Der Magen schmerzt und einem ist speiübel? Nicht hinter jedem Durchfall verbirgt sich der gefährliche Keimstamm EHEC. Doch bei blutigem Durchfall dürfen Infizierte keine Zeit verlieren und müssen zum Arzt. So gehen Sie am sichersten vor.
Angesichts der raschen Ausbreitung des gefährlichen Krankheitserregers EHEC rät die Bundesapothekerkammer, bei blutigem Durchfall sofort zum Arzt zu gehen. Das gelte besonders, wenn ein Kind, ein älterer oder ein abwehrgeschwächter Mensch erkrankt sei, sagte die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Erika Fink. «Wenn der Verdacht auf eine schwerwiegende Infektion besteht, sollte man nicht abwarten oder versuchen, sich allein zu behandeln.»
Wenn die Erkrankung von aggressiven EHEC-Darmbakterien ausgelöst wurde, besteht das Risiko eines schweren, unter Umständen sogar tödlichen Verlaufs. Denn die vom Erreger freigesetzten Giftstoffe zerstören das Blut und können zu Nierenversagen führen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie erklärt, entstehen zu Beginn aufgrund der Gefäß- und Zellschäden Mikro-Thromben in kleinsten Blutgefäßen, auch in den Nieren. Die Blutplättchen und die roten Blutkörperchen werden zerstört (Hämolyse) oder sammeln sich in kleinsten Blutgerinnseln.
Wie äußert sich eine EHEC-Erkrankung?
Neben dem genannten wässrigen Durchfall gibt es Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen, seltener Fieber. Bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten entwickele sich als schwere Verlaufsform ein Durchfall mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber. Die Infektion kann nach Angaben der Pharmazeuten auch ohne Beschwerden verlaufen und somit unerkannt bleiben.
Was tun nach der Diagnose?
Hat der Arzt den EHEC-Erreger festgestellt, wird er den Patienten voraussichtlich in die Klinik einweisen lassen. Üblicherweise sollen EHEC-Erkrankte mit starkem Durchfall viel trinken, um den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Gute Hygiene ist ein Muss, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Mit dem Bakterium infizierte Patienten sollten keine Antibiotika nehmen. Diese könnten die Situation noch verschlimmern. Dadurch können vermehrt Gifte aus den Bakterien freigesetzt werden.
Wie wird HUS behandelt?
Um die Nieren zu retten, muss infiziertes Blutplasma (der helle Bestandteil des Bluts) mit einer Art Blutwäsche beseitigt und entweder durch eine Plasmaspende oder einen entsprechenden Ersatzstoff ersetzt werden. Diese Prozedur wird drei bis fünf Mal hintereinander vorgenommen. Auch eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr und kreislaufstabilisierende Medikamente werden eingesetzt. Antibiotika dagegen werden nicht routinemäßig gegeben, da sie zur verstärkten Toxinfreisetzung führen können.
Bei einem äußerst schweren Krankheitsverlauf können die Nieren versagen. Trotz intensiver Therapie liegt die Sterblichkeit nach Angaben der Fachärzte bei etwa fünf Prozent. Außerdem besteht die Gefahr eines bleibenden Nierenschadens.
Was muss ich im Alltag beachten?
Um eine Infektion zu vermeiden, sollten die Hände gründlich und häufig mit Seife gewaschen werden. Das gelte für Kinder besonders nach einem Kontakt mit Tieren, beispielsweise im Streichelzoo oder in Bauernhöfen. Kinder sollten auch nur außerhalb der Zonen mit Tierkontakt essen oder trinken. Bei der Zubereitung von Speisen sollten strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Erhitzen tötet die Erreger ab und wird deshalb für Lebensmittel empfohlen.
sca/sis/sgo/news.de/dapd/dpa
Der Kommentar" die Menschen rotten sich selst aus" dazu stehe ich auch. Warum betrifft diese Seuche wieder überwiegend Deutschland.Schweinegrippe, Vogelgrippe,BSE und die Zunahme von Allergien. Es seh nur an vielen Kindern, wie die eine oder andere Allergie ihnen zusetzt. Warum ist das so, weil ihre Körper keine Abwehrkräfte mehr bilden können. Schmutzig machen, wie meine Kinder es getan haben, wirkt auf die Erwachsenen eklig und schon ist man mit Feuchttücher zur Stelle. Ist diese Hygiene wirklich so wichtig.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn man so alles Revue passieren läßt ,was man nicht essen soll und was schon verseucht war,da kann man nur sagen die Menschheit rottet sich selber aus durch verkehrte Handlungsweisen der Menschen .Wir werden alle gerten schlank nun .
jetzt antwortenKommentar meldenMachen wir uns doch nichts vor! Bis in 500 oder 1000 Jahren ist die Erde platt, es wird keine Bevölkerung im herkömmlichen Sinne mehr geben. Ich sah in letzter Zeit im Fernsehen eine Dokumentation über die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen Jahre. Warum heißt Grönland Grünland? Weil es vor ca. 500.000 Jahren grün war. Wir sind nur ein kleiner Partikel des Universums und dürfen nicht zu großkotzig sein, dass mit uns die Erde steht und fällt!!! Es wird immer wieder Mutationen geben, in Flora Fauna, Bakterien, Viren etc.
jetzt antwortenKommentar meldenKönnte es nicht sein, daß wir doch schon reichlich verstrahlt sind? Und nicht nur wir - sondern eben auch von Fall zu Fall mehr oder weniger auch unser Gemüse/Salat/Obst - egal ob aus D. oder anderen EU-Ländern?
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