Sa., 26.05.12

Gratis-Vitamine 15.09.2011 Gesunde Wildbeeren vom Wegesrand

Aronia (Foto)
Jetzt im Spätsommer gibt es viele Beeren am Wegesrand, die reichlich Vitamine liefern.  Bild: dapd

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki

Ausgedehnte Spaziergänge laden jetzt zur Schatzsuche ein. Das allseits beliebte Geocaching ist aber nicht gemeint. In der Natur gibt es richtige Juwelen: Am Wegesrand warten Vitaminbomben wie Hagebutten, Schlehen und Co. auf ihre Sammler.

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Staunend über ihre Leuchtkraft und Schönheit mag schon der ein oder andere an ihnen vorbei spaziert sein, ohne vielleicht zu ahnen, welches Potenzial in den farbenfrohen, essbaren Früchten steckt. Schlehen, Sanddorn, Holunderbeeren und Co. liefern reichlich Vitamine, sekundäre PflanzenstoffeSekundäre Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem und schützen vor Krebs. und Mineralien. Die Verstärkung von außen hilft, Krankheiten vorzubeugen und Beschwerden wie Rheuma, Gicht oder Arthrose zu lindern.

Immunstärkend

In 100 Gramm Hagebutten stecken bis zu 1250 Milligramm Vitamin C – das 25-fache von Orangen. Berberitzen liefern ähnlich viel des Immunvitamins. Sanddornbeeren haben den neunfachen Gehalt. Zum Vergleich: Der tägliche Bedarf eines Erwachsenen beträgt 100 Milligramm Vitamin C, der mit 22 Gramm Sanddornbeeren bereits gedeckt wäre. Damit bringen die Wilden die Abwehrtruppe des Körpers ganz schön auf Trab.

Krebsschutz

Erwähnenswert sind auch die gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffe. Apfelbeeren (Aronia) etwa liefern bis zu fünfmal mehr Anthocyane als Heidelbeeren. Diese Antioxidantien fangen freie Radikale ab und schützen so vor Krebs. Zudem sollen sie positiv auf das Herz-Kreislauf-System wirken und beim Abnehmen helfen, da sie den Fettstoffwechsel anregen. Für Vegetarier interessant: Apfelbeeren liefern Eisen. In Verbindung mit dem ebenfalls enthaltenen Vitamin C wird es vom Körper sehr gut verwertet.

Erfahren Sie mehr über den gesundheitlichen Nutzen in unserer Bilderstrecke. Hier finden Sie auch Rezepte zum Nachmachen.

Tipps & Tricks zum Sammeln

Die Wilden sind ab September erntereif. Doch einfach so lassen sich nur wenige von ihnen pflücken. Ihre Schatzkammer verteidigen die Sträucher und Bäume mit teils scharfen Dornen. Deshalb ist es ratsam, beim Sammeln Handschuhe und ein Messer dabei zu haben. Legen Sie die Früchte in einen luftdurchlässigen Korb und verarbeiten Sie sie noch am gleichen Tag. Vorsicht: Sammeln Sie wirklich nur solche Sorten, die Sie wirklich kennen. In der news.de-Bilderstrecke können Sie sich über das Aussehen der Wildbeeren informieren.

Wildgehölze sind für die Tierwelt von großer Bedeutung: Viele Tierarten suchen im Dickicht Unterschlupf. Daher ist es ratsam, nur so viel zu sammeln, wie Sie selbst verbrauchen und verarbeiten können. Zum Schluss: In Naturschutzgebieten ist das Sammeln verboten.

Am Ende macht sich die Mühe bezahlt - nicht nur gesundheitlich. Die Wildfrüchte sind aufgrund ihrer einzigartigen Aromen sehr vielseitig. Sie lassen sich zu Gelee, Konfitüre, Mus, Chutney und Saft verarbeiten. Einige von ihnen machen sich wunderbar als Teeaufguss oder Likör. Mehr erfahren Sie hier. 

som/sca/news.de
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