Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Schon wieder die Sonnencreme vergessen? Dann rächt sich die Haut nach dem Grillen, der Radtour oder dem Picknick mit Sonnenbrand. News.de zeigt, welche Hausmittel die Schmerzen am besten lindern.
Pfingsten steht vor der Tür. Millionen von Deutschen zieht es an den Feiertagen ins Freie oder in den Urlaub. Ein wichtiger Begleiter wird dabei oft vergessen: die Sonnencreme. Die meisten Menschen sind cremefaul oder tragen zu wenig auf, kritisiert Apothekerin Ursula Sellerberg, Pressesprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Sie empfiehlt die Neun-Finger-Regel, um den Körper gut zu schützen: «Wenn man aus der Tube die Creme auf den kompletten Zeigefinger aufträgt, dann ist das eine Einheit. Und davon braucht man neun für den ganzen Körper.» Wer zu dünn aufträgt, erreiche nicht den gewünschten Lichtschutzfaktor. Der Sonnenbrand ist vorprogrammiert.
Apropos Lichtschutzfaktor: Der sollte nie unter dem Faktor 20 liegen. Zudem muss die Creme mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnebaden auf der Haut sein, damit sie optimal schützt.
Kinder und Säuglinge sollten immer eingecremt werden, da sie besonders gefährdet sind. «Ihre Haut ist noch nicht so abwehrstark wie bei Menschen über 18 Jahren. Da reichen schon kleinste Mengen an Strahlung, die zu Verbrennungen führen», warnt Hautarzt Hans-G. Dauer. Der Lichtschutzfaktor der Cremes sollte auf mehr als 30 erhöht werden. Wie die Deutsche Krebshilfe auf ihrer Internetseite hinweist, sollten Kleinkinder unter einem Jahr gar nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Zudem ist bei den Kleinen, die viel am Strand oder in der Sonne spielen, eine Kopfbedeckung und schützende Kleidung unabdingbar.
Aufpassen müssen vor allem Patienten, die Medikamente einnehmen. Denn gewisse Präparate können die Haut lichtempfindlicher machen. Dazu gehören beispielsweise Antidepressiva, Antibiotika, sowie schmerzstillende sowie entzündungshemmende Präparate.
Vor dem Sonnenbaden empfiehlt sich zusätzlich ein Blick ins Internet, um die Risiken der Sonneneinstrahlung zu erkennen. Hier gibt es kostenlose UV-Checks, die über den Eigenschutz der Haut am aktuellen Standort informieren. So erfahren Sie, welchen UV-Schutz Sie benötigen. Ein solches Serviceangebot gibt es unter uv-check.de.
Wen es doch erwischt hat und die Haut glüht, sollte die betroffenen Stellen kühlen und viel trinken. «Bei so einer Verbrennung heilt die Haut sich selbst, aber das dauert ein paar Tage», erklärt Sellerberg.
In unserer Bilderstrecke erfahren Sie, welche Hausmittel den Sonnenbrand am schnellsten lindern.
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som/news.de