Blutsauger So macht die Mücke die Fliege

Wer um den See joggt, ist jetzt nicht mehr allein. Auch auf der heimischen Terrasse hat man Gesellschaft - wenn auch eine ungebetene: Mücken. News.de zeigt, wie Stiche behandelt werden und wie die Quälgeister am schnellsten verduften.

Stechmücke (Foto)
So macht die Mücke bald die Fliege. Bild: dpa

So schön der Frühling auch ist, so nervig kann er besonders abends sein. Das liegt vor allem an der Stechmücke, die in ihrer Gier nach BlutEin Erwachsener hat etwa fünf bis sieben Liter Blut. In nur einer Minute durchquert es den gesamten Körper einmal. millionenfach ausschwärmt. Bereits jetzt findet sie ideale Bedingungen vor, um sich schnell zu entwickeln. Sehr zu unserem Leidwesen.

Die stechende Bedrohung geht nur von den Mückenweibchen aus. Sie brauchen das menschliche Blut, damit sich ihr Nachwuchs in den Eiern entwickeln kann. Um die menschliche Tankstelle überhaupt anzapfen zu können, dienen ihnen die Milch- und Fettsäuren des Schweißes als Navigationshilfe - die Anziehungskraft ist je nach Zusammensetzung unterschiedlich stark.

Mückenschutz: Stechende Mittel gegen Plagegeister

Egal ob als Lieblingssnack für die Blutsauger oder als Mahlzeit für zwischendurch: Der Stich ist der gleiche. Dabei pumpt die Mücke Speichel in die Wunde, der das Blut dünner macht. Dieses Sekret führt zu Schwellungen und Rötungen der Haut sowie zu einem unangenehmen Juckreiz. «Gefährlich sind Mücken in unseren Breitengraden meist zwar nicht. Doch die stechenden Insekten können zur Tortur werden», heißt es beim Presseservice des Berufsverbands der Deutschen DermatologenArzt, der sich auf Hautkrankheiten spezialisiert hat .

Mit einer Ausnahme: Menschen mit empfindlicher Haut reagieren besonders stark auf die Stiche. Dabei setzt der Körper vermehrt HistaminEin eiweißhaltiger Abwehrstoff, der bei Allergien ausgeschüttet wird. frei - Quaddeln bilden sich. Wer den unangenehmen Juckreiz mit Kratzen stoppen will, riskiert, dass dabei Bakterien in die Wunde gelangen. Es drohen Entzündungen und Infektionen wie die WundroseDie Wundrose ist eine Entzündung der oberen Hautschicht, die durch Bakterien wie Streptokokken verursacht wird. , die nur ein Arzt behandeln kann. In solchen Fällen greift der Dermatologe zu Antibiotika oder gelegentlich zu Cortisontabletten.

Das hilft

Im Normalfall kann jeder die juckende Stelle behandeln. Um Infektionen zu vermeiden, hilft es, mit einem Desinfektionsspray die Wunde zu verarzten. Lotionen mit Aloe Vera sowie Antihistamin-Gele aus der Apotheke können den Juckreiz lindern. Die Wirkung wird verstärkt, wenn die Tube im Kühlschrank gelagert wird, denn auch Kühle mildert die Schwellung.

Wer kein Kühlgel zur Hand hat, sollte dem Hamburger Hautarzt Martin Miehe zufolge im wahrsten Sinne des Wortes darauf spucken. Der eigene Speichel kühle und enthalte schwache Schmerzstiller und Antihistamine.

Patienten, die sehr empfindlich auf einen Stich reagieren, bleibt der Gang zum Arzt nicht erspart. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen verweist auf die sogenannte Mesotherapie. Bei diesem Verfahren spritzt der Hautarzt geringe Mengen Vitamin B1 mit vielen kleinen Nadeln direkt in die Hautoberfläche. Dadurch werden die Körperausdünstungen für die fiesen Sauger unattraktiv. Diese Therapie wird auch für Kinder empfohlen, die von Mücken geplagt sind.

Hilfe ohne Arztbesuch: Die Wehwehchen-Praxis

Um die Mückenplage schon vor dem Stich in die Flucht zu schlagen, empfehlen sich Verfahren, die Sie in unserer Bilderstrecke sehen können.

Lesen Sie hier weitere Tipps, wie Sie kleinere gesundheitliche Probleme auch ohne Arzt bewältigen.

ham/zij/ivb/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pit
  • Kommentar 1
  • 14.04.2011 17:31

Wenn ich jetzt immer durch die Isarauen von München bis Bad Tölz radel, habe ich mich früher mit Zedan eingerieben, Lt. Stiftung Warentest ist aber Autan besser. Da bei uns Zeckengebiet ist, werde ich mich grundsätzlich mit Autan einreiben und hatte bisher keine Probleme. Gruss aus München

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