Immunsystem Scharf macht stark

Immunabwehr (Foto)
Chilli, Ingwer, Knoblauch und Co. bringen Ihre Abwehr auf Trab. Bild: iStockphoto

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Chili, Ingwer und Co. sorgen nicht nur für reichlich Pepp im Essen, sie schützen obendrein vor Erkältungsviren und Bakterien. Wie sie das Immunsystem fit machen, verrät news.de.

Herbst und Winter können widerlich sein: Die feuchte Kälte bohrt sich durch den wärmsten Pullover, eisiger Wind bringt Nasen zum Laufen. Prima Bedingungen für Erkältungsviren, die das Immunsystem im Dauerfeuer attackieren und die warme Raumluft trocknet die Schleimhäute aus. Wer jedoch eine starke Abwehrtruppe hat, kann sich freuen. Dann haben die fiesesten Eindringlinge keine Chance und eine Erkältung ist nicht zu fürchten. Prima Unterstützung gibt's von diesen fünf Scharfmachern:

Die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol des Ingwers sollen eine besonders immunstimulierende Wirkung haben. Diese entfaltet sich am besten bei frischem Ingwer. Darüber hinaus soll die Knolle leicht antibakteriell wirken und besonders gut gegen Husten, Schnupfen und Halsentzündungen helfen. So lösen Brust- und Rückenwickel zähen Schleim in den Atemwegen und Ingwertee vertreibt Schüttelfrost. Hustenreiz wird durch Shogaol gelindert. Allerdings: Die gesunden ätherischen Öle gehen bei längerem Kochen verloren.

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Tipp: Ingwer in mit Honig gesüßtes heißes Zitronenwasser reiben, etwas ziehen lassen, abseihen und trinken.

Meerrettich ist nicht nur beißend scharf, sondern heizt auch die Immunabwehr kräftig an. Seine Inhaltsstoffe Allicin und Singrin haben eine ähnliche Wirkung wie Penicillin. Meerrettich hilft damit bei Erkältungssymptomen wie Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen. Auch vorbeugend haben seine ätherischen Öle eine positive Wirkung auf das Immunsystem. Obendrein liefert Meerrettich jede Menge Vitamin C und Flavonoide

Tipp: Täglich einen Teelöffel Meerrettich mit Honig essen - beispielsweise mit Brot.

Knoblauch vertreibt nicht nur Vampire, sondern auch Keime. Er enthält Allicin. Diese schwefelhaltige Substanz lehrt Krankheitserreger das Fürchten. Es wirkt wie ein Antibiotikum: Allicin mobilisiert die Fress- und Killerzellen, bekämpft Viren, Pilze und Bakterien und gilt damit als natürliche Waffe gegen Infektionen. Tests zeigen, dass die Substanz selbst gegen Bakterien mit mehrfach Antibiotika-Resistenzen wirkt.

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Tipp: Frischer Knoblauch ist milder als getrockneter und besser verträglich. Er enthält aber auch weniger Allicin. Je feiner Sie Knoblauch schneiden, desto mehr Aroma und damit gesundes Allicin gibt er ab.

Zwiebeln haben eine desinfizierende Wirkung und machen den Körper weniger anfällig für Erkältungen. Auch sie enthalten ätherische Öle sowie schwefel- und sulfidhaltige Substanzen wie Allicin und Ajoen, die den Körper von innen stärken. Je schärfer die Zwiebel ist, desto gesünder ist sie. Zugleich liefern Zwiebeln Vitamin C, Eisen und die Immunmineralstoffe Zink und Selen. Studien ergaben außerdem, dass der tägliche Verzehr von Zwiebeln das Krebsrisiko erheblich senkt.

Tipp: Maximal 100 Gramm Zwiebeln in den täglichen Speiseplan einbauen - am besten roh im Salat. Milder schmecken sie, wenn Sie sie fein würfeln, mit etwas Salz bestreuen, 15 bis 30 Minuten ziehen lassen und dann zum Essen geben. Beim Kochen gehen drei Viertel der gesunden Inhaltsstoffe verloren.

Chilis liefern immunstärkendes Vitamin C und Carotinoide, die entzündungshemmend wirken. Und auch der scharfe Stoff - das Capcaicin - ist erfolgreich im Kampf gegen die Krankheitserreger. Er kurbelt obendrein die Verdauungsenzyme an und hilft beim Abnehmen.

Tipp: Bereits ein halber Teelöffel Cayennepfeffer am Essen bringt den Stoffwechsel mächtig auf Touren. Aber: Würzen Sie grundsätzlich sparsam, besonders, wenn Sie für Gäste kochen, da die Geschmäcker verschieden sind.

som/brc/eia/news.de

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