Vorbildlich: Immer mehr Deutsche greifen zum Kondom. 87 Prozent aller Männer unter 45 Jahren greifen zum Verhüterli, wenn sie Sex haben, aber keine feste Beziehung. Die Nutzungsquote hat sich seit den 1980er Jahren verdreifacht.
Zum Schutz gegen Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten benutzen immer mehr Menschen in Deutschland Kondome. Im vergangenen Jahr verhüteten 87 Prozent der Männer unter 45 Jahren zu Beginn neuer Partnerschaften, wie aus der Erhebung «Aids im öffentlichen Bewusstsein» der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervorgeht. Das sei der höchste bislang gemessene Wert. Mitte der 1990er Jahre waren es 65 Prozent. Darüber hinaus gaben 86 Prozent der Menschen unter 66 Jahren mit mehreren Sexualpartnern an, Kondome zu benutzen.
Vor allem hätte sich die Anteile derer, die Kondome regelmäßig benutzen, von 23 Prozent im Jahr 1988 auf 69 Prozent 2010 verdreifacht. Der Anteil der Menschen, die immer Kondome verwendeten, vervierfachte sich demnach von 12 auf 48 Prozent. «Unsere Studie zeigt, dass es in Deutschland keine wachsende Nachlässigkeit beim Schutz vor HIV/Aids gibt», sagte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott.
Das Robert-Koch-Institut registrierte im vergangenen Jahr 2933 neu diagnostizierte HIV-Infektionen. Dies ist ein Anstieg von 48 Fällen gegenüber 2009, wie das Institut mitteilte. Für die BZgA-Erhebung hatte das ForsaDie Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH (Forsa) wurde 1984 in Köln gegründet. Sie führt jede Art von Markt-, Meinungs- und Sozialforschung durch. Alle Erhebungs- und Auswertungsarbeiten werden von Forsa selbst durchgeführt. 1991 eröffnete Forsa ein Büro in Berlin, das heute Hauptsitz ist. -Institut von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres 7001 Menschen ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Studie erhebt jedes Jahr Daten zu Wissen, Einstellungen und Schutzverhalten der Menschen in Deutschland.
sgo/beu/news.de/dapd