Endlich Vegetarier! Acht Tipps für Einsteiger

Ernährung (Foto)
Am Ball zu bleiben, fällt vegetarischen Einsteigern nicht immer leicht. Bild: iStockphoto

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Es gibt viele Gründe, vegetarisch zu leben. Ist die Entscheidung erst einmal getroffen, heißt es dranbleiben und das ist am Anfang nicht immer leicht. News.de hat Tipps, wie Sie problemlos auf fleischlos umstellen und Spaß dabei haben.

Alte Verhaltensmuster sind manchmal schwer abzulegen. Das ist beim Essen nicht anders. Wer früher gerne mal ein Steak des Geschmacks wegen gegessen hat, wird es nach einiger Zeit vielleicht vermissen. Doch das muss kein Hindernis für ein neues Veggie-Leben sein - vor allem, wenn man gute Gründe dafür hat.

Sammeln Sie Informationen!

Informieren Sie sich über eine gesunde fleischfreie Ernährung. Das ist wichtig für den Erfolg Ihres Vorhabens, denn eine Ernährungsumstellung beginnt im Kopf. Zudem nimmt das die Angst vor einer unzureichenden Nährstoffversorgung. Welche Vitamine und Mineralstoffe wichtig sind und wie Sie sie bekommen, können Sie hier nachlesen.

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Testphase

Bevor Sie komplett umstellen, sollten Sie über einen kurzen Zeitraum testen, wie Ihnen die vegetarische Kost bekommt. Vier Wochen sind dafür ausreichend. Das ist vor allem psychisch sehr wichtig, denn eine kurze Phase setzt Sie erst einmal nicht so unter Druck. Und fleischlos genießen soll schließlich auch Spaß machen.

Fleischfreie Zone

Die Versuchung ist groß, wieder in alte Ernährungsgewohnheiten zu fallen, wenn Wurst und Co. im Kühlschrank liegen. Verbannen Sie alle tierischen Lebensmittel, auf die Sie verzichten wollen oder bringen Sie sie außer Reichweite, wenn Sie mit Menschen zusammenleben, die Fleisch essen. Empfehlenswert ist außerdem, sich mit leckerem Obst, frischem Gemüse, Nüssen und anderen vegetarischen Leckereien einzudecken. Die Auswahl an Lebensmitteln sollte möglichst groß sein.

Durch Rohkost tricksen

Erhöhen Sie Ihren täglichen Rohkostanteil. Dadurch wird Ihnen der Abschied vom Fleisch leichter fallen. Denn: Die vitalstoffreiche Kost reduziert den Appetit auf Fleisch und Wurst - sogar auf Süßigkeiten, Alkohol und Nikotin.

Raffinierte Rezepte ausprobieren

Die vegetarische Küche ist sehr vielseitig. Mittlerweile gibt es viele gute Kochbücher, die Lust aufs Ausprobieren machen. Sollten Ihnen Wurst und Fleisch anfangs noch fehlen, dürfen Sie ruhig auch Alternativen auf Tofu-, Lopino- oder Seitanbasis ausprobieren. Es gibt vielerorts vegetarische Kochkurse, die zeigen, wie Sie mit diesen vegetarischen Lebensmitteln umgehen. Gut zu wissen: Viele deftige Fleischgerichte verdanken ihren Geschmack den zugesetzten Gewürzen. Sparen Sie deshalb in der vegetarischen Küche nicht daran. Ein Seitangulasch steht dem herkömmlichen Gericht dann geschmacklich in nichts nach.

Freunde & Co.

Je mehr Menschen in Ihrem Umfeld von Ihrem Vorhaben wissen, desto besser. So können Verwandte und Freunde Rücksicht auf Ihre Ernährung nehmen. Aber: Missionieren Sie nicht, geben Sie allerdings bereitwillig Auskunft, wenn Ihre Mitmenschen Interesse zeigen. Haben Sie Verständnis und zeigen Sie Toleranz, falls Ihre Lieben es nicht gleich verstehen. Sollten Sie negative Bemerkungen für Ihre Ernährung erhalten, können Sie geschickt mit einer gesunden Portion Humor kontern. In schweren Fällen hilft manchmal aber auch nur Ignoranz.

Machen Sie Notizen

Achten Sie während der Testphase auf Ihr köperliches Befinden und notieren Sie sich gegebenenfalls, was Sie gegessen haben. Eine Umstellung auf eine vegetarische Vollwertkost kann mitunter zu Verdauungsschwierigkeiten führen, wenn Sie etwa vorher wenig Vollkornprodukte gegessen haben. Das sollte aber kein Grund zum Abbruch sein. Probieren Sie lieber andere Lebensmittel, die Sie besser vertragen. Nach einiger Zeit des fleischfreien Genusses merken Sie, dass Sie sich leichter und vitaler fühlen. Hilfreich ist es auch, Ihre vegetarischen Tage auf dem Kalender anzukreuzen. Das motiviert zusätzlich.

Erfahrungen austauschen

Tauschen Sie bei Gelegenheit Ihre Erfahrungen mit Interessierten oder Gleichgesinnten aus. Berichten Sie von Positivem und auch Negativem wie Rückschlägen. Durch den Kontakt mit anderen Vegetariern holen Sie sich neue Informationen, Tipps und tauschen Rezepte aus. Das motiviert. Der Kontakt mit Gleichgesinnten tut gut und bestärkt.

Alles Gute für Ihren Veggie-Start!

eia/sis/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Antonietta
  • Kommentar 1
  • 17.11.2011 15:09

Ein Deutscher isst ungefähr 200 Gramm Fleisch pro Tag. Macht jährlich etwa 80 Kilo Fleisch pro Kopf und rund 6,5 Milliarden Kilo Fleisch für das ganze Land. Eine solche Masse an Fleisch kann man aber nur bereit stellen, wenn man die Tiere in Massen züchtet und im Akkord tötet. Diese Massentierhaltung ist nicht nur furchtbar für die Tiere, sie ist auch schlimm für unsere Umwelt, für das Klima und für die Gerechtigkeit auf der Welt. Es gibt viele gute Gründe, nie mehr Fleisch zu essen. Aber eigentlich reicht schon einer...!

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