Sa., 26.05.12

Diabetes 07.06.2011 Erste Hilfe bei Unterzucker

Unterzucker (Foto)
Bei Unterzucker kann es zu einer lebensgefährlichen Ohnmacht kommen. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Andreas Schloder

Sie ist nicht nur lästig, sondern auch gefährlich: die Unterzuckerung bei Diabetikern. News.de erklärt, wie die Erste Hilfe aussehen muss, um eine drohende Ohnmacht zu verhindern.

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Wer Sport macht, tut seinem Körper was Gutes. Doch bei Diabetikern ist das so eine Sache. Bei der Anstrengung verbrauchen die Muskeln viel Zucker - das Risiko, in den Unterzucker zu kommen, ist deutlich erhöht.

Wie wird Unterzucker definiert?

Ab einem Blutzuckerwert unter 70 mg/dlmg/dl steht für Milligramm pro Deziliter und ist eine ältere Bezeichnung für den Blutzuckerwert oder 3,9 mmol/lmmol/l ist eine neuere Maßeinheit für den Wert des Blutzuckers und bedeutet Millimol pro Liter spricht man von Unterzucker. Darunter schüttet der Körper die Hormone Adrenalin und Glukagon aus. Diese sorgen dafür, dass in der Leber gespeicherter Zucker direkt ins Blut abgegeben wird. Die eiserne Reserve wird angezapft.

Wie zeigt sich der Mangel?

Die Symptome äußern sich bei Diabetikern ganz unterschiedlich. Am häufigsten kommt es bei zu niedrigen Blutzuckerwerten zu starkem Schwitzen, Herzklopfen und Zittern. Das sind die Folgen der Adrenalinausschüttung. Je weiter der Zuckerspiegel fällt, desto wahrscheinlicher sind weitere Beschwerden wie Nervosität, Kopfschmerzen, Verwirrtheit und Sehstörungen. Sie sind ein Indiz dafür, dass zu wenig Zucker im Gehirn ist. Bei schwerem Unterzucker, also einem Wert unter 30 mg/dl, droht eine lebensgefährliche Ohnmacht.

Die Unterzuckerung kommt meistens dann zustande, wenn der Diabetiker sich zu stark anstrengt. Das passiert beispielsweise beim Sport. Ebenso gefährlich ist es, eine Mahlzeit auszulassen oder zu wenig Kohlenhydrate aufzunehmen. Auch Alkoholkonsum oder eine zu hohe Insulindosis treiben den Zuckerspiegel nach unten.

Was hilft im Notfall?

Ganz wichtig: Sobald Verdacht auf einen Unterzucker besteht, sofort handeln. Nicht erst das Messgerät zücken, um Gewissheit zu haben. Der Körper muss unmittelbar mit bis zu 20 Gramm an Kohlenhydraten versorgt werden, die schnell ins Blut gehen. Empfehlenswert sind vor allem Flüssigzucker aus der Apotheke, bis zu drei Plättchen an Traubenzucker oder ein halbes Glas Cola. Schokolade zu essen, bringt dagegen nur wenig, da das enthaltene Fett die Zufuhr ins Blut verzögert. Um ein erneutes Abrutschen der Werte zu verhindern, sollten Diabetiker lang anhaltende Kohlenhydrate zu sich nehmen - beispielsweise eine Scheibe Vollkornbrot.

som/zij/news.de
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Jürgen
  • Kommentar 1
  • 08.08.2011 14:02
 

Diskutieren Sie mit und kommentieren Sie den Artikel Diabetes : Erste Hilfe bei Unterzucker. Hallo ich bin seit über 10 Jahre Diabetiker und spritze täglich 5-6 x Insulin mit ca. 50 Werten pro Tag, bin auch Typ-A und habe somit auch das Problem der Unterzuckerung, die mich schon über 10 x ins Koma gebracht hat und ich durch den Arzt, Notarzt, wieder zurück geholt wurde. Da ich die Vorgaben jetzt besser interpretieren kann, weiß ich auch besser damit umzugehen. Ich habe an allen relevanten Stellen, wie Küche, Wohnzimmer, Bad, Schlafzimmer, Auto überall mindestens 2 Flaschen Coca-Cola stehen.

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