Schönheits-OP Penis auf der Streckbank

Penisverlängerung (Foto)
Größer um jeden Preis: Um einen längeren Penis zu bekommen, lassen sich immer mehr Männer operieren.  Bild: istockphoto

Andreas SchloderVon news.de-Redakteur
Für Männer ist das Thema ein «Riesending»: Einer Umfrage zufolge hält jeder zweite Mann seinen Penis für zu klein. Für viele ist das unbefriedigend. Deshalb legen sie sich unters Messer. Doch eine Penisverlängerung birgt Risiken.

Wann ist ein Mann ein Mann? Während Frauen den Sex-Appeal des starken Geschlechts über einen durchtrainierten Körper und ein markantes Gesicht definieren, schaut der Mann selbst unter die Gürtellinie. Nach Angaben des Instituts für Männergesundheit an der Universität Hamburg-Eppendorf definieren sich 85 Prozent aller Männer über ihre Sexualität und ihre Penisgröße.

Demzufolge gibt es in Deutschland massenweise unzufriedene Männer: Denn jeder Zweite hält sein Gemächt für zu klein. Sie halten unter anderem die Größe von Pornodarstellern für den Maßstab, wie Frank Sommer vom Institut für Männergesundheit erklärt. Doch dem Urologen zufolge treffen die gigantischen Maße nur auf fünf Prozent aller Männer zu.

Schönheits-OPs
Deutschland unterm Messer

Aber was ist normal? In verschiedenen Studien wurden bei einem erigierten Penis Durchschnittswerte zwischen 14,5 und 15,2 Zentimeter erzielt. In einer anderen Studie lagen 90 Prozent aller Probanden zwischen 14 und 16 Zentimetern.

Wer sein Glied als zu klein empfindet, kann darunter auch psychisch leiden. Ist die Intimsphäre des Mannes gestört, wirkt sich das negativ auf das Sexualleben aus. Umso mehr Männer entscheiden sich deswegen für einen radikalen Schritt: eine Penisverlängerung.

Im vergangenen Jahr haben sich rund 1000 Männer für die Operation entschieden. «Mittlerweile liegen Penisvergrößerungen auf dem siebten Platz der schönheitschirurgischen Eingriffe bei den Männern», sagt Sven von Saldern, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie in Berlin. Die tatsächliche Zahl der Eingriffe dürfe aber viel höher sein, denn eine Operation im Ausland sei oft günstiger.

Von Saldem macht jedoch deutlich, dass der Eingriff nicht die Potenz der Patienten stärkt. «Bei den Männern ist da nur der Wunsch nach mehr Volumen.» Und die nehmen die schmerzhafte Prozedur dafür gern in Kauf.

Das Verfahren

Ziel ist es, einen Teil des Gliedes von innen nach außen zu verlagern. Das heißt: Die Reservezentimeter, die normalerweise im Bauchraum versteckt sind, werden nach vorne verlagert. So wird optisch ein größerer Penis, sowohl im nicht erigierten als auch im erigierten Zustand, ermöglicht.

Dafür setzt der Chirurg einen bis zu drei Zentimeter langen Schnitt an der Peniswurzel unter dem Schamhaar. Durch die Öffnung kommt er an die Haltebänder, die am Beckenknochen befestigt sind. Diese werden teilweise gelöst, nach vorne verlagert und wieder am Knochen befestigt. Die OP erfolgt meist ambulant. Dem Patienten wird geraten, sich eine Woche zu Hause vom Eingriff zu erholen. Je nach Wundheilung könne er frühestens acht Wochen danach wieder Geschlechtsverkehr haben.

Wie viele Zentimeter der Patient sichtbar hinzu bekommt, ist eine Lotterie. Denn der Chirurg kann nur das herausholen, was innen liegt. Und der Betroffene weiß vor der Operation nicht, wie viel Penis sich noch im Bauchraum befindet. Das schwankt von Patient zu Patient - von zwei bis zu sechs Zentimeter.

Risiken und Kosten

Durch den Eingriff kann der Penis an Stabilität verlieren. Zudem wird er unempfindlicher. Nach der Operation kann sich der Penis durch den Narbenzug wieder auf die ursprüngliche Größe verkleinern. Um das zu verhindern, wird häufig nach der Operation ein Penisstrecker verwendet.

Im Schnitt kostet eine Penisverlängerung 5000 Euro. Die Krankenkassen kommen dafür in der Regel nicht auf. Der Betroffene muss die Operation aus eigener Tasche bezahlen.

Welche Schönheitsoperationen in Deutschland gefragt sind, sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

ham/eia/news.de

Leserkommentare (8) Jetzt Artikel kommentieren
  • etaul
  • Kommentar 8
  • 19.11.2012 00:30

Die Vagina bzw der Muttermund passt sich der Penisgroesse an.Wenn es sich ploetzlich nicht mehr so anfuehlt wie vorher, hat wohl Longus Kommentar 5 schon mal hereingeschaut.

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  • Ralf
  • Kommentar 7
  • 15.10.2011 13:05

Seid zufrieden ,was die Natur Euch zu geordnet hat .Lebt da gesünder .Wer sagt denn ,daß Frauen immer auf einen großen stehen ?Macht keine Reklame mit Eurem Ding ,sonst werdet Ihr die Frauen nicht los .

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  • Ritchi
  • Kommentar 6
  • 14.10.2011 20:08

Ja, ab etwa 9 cm kann mann schon was mit einer Frau anfangen, für die meisten Frauen sind jedoch die durchschnittlichen 14,5 cm zu wenig (zumindest für die Frauen, die mehr als die Missionarsstellung kennen). Für viele Stellungen wird halt doch mehr als 17 cm benötigt und ich kenne keinen Mann, der mehr als die besagten 17 cm hat und dieses Thema für Schwachsinn (oder so ähnlich) hält (gilt auch für entsprechend beglückte Frauen). Es hilft nicht, einen kleinen Penis zu besülzen, mit mehr ist eben auch mehr möglich und drin. Mehr zum Thema http://www.med1.de/Forum/Sexualanatomie/465861/

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