Verfärbte Zähne Strahlend weiß auf sanfte Art

Zähne (Foto)
Strahlend weiße Zähne wünscht sich jeder. News.de weiß, wie Sie sie bekommen. Bild: istockphoto

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Viele Faktoren bestimmen, ob jemand attraktiv ist oder nicht. Ein herzliches Lächeln mit gepflegten, weißen Zähnen gehört dazu. Die Realität sieht oft ungepflegt und gelb aus. Warum manche Kauleisten heller strahlen und wie Sie Ihre Zähne weiß bekommen, erfahren Sie bei news.de.

Warum sind Zähne verfärbt?

Auf die natürliche Farbe unserer Zähne haben wir keinen Einfluss. Ob sie strahlend weiß, gelblich oder grau sind, entscheiden die Gene. «Das ist Veranlagung so wie bei der Haar- oder Hautfarbe», erklärt Sabine Köhler, Zahnärztin aus Aachen. Die endgültige Zahnfarbe bestimmt der Ton des Schmelzes: Heller und dichter Zahnschmelz macht den Zahn weißer als dünner und lichtdurchlässiger Schmelz.

Wie wir die Farbnuancen der Zähne wahrnehmen, hängt zudem davon ab, wie hell- oder dunkelhäutig jemand ist. «Braune Haut lässt die Zähne heller wirken, helle Haut macht sie gelblicher», weiß die Expertin.

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Der Mensch aber hat Einfluss darauf, was Spuren hinterlässt. Wer schlecht oder unzureichend putzt, riecht nicht nur übel aus dem Mund, sondern macht auch optisch einen schlechten Eindruck. Der Belag aus Speiseresten lässt die Zähne gelb und stumpf aussehen. Wer längere Zeit so mit seinen Gebiss umgeht, wird mit unschönem, dunklem Zahnstein gestraft. Der Grund: Der Belag nimmt Mineralien aus dem Speichel auf und härtet aus. Das kann KariesErkrankung der Zahnhartgewebe oder Zahnfleischerkrankungen verursachen. «Bei starken Rauchern brennen sich die Farbpartikel in den Zahnschmelz regelrecht ein», mahnt Köhler.

Zu den äußeren Faktoren, die Zähne in ein unschönes Licht rücken, gehören Lebens- und Genussmittel: Tee, Rotwein, stark färbende Säfte wie Holunderbeer- und Sauerkirschsaft. Die Farbpartikel der Lebensmittel lagern sich auf der Zahnoberfläche ab und bleiben daran haften. Köhler erklärt: «Mikroskopisch gesehen ist die Zahnoberfläche nicht so glatt ist wie etwa Fine-Bone-China-PorzellanDas sogenannte Knochenporzellan ist ein Weichporzellan mit hoher Kantenschlagfestigkeit. , das sehr dicht in der Oberfläche ist und an dem nichts haften bleibt.» Da Zähne eine leicht profilierte, strukturierte Oberfläche besitzen, bleiben Partikel leichter daran haften.

Im Laufe des Lebens wird der Zahn durch Putzen und Beißen abgenutzt, was ihn anfälliger für Verfärbungen macht. Zusätzlich können Desinfektions-Spülungen die Ursache für Verfärbungen sein. Sie sollten daher nicht all zu häufig zum Einsatz kommen.

Die Expertin weiß: Nicht nur außen lauern Gefahren. Ist ein Nerv verletzt und eine Zahnwurzelbehandlung nötig, wird der Zahn in den meisten Fällen dunkel. «Im Inneren kommt es zu einer höheren Durchblutung des Zahnes, wodurch Blutfarbstoffe in die Zahnsubstanz eindringen», sagt Köhler. Je stärker es blutet, desto dunkler ist der Zahn hinterher.

Auch Medikamente können dazu führen, dass Zähne nicht hell strahlen. Die Einnahme von Sulfonamiden bei Kindern führt dazu, dass die noch unausgebildeten Zähne im Kiefer hinterher verfärbt sind, sagt Köhler gegenüber news.de. Heute würden diese Medikamente deshalb kaum noch verschrieben.

Auch der Zahn der Zeit nagt am Gebiss: Mit zunehmendem Alter entstehen Altersverfärbungen. Im Inneren besteht der Zahn aus der PulpaBesteht aus Blutgefäßen, Nervenbahnen, Bindegewebe sowie Zellen zur Dentinbildung. , darüber liegt das Zahnbein und darüber der Zahnschmelz. Je älter man wird, desto kleiner und dichter wird die Pulpa. Dadurch dunkelt der Zahn von innen nach.

Was hilft gegen Verfärbungen?

Ein gründliche Mundhygiene ist das A und O. Wer zweimal täglich drei Minuten putzt, erweist seinen Beißerchen einen enormen Dienst. Wichtig ist die richtige Technik, sagt Köhler. Einfach nur die Paste auf die Zähne auftragen, reicht nicht. «Jede Ecke des Zahnes muss systematisch gereinigt werden. Mit elektrischen Zahnbürsten ist das am einfachsten. Mit einer normalen Handzahnbürste sind aber auch gute Ergebnisse zu erreichen», weiß die Zahnärztin.

Wichtig: Auch die Zahnzwischenräume müssen einer gründlichen Hygiene unterzogen werden - mit Zahnseide oder Interdentalbürsten. Von Selbstversuchen mit aufhellenden Zahnpasten rät Köhler ab, da sie Risiken bergen. «Es kommt darauf an, wie viele sogenannte Schmirgelpartikel enthalten sind», sagt die Zahnärztin und vergleicht die Pasten mit einer Scheuermilch: Die Pasten rauen die Zahnoberfläche auf und machen sie bei zu häufigem Gebrauch dünn. Ein rauer Zahnschmelz ist ideal dafür, dass neue Farbpartikel hängen bleiben. Im Grunde erreicht man durch den Dauergebrauch dieser Pasten nur das Gegenteil. Ebenso setzen zu harte Bürsten dem Zahn zu.

Besser ist der Gang zum Zahnarzt: Eine professionelle ZahnreinigungMechanische Reinigung der Zähne beim Experten bringt die Zähne wieder auf Vordermann. Mit speziellen Geräten werden harte und weiche Ablagerungen abgetragen, die Zahnoberfläche anschließend aufpoliert und mit einem Fluoridlack überzogen.

Gleich zwei bis drei Nuancen heller werden die Zähne durch Bleaching. Hier gibt es drei Methoden: das sogenannte Office bleach, das externe Bleichen und WhitestripesDünne, flexible Kunststoffstreifen, die auf die Zähne aufgeklebt werden. Sie enthalten Wirkstoffe, die die Zähne heller machen sollen. aus der Apotheke.

Beim Office bleach - dem Hightechverfahren - trägt der Arzt ein Gel mit Wasserstoffperoxid direkt auf die Zähne auf und aktiviert mit Hilfe von Licht die Inhaltsstoffe. Dabei entsteht aktiver Sauerstoff, der die Zähne bleicht. Die Behandlung dauert etwa zwei Stunden. «Ich kann diese Methode sehr empfehlen, da man in sehr kurzer Zeit ein schnelles und schönes Ergebnis erzielt», sagt Köhler. Die Zähne können am ersten Tag noch etwas empfindlich sein. Wer sie sich aufhellen lassen möchte, sollte nur eines bedenken: Zahnkronen und Füllungen werden nicht heller, was nach dem Bleichen ein sehr unschönes Ergebnis zur Folge haben kann. «Mit zirka 500 Euro ist diese Methode zwar teuer, aber die beste und einfachste Möglichkeit», sagt Köhler.

Etwa 250 bis 300 Euro kostet das Bleichen zu Hause. Der Zahnarzt fertig dafür exakt passende Zahnschienen an, in die ein Gel aufgetragen wird. Über Nacht verbleiben die Schienen im Mund. Diese Methode erzielt ebenfalls gute Ergebnisse.

Preisgünstiger sind sogenannte Whitestripes. Wie gut diese aber sind, kann die Zahnärztin nicht sagen. Sie habe in einem Selbstversuch keinen Unterschied zwischen Vor- und Nachher erkennen können. «Es gibt etliche Produkte auf dem Markt, die viel versprechen und nichts halten.» Von den selbst anzuwendenden Lacken und Stripes aus der Apotheke dürfe man sich nicht zu viel versprechen.

Lesen Sie hier weitere Tipps, wie Sie kleinere gesundheitliche Probleme auch ohne Arzt bewältigen.

som/ham/news.de

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