Robuste Parasiten Zecken überleben die Waschmaschine

So klein Zecken sind, so hartnäckig sind die Blutsauger. Selbst ein Vollwaschgang bei 40 Grad in der Waschmaschine kann ihnen nichts anhaben. In diesem Jahr beißen Zecken schon besonders früh zu.

Zecken (Foto)
Saugt sich der Holzbock mit Blut vom Menschen voll, birgt das Gefahren für die Gesundheit. Denn die Zecke kann FMSE sowie Borreliose übertragen. Bild: dapd

Dass Zecken widerstandsfähige Blutsauger sind, ist nichts Neues. Doch das Ergebnis der Untersuchung des Biologen Hans Dautel aus Hannover ist verblüffend: «Werden Zecken auf der Kleidung oder auf Rucksäcken mit nach Hause gebracht, können sie bis zu 14 Tage in der Wohnung überleben», stellt der Experte fest.

In einer weiteren Untersuchung hätte der Großteil der kleinen Probanden sogar einen Vollwaschgang bei 40 Grad Celsius inklusive Schleudergang überstanden. Doch es gibt eine Lösung, dem lästigen Holzbock doch noch den Garaus zu machen. «Der entscheidende Faktor ist die Temperatur», sagte Dautel. Einen Waschgang bei 60 Grad überlebe keine Zecke, ebenso wenig das Trocknen in einem Wäschetrockner bei noch höheren Temperaturen.

Wie wichtig es ist, die Parasiten jetzt im Auge zu behalten, zeigt die aktuelle Karte auf der Internetseite zeckenwetter.de, die Dautel als Geschäftsführer betreibt. In einigen Bundesländern laufen die Zecken bereits vor Sommerbeginn schon zur Höchstform auf. Besonders hoch ist die Aktivität derzeit in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Bremen.

Das Augenmerk der Experten konzentriert sich auf das Treiben des Gemeinen Holzbocks, der zwischen den Monaten März und Oktober in den Wäldern seine Gier nach BlutEin Erwachsener hat etwa fünf bis sieben Liter Blut. In nur einer Minute durchquert es den gesamten Körper einmal. stillt und es auch auf den Menschen abgesehen hat. Fatal: Zecken können unter anderem die Krankheiten Frühsommer-Meningo-EnzephalitisDie Krankheit wird durch Zecken übertragen, wobei es häufig zu Entzündungen von Gehirn und Hirnhaut kommt. (FSME) und Borreliose übertragen.

Hierfür gibt es eine gute, aber auch eine schlechte Nachricht: Zur Vorbeugung der vor allem in Süddeutschland verbreiteten FSME gibt es eine Impfung - für die häufigste von Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland, die Borreliose, jedoch nicht. Jedes fünfte Spinnentier könne Experten zufolge den Erreger in sich tragen. Bleibt diese Erkrankung unbemerkt, haben Betroffene einen langen Leidensweg vor sich. Da es keine Impfung gibt, ist der einzig wirksame Schutz, Zeckenbisse zu vermeiden.

Doch wie sieht der aus? Beim Durchstreifen von Wäldern kommt es auf die richtige Bekleidung an. Ratsam ist es, eine lange Hose zu tragen und die Hosenbeine in die Socken zu stecken. Zudem ist helle Kleidung günstiger als dunkle, weil die meist schwarzen oder dunkelbraunen Tierchen darauf leichter zu entdecken sind. Nach jedem Spaziergang sollten Naturfreunde sämtliche Körperstellen nach den unliebsamen Mitbringseln durchsuchen. Ist der Biss bereits erfolgt ist und hat sich die Zecke mit Blut vollgesaugt, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden.

Wie das passiert und wie Sie weiter vorgehen, erfahren Sie hier.

ham/som/ivb/news.de/dpa

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Schabernac
  • Kommentar 3
  • 14.05.2011 08:36

Die Zecken sind sogar Deutscher Fußballmeister 2011-2012 geworden!!!!!!!!

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  • Schabernac
  • Kommentar 2
  • 14.05.2011 08:36

Die Zecken sind sogar Deutscher Fußballmeister 2011-2012 geworden!!!!!!!!

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  • Pit
  • Kommentar 1
  • 13.05.2011 21:05

Habe mich schon seit Jahren gegen Zecken impfen lassen. Da ich viel Radl fahr, um München herum, reibe ich mich immer mit Insektenmittel ein, ausserdem habe ich ein Zecken-Set-Mittel mit Zange dabei, bisher mit den Zecken keine Probleme gehabt. Grad bei uns im Süddeutschen Raum sollte Jeder eine Vorsorge treffen.

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