Die gefährlichen EHEC-Darmkeime breiten sich immer weiter aus. Jetzt wurden kontaminierte Gurken aus Spanien als Ursache identifiziert. Doch der Verbraucher bleibt verunsichert: Wie soll man sich beim Einkauf im Supermarkt verhalten?
Der Erreger ist entdeckt: Salatgurken aus Spanien sind nach Untersuchungen des Hamburger Hygiene-Instituts mit dem gefährlichen EHEC-Erreger belastet. «Diese Erkenntnisse sind sofort auch als Schnellwarnung bundesweit herausgegangen», erklärt Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. An die Bevölkerung geht der Aufruf, Gurken nicht zu essen.
Betroffene Ware werde vom Markt genommen, sagte Prüfer-Storcks. «Wir ziehen alles aus dem Verkehr, was wir diesen Quellen zuordnen können.» Die Hamburger Gesundheitsbehörde geht allen denkbaren Vertriebswegen nach. Die Proben stammen vom Hamburger Großmarkt.
Bei der Lebensmittelüberwachung anschwärzen
Wer dennoch Gurken kaufen will, kann sich an der Kennzeichnung orientieren. Denn bei Gemüse muss das Herkunftsland ausgewiesen werden. Ist die Herkunft von Obst und Gemüse nicht benannt, fragen Verbraucher besser beim Händler oder bei der Marktleitung nach. «Wenn Ihr Anliegen nicht ernst genommen wird, sollten Sie sich an die Lebensmittelüberwachung wenden», rät Isabelle Mühleisen von der Verbraucherzentrale NRW.
Denn es gibt eine Pflicht zur Kennzeichnung des Ursprungslandes von frischen Lebensmitteln im Handel. Nur die Durchführung sei häufig mangelhaft. «Das ist ein großes Ärgernis», so die Ernährungsexpertin. Oft sei das Herkunftsland nicht angegeben oder der Verbraucher werde durch zwei verschiedene Herkunftsländer auf Preisschild und Kiste irritiert.
Schwieriger werde es, wenn der Verbraucher nach der Region fragen will, aus der Obst und Gemüse stammen. Denn die Kennzeichnungspflicht beschränke sich nur auf die Angabe des Ursprungslandes. «Bei deutschem Gemüse muss die Örtlichkeit nicht zusätzlich gekennzeichnet werden», sagte Martin Müller vom Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure. Bis auf Ausnahmen wie etwa beim Spargel sei der Konsument auf die Auskunft des Händlers angewiesen. Oft aber hilft die Frage nach der Herkunftsregion nicht weiter: «Das wissen die Händler in der Regel auch nicht», sagte Mühleisen.
Gemüse in Zahlen
Riesige Mengen an Gemüse werden jährlich in Deutschland verzehrt. Von April 2009 bis März 2010 waren es mehr als 7,6 Millionen Tonnen. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums waren Tomaten besonders beliebt. Aber auch Gurken und Salat kamen oft auf den Teller. Genau die, bei denen es auf besondere Vorsicht ankommt.
Gurken: Insgesamt 558.000 Tonnen Gurken davon im Durchschnitt 6,8 Kilo pro Kopf verbrauchten die Menschen in Deutschland von April 2009 bis März 2010. Im Jahr 2010 wurden laut Statistischem Bundesamt rund 500.000 Tonnen importiert. Die meisten stammten aus den Niederlanden (rund 250.000 Tonnen) und Spanien (192.000 Tonnen)
Tomaten: Über zwei Millionen Tonnen Tomaten wurden im Berichtsjahr 2009/2010 in der Bundesrepublik verbraucht. Pro Kopf waren das durchschnittlich 24,6 Kilo. Knapp ein Drittel der Tomaten sind Importware. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 681.000 Tonnen. Die meisten Tomaten stammten aus den Niederlanden (rund 375.000 Tonnen) und Spanien (etwa 145.000 Tonnen).
Kopfsalat: 218.000 Tonnen Kopfsalat wurden 2009/2010 in Deutschland verbraucht, ein Mensch verzehrt rechnerisch etwa 2,7 Kilo. Im Jahr 2009 wurden rund 108.000 Tonnen Kopfsalat nach Deutschland importiert. Mit mehr als 60.000 Tonnen stammten die meisten aus Spanien.
sca/sis/som/ivb/news.de/dpa/dapd
Also "Bio" ist da nicht die Lösung des Problems, denn auch durch BIO kann man sterben. Schließlich ist EHEC wie alle anderen Bakterien auch BIO. Das Problem liegt meines Erachtens eher an mangelnder Hygiene.
jetzt antwortenKommentar meldenImmer diese Horror-Meldungen, wenn die vorherige abschwillt. Fukushima, Gaddafi...das zerrt so geil an den Nerven, wie Achterbahn..im BILDe ? Warnung ja, Panikmachen nein. Wie kann ich eine belastete Gurke behandeln, dass sie nicht krank macht ? "Gegen mehrere Antibiotika resistent". Soll es wohl geben...Artikel reißerisch und ohne Ahnung. Was soll das ? PANIK SELLS ...auch hier.
jetzt antwortenKommentar meldenGestern Fukushima, heute EHEC. Die Lenker, wissen genau wie sie den Michel bei der Stange halten. Schönes Wochenende Dalai Lama
jetzt antwortenKommentar meldensehr gut Ihre Einstellung!! Ich habe Haus und einen Garten und mache das gleiche. Trotzdem kann ich mich von meinem Garten von ca. 200 m2 nicht trennen. Meine Frau kann mich krankheitsbedingt nicht unterstützen und trotzem besuchen wir unsere Kindern in Berlin, Paris sogar in den USA, Ein Nachbar darf alles während unserer Abwesenheit für sich behalten was er ernten muss und darüberhinaus noch ein kleines "Danke schön"! Ich mache es mit 77 Jahren gerne, von meiner Mutter (geb.1894) und viele schlechte Zeiten erlebt. gelernt und gesundheitlich geht es mir "noch" gut
jetzt antwortenKommentar meldenWir haben uns ein Haus mit einem großen Garten vor 15 Jahren gekauft und dafür auf große Urlaubsreisen verzichtet. Wir bauen fast unser ganzes Gemüse und Obst selber an. Im Frühjahr gibt es Rettich und Salat, im Sommer Gurken und Tomaten, im Herbst Chinakohl und im Winter eingekochte Essiggurken, Selleriesalat und Rote Beete. Mein Arbeitskollege fährt 3 x pro Jahr in den Urlaub und sitzt in seiner 2-Zimmer-Wohnung und jammert, dass man nichts mehr essen kann. Ich lächel ihn an und sage: "Selber schuld. Eigenheim statt Safari + Kreuzfahrt."
jetzt antwortenKommentar meldenIch wunder mich eh über nichts mehr. Gurken werden bei mit grundsätzlich geschält. Wer weiß denn, ob nicht irgendein Hund draufgepinkelt hat? Das Gemüse wird von vielen Händen angefasst. Wer weiß denn, ob nicht irgendjemand eine ansteckende Krankheit hatte? Die hatten Handschuhe an? Null Probleme, dann werden die Bakterien an die nächste Gemüse weiter gereicht. Das sind nun mal die Folgen der Globalisierung. Giftiges Kinderspielzeug/China), Krebserregende Farbe in Kleidung(Indien/Pakistan), Krank machendes Gemüse/Obst, Dioxineier/Fleisch... Hauptsache billig...
jetzt antwortenKommentar meldenWird Bio auf einen anderen, sauberen Planeten angebaut??? Das ist genauso, wie das Reinheitsgeschwafel unserer Pölitiker. In Deutschland bezahlt der Steuerzahler diesen politischen Wahnsinn. Es werden immer neue Steuern und Abgaben erfunden. In vielen anderen Ländern wird produziert, egal was der Erde damit angetan wird. Wir haben ja noch ein paar Planeten zur Auswahl und die ganzen Schadstoffe in der Luft werden an der Grenze zu Deutschland aufgehalten. Also weiterhin , für den Einen ein GUTES GESCHÄFT und für den Anderen EINEN GUTEN APETIT!
jetzt antwortenKommentar meldenWer gibt denn die Garantie,wenn ich Bio-Ware kaufe,das es auch Bio-Ware ist? ??????
jetzt antwortenKommentar meldenEs gibt immer mehr Menschen, die Bio-Obst und -gemüse kaufen. Unsere Familie gehört dazu. Da zahle ich lieber etwas mehr und spare an anderer Stelle. Da weiß ich doch, was ich kaufe.
jetzt antwortenKommentar meldensolange die Provitgier der Produzenten und Händler über die Gesundheit der Verbraucher steht, werden immer wieder Lebensmittelskandale aufgedeckt werden.
jetzt antwortenKommentar meldenIch habe ca.20 Jahre einen eigenen Gartenbaubetrieb gehabt,bin leider seit 5 Jahren durch Krankheit zu Hause.Vor 25 Jahren sind meine Kunden mehr und mehr dazu übergegangen Ihren Garten zu 90% mit Rasen und 10% mit Sträuchern zu bestücken.Seit ca. 3 Jahren habe ich nun festgestellt das meine Kundschaft die jetzt durch die Firma meines Bruders betreut wird,nach den ganzen Skandalen wieder Obst,Gemüse und sich auch wieder Kleintiere halten,mit dem Hintergrund wieder wissen zu wollen was auf den Teller kommt.Leider kommen nur Gartenbesitzer in diesen genuß,zu denen ich leider nicht gehöre.
jetzt antwortenKommentar meldenHurra, die Erreger kommen aus Spanien! Die deutsche Landwirtschaft ist rehabillitiert. Meine Frage: warum muss es immer erst zu einer Katastrophe kommen bis unser Beamtenstaat reagiert? Werden z.B. unsere ostzonalen Erntehelfer auf irgendwelche Krankheiten untersucht? Die kommen auch mit Gemüse wie Spargel, Erdbeeren, Gurken usw in Kontakt. Dann noch, GÜLLE, wer ein bischen ländlich wohnt, hat bestimmt schon mitbekommen, das es manchesmal abends oder nachts fürchterlich stinkt. Warum werden auf den Äckern keine Bodenproben genommen bevor der Acker bestellt wird? Vieles im argen, oder?
jetzt antwortenKommentar meldenGerade die Kennzeichungspflicht wird sehr oft vom Handel sehr lax wahrgenommen. Mir ist schon oft (gerade bei Aldi) aufgefallen, dass auf dem Preisschild und der Auszeichund auf der Ware unterschiedliche Herkunftsländer angegeben sind. Der Schaden, welcher durch diese Gewinnwut der Produzenten entstanden ist, trifft nun auch die, die überhaupt nichts dazu können. Traurig, traurig! Die Verunsichtung, die durch die Medien noch durch ungenaue Angaben geschürt worden sind, haben dazu beibetragen.
jetzt antwortenKommentar meldenUnglaublich. ich hae dazu einen interessanten Bericht gefunden unter: http://www.facebook.com/notes/marco-pruemmer/colostrum-bei-magen-darm-infektionen/205105026197184 Wer Fragen zu Colstrum oder so hat kann sich gerne an mich wenden! Viele Grüße Sven Niemeyer
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