Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Knackig frisches, junges Gemüse - der Wonnemonat Mai hat kulinarisch einiges zu bieten und verführt mit leckeren Vitaminspendern. Traumhafte Gerichte mit Spinat, Möhren und Co. gibt’s auf news.de.
Das Tolle am Frühling: Lagerware und Treibhausgemüse ist gegessen, frisches junges Gemüse kommt auf die Teller. Und diese sind prall voll mit Vitaminen und Mineralstoffen. Was in ihnen steckt und worauf Sie beim Einkauf achten müssen, erfahren Sie hier:
Der junge Spinat, den es im Frühling gibt, ist besonders wohlschmeckend und mild. Er hat hellgrüne und kräftige Blätter. Darin steckt zwar nicht so viel Eisen, wie einst großmündig gepriesen, dennoch enthält er eine ordentliche Portion davon. 100 Gramm gegarter Spinat liefert 3,8 Milligramm. Zum Vergleich: Die Tagesempfehlungen liegen bei zehn Milligramm für den Mann und 15 Milligramm für die Frau. Auch Vitamin C ist enthalten. Dadurch wird das pflanzliche Eisen vom Körper besser verwertet, das für die Blutbildung wichtig ist. Obendrein regt der Spinatgenuss die Galle, Magenschleimhaut und die Verdauung an.
Kaufen Sie Spinat frisch und am besten in Bio-Qualität. Denn: Bioware wird weniger gedüngt und enthält daher weniger Nitrat. Die Blätter sollten knackfrisch sein und keine gelben, welken Stellen aufweisen. Seien Sie bei der Menge großzügig, denn der Grüne fällt beim Zubereiten in sich zusammen. Pro Person benötigen Sie etwa 500 Gramm rohen, unverlesenen Spinat.
Tipp: Wenn Sie ihn nach dem Blanchieren mit Eiswasser abschrecken, behält er seine wundervolle grüne Farbe. Spinat eignet sich wunderbar für Aufläufe, Suppen, gefüllte Teigtaschen und auch roh als Salat ist er ein absoluter Schmaus.
Im Frühjahr geernteter Kohlrabi ist besonders würzig, nussig und leicht süß im Geschmack. Es gibt helle und violette Sorten. Der Runde soll aufgrund seiner Vitamine zur Straffung der Haut beitragen. Daneben gilt Kohlrabi als blutdrucksenkend und entwässernd. Kaufen Sie Kohlrabi immer mit Blättern, das grüne Laub ist nämlich zum Verzehr geeignet und enthält reichlich Betakarotin.
Bevorzugen Sie zudem kleine Exemplare. Große Knollen können holzig sein. Garen Sie ihn lieber im Ganzen und ungeschält, so behält er sein Aroma. Der runde Kerl eignet sich besonders als Füllung, für Suppen, Aufläufe und als Gemüsebeilage. Er schmeckt auch roh sehr lecker. Die Blätter können Sie kleingehackt den Gerichten zufügen.
Möhren gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben - von rund, lang bis dick, von gelb, orange bis lila. In den Wurzeln steckt reichlich Betakarotin, das wichtig für die Sehkraft und das Immunsystem ist. Aber: Damit der Körper es aufnehmen und zu Vitamin A umwandeln kann, ist immer ein Schuss Öl notwendig. Nennenswert sind auch die Anteile an Kalzium, Eisen und Kalium. Deshalb werden den Rüben verdauungsfördernde und harntreibende Eigenschaften nachgesagt.
Jetzt im Frühling gibt es die jungen, zarten Bundmöhren, die süßer im Geschmack sind als ihre Verwandten im Herbst. Ab einer Länge von zehn Zentimetern heißen sie Fingermöhren. Kaufen Sie feste Möhren und achten Sie darauf, dass keine schwarzen Stellen vorhanden sind. Wenn Sie die Knackigen länger aufbewahren wollen, sollten Sie das Grün abschneiden, die Möhren in kaltes, klares Wasser einlegen und diese so in den Kühlschrank stellen. So hält das Wurzelgemüse länger frisch.
Das Laub muss nicht in den Abfall wandern. Es eignet sich zum Würzen von Suppen und Aufläufen. Außerdem ist es ungewöhnlich reich an Vitaminen und gesundem Chlorophyll. Möhren selbst eignen sich für Rohkost, Suppen, Salat, Aufläufe und Säuglingsnahrung.
Radieschen präsentieren sich in der Regel knallrot und rund. Es gibt aber auch längliche, ovale, gelbe und rosafarbene Sorten sowie violette und rot-weiße Varianten. Frühe Sorten schmecken etwas milder als ihre Verwandten im Sommer oder Herbst. Besonders hinsichtlich ihrer gesunden Wirkstoffe sind die zarten Sprösslinge aus dem Hause der Rettichfamilie interessant: Wie der Rettich enthalten auch Radieschen schwefeliges Senföl. Dieses wirkt antibakteriell, tötet also Mikroorganismen ab und wirkt positiv auf die oberen Atemwege. Außerdem regen die Inhaltsstoffe des Radieschens die Galle und Leber an.
Auf dem Markt gibt es das Bund mit mindestens zehn Knollen zu kaufen. Greifen Sie lieber zu frischer Bioware, denn Radieschen gehören zu den nitratreichsten Gemüsesorten. Sie nehmen den salzigen Dünger besonders stark auf. Bioware wird kaum gedüngt, deshalb sind die runden Knöllchen weniger belastet als ihre Zwillinge aus konventioneller Landwirtschaft.
Achten Sie zudem auf eine pralle Außenhaut und frisches Blattgrün, das ebenfalls zum Verzehr geeignet ist und sich wie Kraut verwenden lässt. Die kohlartigen Blättchen enthalten sogar mehr Vitamin C als Zitronen. Radieschen schmecken lecker im Salat und eignen sich prima als Garnitur. Man kann sie aber auch kurz in heißem Wasser blanchieren und in einem Gratin verwenden.
Portulak hat einen frischen, sauersalzigen, leicht pikanten Geschmack. Er gilt als blutreinigend und immunstärkend und enthält neben Vitamin C und Magnesium auch Omega-3-Fettsäuren, die gut fürs Herz und Arterien sind. Portulak ist als Kraut und Gemüse bekannt. Seine fleischigen, grünen Blätter lassen sich wie Spinat zubereiten oder fein hacken und zum Würzen verwenden. Lecker ist Portulak beispielsweise im Kräuterquark. Die jungen Blätter eignen sich wunderbar für Salat. Sie passen sehr gut zu dicken Bohnen, Feta und Tomaten.
Kaufen können sie die grünen Blättchen im gut sortierten Gemüseladen, auf dem Markt oder im griechischen sowie türkischen Lebensmittelladen. Da Portulak sich nicht lange hält, sollten Sie ihn schnell verzehren.
Tipp: Portulak ist von Natur aus salzig. Sie können daher beim Zubereiten auf Salz weitestgehend verzichten.
Was Sie aus dem Gemüse Leckeres zaubern können, lesen Sie in unserer Bilderstrecke.
sca/sis/news.de