beschützen und sich treu sein . Alles andere bringt kein dauerhaftes Glück . Nur zerrissene Seelen . Und dann hat der Psychologe seinen Einsatz , um diese für Krank zu erklären . Wie ein Branstifter , der zum FEUER löschen kommt . herzlichst , Eure Nanny

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  • Gero Hartman
  • Kommentar 16
  • 17.11.2011 14:04
 

Lehrsatz : Die prozentuale Übereinstimmung der sexuellen Neigung ist die Leitlinie für das Zusammenleben der Partner Gero Hartman 1996 Ich wollte darüber meine seit Jahrzehnten gemachten Forschungen veröffentlichen . Man hat mich dringend davor gewarnt. OK , ich war feige und habe es nicht gemacht. Grund: Alfred Kinsey musst nach Veröffentichung seiner beiden Bücher 5 mal seinen Wohnsitz wechseln

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  • heinrich
  • Kommentar 15
  • 17.11.2011 13:30
 

Das ganze was usn hier unter dem link Gesundheit angeboten wird ist eine Sauerei. das ist keine Wissenschaft sondern eine Schande

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  • HHA
  • Kommentar 14
  • 17.11.2011 10:54
  • Ellipirelli
  • Kommentar 13
  • 16.11.2011 23:43
 Antwort auf Kommentar 12

Ein gesunder Umgang mit Sexualität und der Erhalt von Werten,wie Treue und Ehrlichkeit im Umgang miteinander hat aber wohl wenig mit "Verklemmtheit und Spießigkeit" zu tun? Wer vorhat,seinen künftigen Partner zu betrügen,der sollte m.E. erst garkeine Bindung eingehen,sondern sich wie ein Troll durch die Gegend poppen.. Mir tun nur die Kinder leid,die aus solchen "losen Steckverbindungen" hervorgehen...

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  • Peter
  • Kommentar 12
  • 16.11.2011 23:32
 

in der Mehrzahl der Zuschriften widerspiegelt sich die Spießigkeit und Verklemmtheit deutscher Kleinbürgermoral mit der Folge, daß das Geschäft mit dem Sex der zweitgrößte Industriezweig ist.

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  • Ellipirelli
  • Kommentar 11
  • 16.11.2011 23:12
 

Daran sieht man,wie heruntergekommen diese Welt mittlerweil ist(inclusive der seltsamen Redakteurin,die solche Ansichten propagiert und meine Gegenmeinung schnell gelöscht hat)! Werteverfall allerorten,was zählen da für manche Single-Popanze noch Ehe,Familie und Kinder..?

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  • mrs m
  • Kommentar 10
  • 16.11.2011 23:08
 Antwort auf Kommentar 9

passt aber voll in den jetzigen trend,alle ethischen werte zu anullieren und mit unmoral zu ersetzen,um die menschen zu schwaechen und leichter zu kontrollieren.schon aufgewacht????

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  • mrs m
  • Kommentar 9
  • 16.11.2011 23:02
 Antwort auf Kommentar 8

genau,an die famile bzw kinder hat er nicht gedacht .wie verantwortungslos!!!faselt von liebe und freiheit...moechte mal wissen,was seine kinder ihm erzaehlen werden.die werden dann ja gar nicht mehr wissen,wer ihr vater ist das ganze prinzip ist eigentlich nur haltbar,wenn man kinderlos bleibt.dann stirbt mensch aber aus?! wer mehr frauen haben will,muss auch mehr verantwortung uebernehmen,sonst bleibt es den frauen ja doch wieder uebrig, die suppe alleine auszuloeffeln .muss schon sagen,dass dieses buch ein lebendiges zeugnis ist fuer respektlosigkeit, egoismus und verantwortungslosigkeit.

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  • Ater Canis
  • Kommentar 8
  • 16.11.2011 20:38
 

In dem Buch gibt’s kein Wort über die Liebe, Familie über die Kinder. Wir Heiraten, und die liebe ist hier ein Voraussetzung. Wir Heiraten um Familie zu bilden und unsere Kinder zu erziehen und hier ist die Treue eine voraussezung für eine gesunde Familie ohne eiversucht und hass. q533m

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  • illi
  • Kommentar 7
  • 16.11.2011 20:31
 

da verstehe ich Herrn Lendt anders. Höchst erstrebenswert, eine monogame Ehe "in Liebe", höchst verwerflich, sie "in Lüge" zu führen. Ich habe Glück, mein Mann hat dieselbe Einstellung zur Treue, wie ich, seit 38 Jahren. Aber ist es nicht auch große Liebe, wenn eine Frau Stauss -Kahn trotzdem zu ihrem Mann steht? Und es soll Frauen in Polygamie geben, die sich geliebt fühlen. Beides unvorstellbar für den, der das verurteilt. Aber das ist leicht. Schwierig ist, konstruktiv zu helfen. Ich denke, Herr Lendt ist gut darin.

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  • Alex Kalk
  • Kommentar 6
  • 16.11.2011 20:20
 

Interessanter Artikel! Und auch die Kommentare sind Interessant. Mir geht es so dass ich meine Freundin liebe, aber ich empfinde in manchen Situationen auch etwas für andere Frauen. Ich möchte nicht fremdgehen, aber in der Fantasie wäre eine Romanze eine interessante Erfahrung die uns mehr Lebenserfahrung bringt. Ich merke es an mir selbst, dass man liebe für mehr als 1 Person empfinden kann. Das tut den eigenen Vorstellungen von Moral und treue weh. Wenn die Gesellschaft offener wäre, wären wir aber auch Herzloser. Ich bin dafür: Wenn beide Fremdgehen und das akzeptieren, ist es okay.

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  • lesch
  • Kommentar 5
  • 16.11.2011 19:41
 Antwort auf Kommentar 4

oooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh wein doch nicht. du bist doch einfach nur zu blöd, dass du sie zurück genommen hast!!!! also beschwer dich nicht, dass sie keine reue zeigt, wenn du dich verarschen lässt und der typ hat nicht deine frau versaut!!! sie war vorher schon versaut, wahrscheinlich hast du es aber erst einmal gemerkt und sie ist mit dir zusammen/verheiratet und nicht er, also trifft ihn keinerlei schuld!!!!!!!!!!

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  • Ferdinand Kämpgen
  • Kommentar 4
  • 16.11.2011 16:17
 

Fortsetzung: Kommentar 3: Das Ergebnis: Meine Frau kam zwar zu mir zurück - aber keinerlei Reue - von wegen "war ja ganz nett". Dieser Scheißtyp hat mir mit seiner/dieser Art zu Denken, meine Frau versaut bzw. auf einen völlig verkehrten Tripp gebracht...und ich leide jetzt darunter...wer weiss wie lange???! Glaubt dem Psychologen bloss nicht. Wenn dennoch, dann bitte gar nicht erst an's Heiraten denken...

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  • Ferdinand Kämpgen
  • Kommentar 3
  • 16.11.2011 16:04
 

Da widerspreche ich dem Psychologen aber heftigst. Von wegen "veraltet?!". Wenn man lieber so denken sollte - dann mal "Gute Nacht" - dann lieber erst gar nicht an's Heiraten denken!!! Der Werteverfall in unserer Gesellschaft nimmt immer verwerflichere Formen an... Bin selbst "Geschädigter", meine Frau hat sich mit einem "guten Freund" aus alten Zeiten eingelassen und sich von diesem Typen "vollquatschen" lassen. Das lief in diese Richtung "lieber Sex als Treue". Ich verabscheue solche Menschen... Das Ergebnis: Meine Frau kam zwar zu mir zurück - aber keinerlei Reue - von wegen "war ja ganz ne

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  • Timo Beil
  • Kommentar 2
  • 16.11.2011 15:10
 

Gute Frage "Fremdgehen nein, aber auch nein zur Monogamie? Das klingt nach einer Zwickmühle". Warum hat sich Monogamie entwickelt, wenn sie nicht dauerhaft ist? Vielleicht weil man früher jung starb. Dadurch war Monogamie noch nicht seriell. Und sie sicherte eine Verteilung der Weibchen auf die Männchen, die offenbar Vorteile für den Fortbestand der Art hatte. Nur entwickelte sich die Kultur schneller als die Evolution, weshalb wir nun vor den Problemen stehen. Einen Wertewandel zur Polyamorie, von der alle profitieren, sehe ich nicht, eher mehr Zulauf für Alphamännchen.

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  • GeneralCrunch
  • Kommentar 1
  • 16.11.2011 13:39
 

was für ein blödmann.. nur weil es bei ihm nicht funktioniert hat - seine offensichtlichen fehler lobpreist er übrigens in seinem schmierwerk als leitfaden zum glück - will er seine geisteskrankheit auf die gesellschaft abwälzen. einfach nur krank!

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Monogamie: Lieber Sex statt Treue » Gesundheit » Nachrichten

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