Herbstküche Fünf herbstliche Fitmacher

Kürbis (Foto)
Herbstgemüse, -obst und Pilze stecken voller gesunder Inhaltsstoffe und bringen das Immunsystem auf Trab. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Sie brauchen keine Vitaminpillen und Gesundheitstropfen, um sich fit für die kalte Jahreszeit zu machen. Der Herbst liefert jede Menge aromatische Vitaminbomben, die das Immunsystem pushen. News.de zeigt Ihnen die Stars der Saison. Leckere Rezepte gibt's dazu.

Pilze werden nicht nur aufgrund ihres einzigartigen Aromas geschätzt. Sie liefern jede Menge wichtige Nährstoffe und sind ideale Eiweißlieferanten. Auch mit B-Vitaminen glänzen die kleinen Waldbewohner. Vor allem steckt in ihnen Niacin, das der Körper zur Energiegewinnung benötigt. Steinpilze enthalten zudem reichlich Vitamin D, das wichtig ist für starke Knochen und als Schlüsselhormon des Immunsystems von sich Reden macht. Bereits 200 Gramm Steinpilze decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Darüber hinaus liefern Pfifferlinge viel Eisen - für Vegetarier besonders interessant.

Kürbis & Co.
Aromatischer Herbstgenuss

Pastinaken galten schon im Mittelalter aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Heilmittel. Die unscheinbar aussehenden Wurzeln haben es in sich: Sie liefern unter anderem Kalium, das eine zentrale Rolle im Stoffwechsel einnimmt - insbesondere bei der Energieübertragung. Pastinaken sind zudem eine gute Quelle für Folsäure, die für die Bildung der roten Blutkörperchen wichtig ist.

Unter den gesundheitsfördernden Stoffen befinden sich zudem ätherische Öle wie das Apiol. Sie wirken antimikrobiell, entzündungshemmend, fördern die Verdauung und die Nierentätigkeit. Nennenswert ist zudem der hohe Anteil an Provitamin A, das durch die Zugabe von Fett besser vom Körper verwertet wird. Als Antioxidans schützt es die Zellen vor freien Radikalenaggressive Sauerstoffverbindungen, die die Zellen angreifen und z. B. uns altern lassen und stärkt das Immunsystem.

Der Kürbis wurde bereits von den Indianern geschätzt - dank seiner sagenumwobenen Heilkräfte. Sie behandelten mit Kürbisbrei Brandwunden und Verletzungen. Und auch als Nahrung kann der Runde als Fitmacher punkten. Er enthält essentielle FettsäurenFettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, dringend benötigt und die über die Nahrung zugefügt werden müssen. , Vitamin E und Beta-Karotin (Provitamin A). Letzteres wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt und schützt vor Krebs.

In gekochter Form ist der Kürbis leicht bekömmlich. Er wirkt immunstärkend, aphrodisierend und harntreibend. Für Aufsehen sorgen auch die im Kürbis enthaltenen Phytosterole. Sie sind Gegenspieler des körpereigenen Dihydrotestosterons, das die Prostata vergrößert. Damit helfen sie bei Prostataleiden. Weiterer Pluspunkt: Die im Kürbis enthaltene Kieselsäure sorgt für schöne Haut, Nägel und bringt das Bindegewebe in Form.

Top-20-Lebensmittel
Vitaminbomben und Kraftpakete

Stangensellerie ist der heimliche Star, was die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe anbelangt. Sehr wertvoll sind seine ätherischen Senföle. Sie wirken blutdrucksenkend, entschlackend und antibakteriell - im Mund, Rachen, Magen und Darm. Außerdem bekämpfen sie Viren und Pilze. Die grünen Stangen sind deshalb bei Bronchitis, Rheuma und Gicht ein beliebtes Hausmittel. Durch seine entwässernde Eigenschaft ist das Gemüse gut für Schlankheitskuren geeignet. Sellerie wird zudem eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Verantwortlich ist ein flüchtiges Derivat des Testosterons, das Androstenon. Es soll bei Frauen die Lust auf Sex wecken.

Äpfel erweisen sich als sehr gesunde Multitalente, die das Immunsystem auf vielfältige Weise stärken. Sie haben eine besondere Wirkung auf den Darm, in dem 70 Prozent der Immunabwehr sich befindet. Ist der Verdauungstrakt dagen geschwächt, leidet die körpereigene Abwehrtruppe. Pektin ist einer der nennenswerten Inhaltsstoffe, die den Darm unterstützen, indem es dort Giftstoffe bindet. Es senkt zudem den Cholesterinspiegel, bremst Heißhunger und regt den Stoffwechsel an. Überdies hemmen Fruchtsäuren das Wachstum von Fäulnisbakterien im Darm.

Ein Powerstoff ist zudem das im Apfel enthaltene Quercetin. Seine antoxidative Wirkung hemmt Entzündungen, macht freie Radikale unschädlich und gilt somit als Krebsschutz. Forscher fanden heraus, dass ein Apfel am Tag Alzheimer vorbeugen kann. Äpfel liefern zudem Vitamin C und FlavonoideGehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und können vor Krebs schützen. . Sie wirken dadurch zusätzlich immunstärkend. Übrigens: Die meisten Vitalstoffe stecken in der Schale, weshalb sie mitverzehrt werden sollte. 

som/ham/news.de

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