Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Hysterie, Panikmache oder doch eine ernste Bedrohung? Die Verunsicherung bei EHEC ist groß. Wir haben Experten gefragt: Wie gefährlich ist das Virus wirklich?
Forscher haben den EHEC-Erreger ausfindig gemacht: Es handelt sich um einen Vertreter des Typs HUSEC 41. Das ist einer von 42 EHECEscherichia (E.) coli-Bakterien, die Toxine (Gifte) bilden. -Typen, die seit 1996 festgestellt wurden. Bislang ist dieser EHEC-Typ nicht in Erscheinung getreten.
Die Wissenschaftler sind erleichtert, den gefährlichen Bakterienstamm lokalisiert zu haben. Doch das Ausmaß der Welle von Infizierungen erstaunt die Forscher weiterhin. Wie Experten der Universität Münster mitteilten, sei der Darmkeim zwar bekannt gewesen, doch weltweit habe er noch nie einen Ausbruch der DurchfallDer Leiter der BMW -Mechanikentwicklung, Thomas Brüner, äußerte den Verdacht, dass Motoren durch E10 stärker als bisher bekannt in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. "Das Wasser kondensiert aus den Verbrennungsgasen und gelangt ins Öl, das dadurch verdünnt wird und schneller altert", sagte Brüner. Daher könne es sein, dass Ölwechselintervalle verkürzt werden müssten. -Krankheit verursacht. Das stellt die Wissenschaftler vor ein Rätsel, sagte Professor Helge Karch, dessen Team den Erreger identifiziert hat.
Auch sein Kollege Professor Georg Peters, der die Patienten am Universitätsklinikum Münster behandelt, verweist auf die Besonderheiten des Erregers: Ungewöhnlich sei, dass viele Erwachsene erkranken. Das Sonderbare dabei: Über 75 Prozent aller Patienten sind weiblich – vor allem jüngere Frauen stecken sich an. Bei ihnen gebe es nach einer Infektion auch häufiger Krampfanfälle als bei Männern. Außerdem sei bei ihnen die Zeit zwischen dem anfänglichen Durchfall und dem bedrohlichen HUS-Syndrom, das unter anderem zu Nierenversagen und Blutarmut führt, kürzer als bei Männern.
Ein Ende der Ansteckungswelle ist nicht in Sicht: Innerhalb eines Tages hat sich die Zahl der bestätigten HUS-Fälle um weitere 60 auf 274 erhöht, wie der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger im ARD-Morgenmagazin schilderte. «Diese Zahl ist noch nie so hoch gewesen», sagt Professor Sucharit Bhakdi vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Mainz.
Überdurchschnittlich viele Infektionen
Ein Blick in die RKI-Statistik macht das ganze Ausmaß deutlich: Schon jetzt gibt es fast fünfmal so viele HUS-Fälle wie im gesamten Jahr 2010. Nach Angaben des RKI wurden bis Ende April 2011 insgesamt 259 EHEC-Infektionen gemeldet – nur bei neun von ihnen wurde HUS diagnostiziert. 2010 waren es insgesamt nur 65 Fälle des gefährlichen Syndroms. Das heißt im Durchschnitt etwas mehr als eine Erkrankung pro Woche in Deutschland.
Doch den Begriff Seuche will Bhakdi nicht in den Mund nehmen. Er spricht eher von einem Ausbruch einer Infektion, die auf rätselhafte Art und Weise entstanden ist. Denn den gefundenen Erreger zeichnen vor allem zwei ungewöhnliche und zugleich mysteriöse Merkmale aus: «Zum einen, dass er auf Gemüse wie Gurken zu finden ist, denn der Erreger kommt ursprünglich nur im Fleisch und anderen Tierprodukten vor. Und in sonst nichts. Zum anderen weisen die Keime eine Multiresistenz auf, die es bei dieser Art des Erregers de facto nicht geben darf.» Zumal sich der Professor selber öfters dabei ertappt, an einer ungewaschenen Gurke zu knappern.
Zugleich gibt der Mikrobiologe zu bedenken, dass nicht hinter jeder Durchfallerkrankung der EHEC-Keimstamm stecken muss. Allein in der letzten Aprilwoche wurden bundesweit 1749 Infektionen mit dem Norovirus gemeldet, bei den RotavirenRotaviren sind hochgradig ansteckende Erreger, die zu Erbrechen und Durchfall führen können. Weltweit stellen Rotaviren die häufigste Ursache für schwere Magen-Darm-Erkrankungen dar waren es 1893 Fälle. Diese Erkrankungen treten also deutlich häufiger auf als eine EHEC-Infektion. In den ersten vier Monaten dieses Jahres waren es 56.762 Fälle, in denen der Norovirus nachgewiesen werden konnte. Im Vergleichsraum 2010 waren es sogar über 105.000 Infektionen. Bei den Rotaviren gab es bis Ende April 33.677 bestätigte Fälle in diesem Jahr - mehr als hundert Mal so viele wie bei EHEC.
Alle Bundesländer betroffen
Auf der Suche nach der Infektionsquelle sind Experten einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Das Bakterium wurde in Hamburg an vier Salatgurken nachgewiesen. Drei davon stammen aus Spanien. Forscher hatten zuvor einen gegen mehrere Antibiotika resistenten Erregertyp als Ursache für den Ausbruch identifiziert. Mittlerweile sind alle Bundesländer betroffen und auch in Europa breitet sich das Darmbakterium aus.
Die belasteten Gurken stammen vom Hamburger Großmarkt, teilte der Leiter des Hamburger Instituts für Hygiene, Anselm Lehmacher, mit. Drei der Gurken kommen von zwei spanischen Zulieferern, die dem Institut bekannt sind. Bei einer der Gurken handelt es sich um ein Bio-Erzeugnis. Deutschlands größtes Handelsunternehmen Metro nahm Salatgurken aus Spanien aus dem Sortiment.
Politiker hält Vorgehen des RKI für unverantwortlich
Das Robert Koch-Institut hatte wegen des gefährlichen Erregers am Mittwoch davon abgeraten, in Norddeutschland Tomaten, Salatgurken und Blattsalate roh zu verzehren. Diese Lebensmittel waren von Erkrankten in Hamburg laut einer Studie besonders häufig konsumiert worden. Norddeutschland ist am stärksten von dem Ausbruch betroffen.
Große Bäckereien im Norden verzichteten nach der Empfehlung bei belegten Brötchen auf Salat, Gurken und Tomaten. Bauern blieben vielerorts am Donnerstag auf ihrem Gemüse sitzen. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) sprach von einem unverantwortlichen Vorgehen des RKI. Er gehe davon aus, dass sich Lebensmittelfirmen wegen Entschädigungen an die Bundesregierung wenden werden, sagte Backhaus.
cvd/mik/ivb/news.de/dpa/dapd
Das RKI hat bisher stets i.S. der Panik-Lobby gehandelt. Neuerdings unterstützt vom Kopp-Verlag: da kehrt die denunziatorische Mär vom Brunnenvergiftenden Juden jetzt wieder als muslimische Arbeiter, die auf die Früchte pinkeln. Gilt sowas nicht als Volksverhetzung? Reicht es nicht, wenn die Tiere beinhoch in ihrer Scheiße stehen und das Schlachtfleisch auch noch davon abkriegt und mit der Gülle das Gemüse gedünkt wird? Da kann ein Bakterium schön mutieren und das Immunsystem vieler Menschen ist auch nicht mehr so fit...
jetzt antwortenKommentar meldenDu bist das Problem. Warum nennen die armen Schweine von Wissenschaftler den Erreger dann so, wenn nicht ursprünglich durch Schweine übertragen und ebenso verhält es sich mit der Vogelgrippe. Hattest Du gedacht sie wird durch VÖGELN übertragen? Aber Hauptsache dumm rumgelabert und Brasilien blamiert.
jetzt antwortenKommentar meldenEHEC ist kein Virus, sondern steht für enterohömorrhagisches Escherichia coli.
jetzt antwortenKommentar meldenZu den Infos durch die Presse gibts keine Alternative, damit auch Du weißt: Vorher und nachher immer die Gurke unter klarem Wasser abspülen.
jetzt antwortenKommentar meldenGenau, es sind Kommentare wie Deiner
jetzt antwortenKommentar meldenKlar Optionsscheine auf Gurken, der Geheimtipp unter Insidern, schon seit es Gurken gibt.
jetzt antwortenKommentar meldenDu verwechselst da was, die Beschreibung passt auf freiberuflich tätige Damen auf der Reeperbahn. Pass auf Deine Gurke auf.
jetzt antwortenKommentar meldenIrgendwie muss immer eine Hysterie herhalten um von den wirklichen Problemen abzulenken ,denken wir an die Vogelgrippe oder an die Schweinepest die nachweislich mit Schweinen nichts zu tun hatte. Natürlich wird es imm er wieder mal einen Virus geben an dem Erkrankte sterben können aber wieviel gerade auch ältere Bürger sterben an der jährlich auftretenden Grippewelle - Journalisten u sogenannte Spezialisten handeln hier unverantwortlich.Im übrigen sind an diesem Virus in Deutschland weniger Tote zu beklagen als Bundeswehrsoldaten im sinnlosen Afghanistankrieg.
jetzt antwortenKommentar meldenVor allem hätte ich gerne, dass die Schreiberlinge von der Presse sich erst einmal gründlich informieren, bevor sie Artikel verfassen. Einmal schreiben sie - wie hier -, es handle sich um einen Virus (was es nicht ist), das andere Mal soll es ein Bakterium sein ....... Wenn alle so viel Ahnung haben, die in die Vorgänge involviert sind, dann gute Nacht Deutschland!
jetzt antwortenKommentar meldenSeit wann werden Salatgurken an der Börse gehandelt??
jetzt antwortenKommentar meldenLieber einmal zu viel warnen als garnicht warnen. Es kann ja immer noch jeder für sich entscheiden was er essen will oder auch nicht. Es hält sich ja sonst auch keiner an das was andere empfehlen oder?
jetzt antwortenKommentar meldenBSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe,- jetzt die Gurke. Welche Sau wird als nächstes durch´s Dorf getrieben? Wann macht man sich endlich mal Gedanken darüber, was uns wirklich krank macht?
jetzt antwortenKommentar meldenFragen wir doch mal nach bei den Börsenzockern mit Rohstoff- und Lebensmittel-Optionen. Eine solche Kampagne ergibt unendliche Gewinne.
jetzt antwortenKommentar meldenZu DDR-Zeiten mussten die Mitarbeiter in der Lebensmittelproduktion (auch Logistik) regelmäßig Stuhl abgeben (Nachweis im Gesundheitsausweis), zwecks Prüfung auf gefährliche Erreger. Die staatliche Kontrolle durchzog halt alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Was die Stasi anbetraf, die war nur ein verschwindend kleiner Teil davon und praktisch kaum wahrnehmbar. In der BRD läuft das alles fühlbar anders ab.
jetzt antwortenKommentar meldenHoffentlich werden auch alle Packkräfte in dem Hamburger Großmarkt auf den gefährlichen Bakterienstamm hin untersucht. Soweit ich Robert Koch verstehe, entwickeln der Mensch eine natürliche Immunität bei überstandenen bakteriologischen Infekt (Schutzimpfungen!). Ich tippe mal auf weiblich, südländisch mit Migranten-Hintergrund als Wirt allen EHEC-Übels. Wie war doch noch die Sache mit den DNS-verseuchten Wattestäbchen? - Da hatte wohl eine Packerin Schnupfen...
jetzt antwortenKommentar meldenda hat mal wieder ein schlauer kopf im genlabor herumexperimentiert und was ist schuld ???? DIE ARME GURKE !!! solangsam wird das alles lächerlich (wenn es nicht so traurig wär ) wie man mit der unwissenheit der menschen spielt..was kommt denn nächsten monat, die killertomate !!!
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