Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Wer kennt die Situation nicht: Vor einer Prüfung oder einem Bewerbungsgespräch flattern die Nerven, die Hände zittern und die Fingernägel werden geschreddert. News.de gibt Tipps, wie Sie bei Nervosität die Ruhe weg haben.
Auf dieses Gefühl könnte jeder gerne verzichten - doch Nervosität geht so schwer weg wie Fußpilz. Die innere Unruhe zeigt sich nach außen hin beispielsweise durch zittrige Hände, zuckende Augenlider oder Schweißausbrüche. Und die Betroffenen versuchen, die Unsicherheit durch Nägelkauen zu kompensieren. Zudem haben nervöse Menschen das Gefühl, ständig unter Druck zu stehen. Ihre Welt gerät bei jeder Kleinigkeit aus den Fugen.
Was sind die Ursachen?
Bei Nervosität gibt es Unterschiede: Tritt die innere Rastlosigkeit unabhängig von einer stressbedingten Situation wie einer Prüfung oder einem Vorstellungsgespräch auf und hält sie über mehrere Tage an, lässt sie auf eine Erkrankung schließen. Gesellen sich zur Nervosität Symptome wie Rücken- oder Magenschmerzen sowie Durchfall und Rhythmusstörungen am Herz hinzu, ist der Besuch beim Arzt unausweichlich. Hinter der inneren Unruhe kann beispielsweise eine Überfunktion der Schilddrüse oder eine Erkrankung der Leber stecken.
Weniger gefährlich, aber häufiger tritt Nervosität bei Frauen während der Wechseljahre auf. Auch Kinder bleiben nicht verschont, bei denen die Nervosität auf eine Aufmerksamkeitsstörung schließen lässt.
Das hilft
Um stressbedingte Unruhe in den Griff zu bekommen, müssen keine Tabletten eingenommen werden. Es geht einfacher und preiswerter und der Nutzen ist derselbe: Heilkräuter. Darauf schwört der österreichische Medizinjournalist und Autor Hademar Bankhofer, der auf seiner Internetseite einen Aufguss aus Melissenblättern empfiehlt. Einen Teelöffel davon mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, acht Minuten ziehen lassen und lauwarm, mit etwas Honig gesüßt, trinken.
Die beruhigende Wirkung ätherischer Öle ist auch in Baldrian zu finden. Ein Teelöffel von der Wurzel in eine Tasse mit kaltem Wasser legen, über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Tag aufgewärmt trinken. Ebenso geeignet sind Aufgüsse aus Johanniskraut, Kamille, Passionsblume sowie Hopfen- und Lavendelblüten.
«Man sollte dabei aber beachten, dass diese Wirkstoffe nicht sofort nach der Einnahme helfen, sondern regelmäßig über einen Zeitraum von mehreren Tagen eingenommen werden müssen, um eine Wirkung zu erzielen», erklärt Bankhofer auf seiner Internetseite.
Wer es süßer mag, vertraut auf die Heilkraft von Honig. Einen Teelöffel davon im Mund zergehen lassen oder in lauwarmer Milch auflösen: Der süße Nektar vertreibt jede Unruhe - vor allem vor dem Schlafen gehen.
Wer aufgeregt ist und gar nichts essen kann, hat bei Lavendel den richtigen Riecher: Wenige Tropfen des Öls auf ein Stofftaschentuch träufeln und daran schnuppern.
Bankhofer schwört zudem auf einen Trick, der auch der Haut einen Frischekick verpasst: das Zitronenbad. Hierfür acht Zitronen klein schneiden, in kaltem Wasser ein paar Stunden ziehen lassen und anschließend die Stücke durch ein Sieb ins Badewasser auspressen.
Wem das zu experimentell ist, der kann mit der richtigen Atemtechnik den Puls runterbringen: «Man stellt oder setzt sich hin, schließt die Augen, greift mit der rechten Hand an den Puls des linken Armes. Dann atmet man vier Pulsschläge lang ein und vier Pulsschläge lang aus», erklärt der Gesundheitsexperte. Beim Einatmen fülle sich zuerst der untere, dann der obere Bauchraum, anschließend der untere und obere Brustraum mit Sauerstoff. «Das muss man sich genau vorstellen, während man atmet», schreibt Bankhofer.
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rzf/som/news.de