Die Krankenkassen versenden in diesen Tagen die elektronische Gesundheitskarte an ihre Versicherten. News.de sagt Ihnen, was die Karte Patienten bringt, welche Daten darauf enthalten und wie sicher die Karten sind.
Nach jahrelangen Blockaden wird ein gigantisches IT-Projekt Realität: die elektronische Gesundheitskarte. Jetzt bekommen die ersten sieben Millionen Versicherten die Karte.
Welchen Nutzen hat die Karte?
«Für die Versicherten ändert sich erstmal gar nichts», sagt der zuständige Experte des Krankenkassen-Spitzenverbands, Rainer Höfer. Sie sollen die alte Krankenversichertenkarte zurückschicken oder zerstören. Künftig sollen Ärzte und Kliniken Arztbefunde oder Röntgenbilder einzelner Patienten mit der Karte als Schlüssel online von sicheren Servern herunterladen können. Diese «Vision» werde aber wohl erst in rund fünf Jahren Wirklichkeit, schränkte der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Carl-Heinz Müller, ein.
Welche Daten sind auf der Karte vermerkt?
Die Karten sollen zunächst Grunddaten wie Name, Adresse, Geburtsdatum und Geschlecht enthalten. Dazu kommen Angaben zur Krankenversicherung wie die Krankenversichertennummer und der Versichertenstatus sowie ein Foto des Versicherten. So soll Missbrauch vermieden werden.
Auf der Rückseite ist eine Europäische Krankenversicherungskarte für Arztbesuche im EU-Ausland aufgedruckt. In weiteren Ausbaustufen sollten auf Wunsch des Versicherten auch Notfalldaten - etwa über bestehende Vorerkrankungen oder Allergien - und Hinweise auf Patientenverfügungen und Organspendeerklärungen aufgenommen werden. Die ausgegebenen Karten seien mit einem Mikroprozessor-Chip ausgestattet und könnten diese Anwendungen später leisten, sagte Höfer.
Was kann die neue Karte?
«Sie ist lernfähig und intelligent», sagte die Chefin des Kassenverbands, Doris Pfeiffer. Die Ausgabe der Karte sei nötig für den angepeilten Modernisierungsschub des Gesundheitswesens. Heute werden Diagnosen und Dokumente über Therapien oft auf Papier von Arzt zu Arzt weitergegeben - oder gar nicht. Daraus folgende Doppeluntersuchungen und -medikationen sollten künftig vermieden werden, sagte Müller.
Sind die Daten auf der Karte sicher?
Die Karte ist laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sicher. Unbefugte könnten auch später nicht an die hochsensiblen Daten kommen, sagte Amtsvertreter Bernd Kowalski. Die Daten werden verschlüsselt. Nur wenn der Patient die Karte und der Arzt seinen Arztausweis in das Terminal in der Praxis schiebt, können die Daten gelesen werden.
Wieso kommt die Karte erst jetzt?
Technische und organisatorische Schwierigkeiten sowie Widerstand bei den Akteuren (Ärzte, Praxen und Kliniken) verzögerten den Start jahrelang. Die Karte soll später auch Geld sparen. Doch bisher fielen Kosten von mindestens 600 Millionen Euro für Karten, Lesegeräte und die von Ärzten, Kassen, Kliniken und Apothekern betriebene Gematik an. Mögliche weitere Kosten blieben bei der Präsentation des Starts auf Nachfrage unklar. Für die Linkspartei ist das Projekt ein «Milliardengrab». Nach jahrelanger Hängepartie hatte der Gesetzgeber Druck gemacht. Ohne Ausgabe der Karten bis Jahresende müssen die Kassen gemäß der schwarz-gelben Gesundheitsreform Strafen zahlen.
som/ham/rzf/news.de/dpa
alles sehr gut und vorschrittlich, abgesehen davon daß es viel Geld kosten wird. Leider kein Wort über die Daten BlutGruppe etc.gehört? Noch etwas und wichtiges: Krankenkassen und Gesundheitsministerium sollten sie sich gedankenmachen wie diese Umweltverschmutzer, gehirnloser RAUCHER in Kasse gebeten werden. Wir machen alles um gesundzu-bleiben und diese Ahnungslosen rauchen weiterhin und dann zahlen wir doff und duzilig um diese Leute wieder gesund zukriegen? Wann wird diese Idiodie endlich aufhören?
jetzt antwortenKommentar meldenEndlich ist sie da. Nun könnte kein theortisch keiner mehr die Karte benutzen - wie in der Vergangenheit - dem sie nicht gehört. In der Familie untereinander beispielsweise.Vorausgesetzt, man schaut auf Bild. Nun braucht man nur noch persönlich seine Daten einsehen können, dann wäre es m.E. in Ordnung. Ob eine Ausspähung unmöglicvh ist, dass lässt sich in Zukunft erst feststellen,leider. Denn jede Hürde auf diesem Sektor wurde bislang überwältigt. Es gibt offensichtlich keine 100 % Sicherheit. Das ist der Fluch des Systems.
jetzt antwortenKommentar meldenEndlich kommt sie... eine gute Idee setzt sich durch trotz der gegen alles Typen und den Betrügern unserer sozialen Einrichtungen... eine feine Sache jedenfalls für die die von "Überwachungsbehörden" nichts zu befürchten haben aber beim Arzt wechsel seine eigene Kranken-Vorgeschichte mit sich tragen... klasse
jetzt antwortenKommentar meldenWunderbare Idee. Die Karte muss natürlich auch den Überwachungsorganen und der neu einzuführenden Gesundheitspolizei zugegänglich gemacht werden. Anormalien im geistigen Bereich sind ebenfalls zu erfassen, wie Abartigkeiten jeder Art. Weiter so!
jetzt antwortenKommentar meldenWenn ich ein Kartenlesegerät (von REINERSCT) besitze, sollte ich als Patient auch zumindest einen Lesezugriff auf die neue Krankenversichertenkarte haben. Wie wird dies ermöglicht?
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