Schlaganfall Achten Sie auf diese Anzeichen

Heute erscheint das Buch der Kabarettistin Gaby Köster, das vorwiegend ihren Schlaganfall vor dreieinhalb Jahren thematisiert. Doch was passiert eigentlich bei der lebensbedrohlichen Erkrankung? Und wie erkennt man sie?

Schlaganfall (Foto)
Erleidet jemand einen Schlaganfall, ist eine schnelle medizinische Hilfe wichtig. Bild: dpa

Einen Schlaganfall zu erkennen, ist schwer - die Symptome sind zu wenig eindeutig. Sowohl für den Betroffenen, als auch dessen Umfeld. Deswegen kommt in Deutschland etwa jeder zweite Betroffene nicht rechtzeitig ins Krankenhaus, um das Blutgerinnsel im Kopf zu entfernen.

Mit drastischen Folgen: In der Bundesrepublik erleiden bis zu 250.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Nach Krebs- und Herzerkrankungen ist diese die dritthäufigste Todesursache. Etwa jeder fünfte Betroffene stirbt an den Folgen der Erkrankung - weltweit erliegt alle sechs Sekunden ein Patient einem Schlaganfall. Er ist außerdem die häufigste Ursache für Pflegefälle. Jeder dritte Überlebende bleibt dauerhaft auf Hilfe angewiesen - so wie Gaby Köster.

Wie entsteht ein Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einem plötzlichen Funktionsausfall von Teilen des Gehirns. In rund 80 Prozent aller Fälle passiert dies aufgrund einer Durchblutungsstörung - durch ein Blutgerinnsel. Dieser Blutklumpen kann sich überall im Körper bilden. Gerade bei jungen Menschen entsteht ein solches Gerinnsel im Herzen als Folge einer Herzrhythmusstörung oder eines Herzklappenfehlers. Aber auch Gerinnungsstörungen oder entzündete Gefäße können Ursachen sein. Dieser Pfropfen kann anschließend bis in die Hirngefäße fortgeschwemmt werden, in einer der engeren Arterien stecken bleiben und sie verstopfen. Die Folge: Je nachdem, wo es im Gehirn zu einer Unterversorgung kommt, sind überwiegend die Bewegungszentren betroffen. Der Patient hat Lähmungserscheinungen.

Wie erkennt man einen Schlaganfall?

Ein Schlaganfall kündigt sich häufig schon Wochen oder gar Monate im Voraus an. Kurzzeitige Sehstörungen, vorübergehende Taubheit und Verlust der Sprache zählen ebenso zu den typischen Warnsignalen wie Schwindelanfälle. Im Akutfall kann der Betroffene einfachste Sätze und Wörter nicht mehr aussprechen, geschweige denn, sich kontrolliert bewegen.

Doch wie kann ein Außenstehender den Schlaganfall erkennen? Unter anderem, indem er sein Gegenüber auffordert, zu lächeln. Ist der Mund dabei schief, deutet dies auf die Funktionsstörung hin. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Betroffenen zu bitten, die Arme hochzuhalten und anschließend die Beine nacheinander zu heben. Diese Position sollte jeweils mindestens fünf Sekunden gehalten werden. Kann er dies nicht, muss sofort ein Rettungswagen verständigt werden.

Wie muss ich mich als Ersthelfer verhalten?

Bei Schlaganfall gibt es nur eine Lösung: Sofort den Notruf 112 wählen, denn die Zeit der Hilfe ist begrenzt. Nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft gibt es ein Zeitfenster von viereinhalb Stunden, um keine Spätfolgen davon zu tragen.

Lagern Sie die Person erhöht, am besten auf dem Boden sitzend. Auf einem Stuhl ist die Gefahr zu groß, dass der Betroffene das Gleichgewicht verliert und stürzt. Wichtig ist auch, im Krankenhaus auf eine Computertomographie zu bestehen. Denn: Zwar ist in 80 Prozent aller Fälle ein verstopftes Blutgefäß die Ursache. Doch die anderen 20 Prozent sind keine Anfälle, sondern eine Hirnblutung. Da üblicherweise blutverdünnende Medikamente gegeben werden, um den Blutklumpen im Hirn wegzuspülen, wäre dies bei einer Hirnblutung lebensgefährlich.

Wichtig ist auch, dem Patienten auf keinem Fall Essen oder Trinken zu reichen. Denn durch die Lähmungen kann es zu Schluckproblemen kommen, die dazu führen, dass Nahrung ungehindert in die Lunge fließt und eine Lungenentzündung verursacht. 

rzf/news.de

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Antonietta
  • Kommentar 2
  • 25.10.2011 14:07

Generell gilt: Fleisch enthält viel tierisches Fett. Das lagert sich im Körper an und macht auf Dauer sogar krank. Denn tierisches Fett liefert Cholesterin, das die Arterien verstopft und so zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Fleisch ist sehr purinreich - es kann so zur Ablagerung von Harnsäure und zum Entstehen von Gicht führen.

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  • mike
  • Kommentar 1
  • 12.09.2011 16:47

das thema schlaganfall macht mir sehr angst, weil man fast keine sympthome als betroffener hat zwecks vorsorge

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