Schnarchen Schlaflos im Bett

Schnarcher reagieren langsamer als Angetrunkene (Foto)
Nächtliches Schnarchen nervt nicht nur den Partner, sondern reduziert auch die Reaktionsfähigkeit - zum Beispiel im Straßenverkehr. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Drei Wochen Schlaf fehlen britischen Frauen jedes Jahr - weil der Partner schnarcht. Für mehr als ein Drittel der Betroffenen gibt es deshalb nur noch eine Lösung: getrennte Schlafzimmer.

Kein Wunder das morgens nichts mehr geht, immerhin verliert jede dritte Britin 23 Tage Schlaf, weil der Partner schnarcht. Die Dailymail verweist auf eine Studie der britischen Lung Foundation, die das Schlafverhalten von 2500 Erwachsenen untersucht hat. Demnach beklagten sich 24 Prozent der Männer über die nächtliche Geräuschkulisse durch ihre Partnerin. Bei den Frauen wachten nachts 41 Prozent auf.

Um wenigsten noch etwas Schlaf zu bekommen, suchen sich 39 Prozent der Briten dann einen anderen Schlafplatz, heißt es seitens der Forscher. In 33 Prozent der Fälle führt das Schnarchen sogar zu dauerhaft getrennten Schlafzimmern.

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Auch die Deutschen schnarchen jede Nacht. Einer Forsa-Untersuchung aus dem Jahr 2009 zufolge, gaben 45 Prozent der 507 befragenten Frauen an, sich durch das Schnarchen ihres Partners nachts gestört zu fühlen. Bei den über 60-Jährigen sägen 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Leiden diese Betroffenen dann auch noch unter starker Tagesmüdigkeit, ist die Sterblichkeitsrate laut einer Studie der Universität Pennsylvania doppelt so hoch, wie bei Personen ohne diese Probleme.

Wer dank des Schnarchens zu wenig Schlaf bekommt, ist nicht nur genervt und übermüdet. Schlafmangel kann auch herzkrank machen. Wer höchstens fünf Stunden am Tag schläft, der hat ein 2,2-fach erhöhtes Krankheitsrisiko.

Auslöser des Schnarchens ist in den meisten Fällen eine Schlafapnoe - ein immer wieder auftretender, kurzzeitiger Atemstillstand während der Nachtruhe, verursacht durch eine Blockade der oberen Atemwege. Bei erwachsenen Briten mittleren Alters sind zwei Prozent der Männer und vier Prozent der Frauen von dem Krankheitsbild betroffen. Die Forscher gehen aber davon aus, dass das Problem bei einer Mehrzahl der Betroffenen noch nicht diagnostiziert wurde. Mit einer weiteren Forschungsreihe wollen Sie den Ursachen dafür auf den Grund gehen.

Warum Menschen schnarchen und was dagegen hilft, erfahren Sie in der Wehwehchen-Praxis von news.de.

sis/bok/news.de

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