Grillen Feuer und Flamme für Vegetarisches

Grillen (Foto)
Vegetarisch Grillen ist in. Ideen, Tipps und Trick verrät news.de. Bild: Unilever/Mazola

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Deftig Grillen ohne Fleisch? Geht nicht? Und ob. Wir zeigen Ihnen, wie Sie jede Menge heiße vegetarische Spezialitäten im Handumdrehen zubereiten. Das Beste: Die raffinierten Neuentdeckungen schmecken nicht nur überzeugten Vegetariern.

Vergessen Sie Bratwurst, Steak und Buletten. Greifen Sie tief in die Schatzkiste von Mutter Natur und entdecken Sie Obst und Gemüse für den Grill. Eine gute Figur auf dem Rost machen beispielsweise Zucchini, Paprika, Kartoffeln und Tomaten. Lecker kombiniert mit Käse oder Tofu, aromatischen Kräutern und Gewürzen, überzeugen sie auf ganzer Linie. Auch Bananen, Erdbeeren und Ananas eignen sich als süße Varianten prima zum Grillen. Oder Sie bringen fleischlose Solokünster auf den Rost. Wie leicht das vegetarische Grillen ist, was alles auf den Grill kann und worauf Sie beim Brutzeln achten sollten, erfahren Sie hier:

Käse zum Grillen

Heute können Vegetarier aus einem großen Angebot wählen. In Supermärkten und Lebensmittelgeschäften gibt es marinierten oder panierten Grillkäse. Die Fixen brauchen nur kurze Zeit in einem Aluschälchen auf den Rost gelegt werden. Wer selbst experimentieren möchte, der greift zum zyprischen Halloumi. Er ist salzig-würzig und zerläuft beim Grillen nicht. In Scheiben geschnitten sollte er nicht allzu lange gebrutzelt werden, da er schnell braun wird. Halloumi schmeckt nicht nur pur. Er ist ebenso wie Feta und Mozzarella in einem Grillpäckchen gut aufgehoben.

Vegetarisch Grillen
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Raffinierte Grillpäckchen

Die Highlights beim fleischlosen Brutzeln sind die Grillpäckchen. Das Beste daran: Sie lassen sich nach Lust und Laune kombinieren etwa mit kleingeschnittenem Gemüse, Tofu, Käse oder Getreide. Auch vorgegarte Nudeln, Gnocchi sowie Pilze und aromatische Kräuter eignen sich prima.

Probieren Sie beispielsweise Zucchini in Kombination mit Tomaten und Gouda. Paprika befindet sich in bester Gesellschaft mit Couscous, Knoblauch, Oliven und Petersilie. Eine ebenso leckere Variante ist ein mediterranes Päckchen mit Gnocchi, Feta, getrockneten in Öl eingelegten Tomaten, Mais, Knoblauch und Majoran. So geht’s: Die Zutaten für die Grillpäckchen vorbereiten, eventuell marinieren oder mit Olivenöl beträufeln, in Alufolie packen und auf der Seite des Rostes wenige Minuten grillen. (Rezepttipps finden Sie in unserer Bilderstrecke.)

Schnelles für den Rost

Im Segment der Fleischalternativen behaupten vegetarische Grillwürste mittlerweile ihren Platz. Es gibt sie in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: mit Raucharoma oder Kräutern, von mild bis deftig. Wer Lust auf ein vegetarisches Würstchen hat, sollte einiges beachten: Vor dem Grillen immer mit Öl einpinseln, sonst trocknen sie aus. Zudem sollten die Veggie-Würste in einer Grillschale am Rande des Rostes brutzeln. Sie können sie auch in Stücke geschnitten auf einen Spieß stecken. Reichen Sie dazu Grillsoße, Senf oder Ketchup.

In Supermarkt & Co. gibt es zudem marinierten Grilltofu, Gemüsebratlinge und Tofuburger. Auch diese Fleischersatzprodukte gehören nicht pur auf den Rost, sondern in eine Grillschale. Wer es knusprig mag, kann sich auch Baguette-, Ciabatta- oder Zwiebelbrotscheiben auf dem Grill rösten. Lecker dazu: Kräuterbutter und -quark, vegetarische Aufstriche oder Zaziki.

Süße Verführer vom Rost

Kennen Sie Obstpäckchen? Nein? Dann haben Sie etwas verpasst. Die süßen Köstlichkeiten sind der Renner auf jeder Grillparty. Auf dem Rost entfalten sich wunderbar die Aromen von Erdbeeren, Pfirsichen, Äpfeln oder Ananas. Schneiden Sie dafür das Obst klein und streuen Zucker und etwas Zimt darüber. Eingepackt in Alufolie auf den Grill legen und etwa acht bis zwölf Minuten heiß werden lassen. Unser Tipp: Servieren Sie dazu Eis, Sahne oder leckere Mascarponecreme.

Neun Tipps fürs vegetarische Grillen

1. Das brauchen Sie: Grill, Grillschaufel, Grillkohle und -anzünder, Holzspieße, Alufolie und -schalen, Pinsel, Grillhandschuhe und Grillzange.

2. Verwenden Sie nur handelsübliche Holzkohle und Grillanzünder.

3. Lassen Sie den Grill niemals unbeaufsichtigt, besonders nicht, wenn Kinder dabei sind.

4. Vegetarische Zutaten sollten Sie in Aluschalen geben und am Rand des Grills platzieren, denn sie vertragen keine hohen Temperaturen.

5. Hängen Sie den Rost immer etwas höher, wenn Sie vegetarisch Grillen - mit einem Abstand von zehn bis zwölf Zentimetern zwischen Glut und Rost.

6. Beim Grillen sollte möglichst kein Fett und keine Marinaden in die Glut tropfen, da beim Verbrennen sogenannte polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzpyren entstehen. Sie gelten als krebserregend.

7. Achtung bei zu dunkel geratenem Grillgut, es enthält giftiges Acrylamid. Schneiden Sie schwarze Stellen daher immer ab.

8. Geben Sie keine essighaltige Marinaden oder Zitrusfrüchte in Alufolie oder -schale, da die Säure kleinste Partikel aus dem Metall löst.

9. Geben Sie Lavendel, Rosmarin oder Thymian in die Glut. Das macht Grillgemüse, Käse und Co. so richtig aromatisch.

sis/som/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Antonietta
  • Kommentar 2
  • 31.05.2011 13:51

Ein Deutscher isst ungefähr 200 Gramm Fleisch pro Tag. Macht jährlich etwa 80 Kilo Fleisch pro Kopf und rund 6,5 Milliarden Kilo Fleisch für das ganze Land. Eine solche Masse an Fleisch kann man aber nur bereit stellen, wenn man die Tiere in Massen züchtet und im Akkord tötet. Diese Massentierhaltung ist nicht nur furchtbar für die Tiere, sie ist auch schlimm für unsere Umwelt, für das Klima und für die Gerechtigkeit auf der Welt. Es gibt viele gute Gründe, nie mehr Fleisch zu essen. Aber eigentlich reicht schon einer...!

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  • Christa Rust
  • Kommentar 1
  • 22.05.2011 17:00

Inzwischen gibt es beim Discounter ganz lecker schmeckende Grill- oder Bratwürste wie auch andere pikant gewürzte Ersatzprodukte. Das Auge isst ja bekanntlich mit und so sehen vegetarische Grills farbenfroher und appetitlicher aus und riechen angenehm. Gebratenes oder gegrilltes Fleisch kann mitunter auch unangenehm riechen. Ganz ekelhaft ist zusätzlich der Anblick eines aufgespießten Spanferkels. Wenn schon Fleisch, dann bitte nicht von Tierkindern! Soviel Anstand sollte schon sein! Die Veganer und Vegetarier machen es vor, wie man aus-giebig schlemmen kann, ohne Tiere zu quälen. Gut so!

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