Sa., 26.05.12

Erziehung 14.03.2011 Vertrauen von beiden Seiten fordern

Vertrauen auf beiden Seiten (Foto)
News.de-Redakteur Andreas Schloder Bild: news.de

Von news.de-Redakteur Andreas Schloder

Kinder in der Pubertät sollten ihren Eltern Grenzen setzen. Doch Eltern sind nicht gerade bekannt dafür, dass sie alles einsehen, was ihnen der Nachwuchs diktiert. Müssen sie auch nicht. Denn Vertrauen muss man sich erarbeiten.

Lassen Sie Ihren Kindern ihre Privatsphäre! Nur so können sie sich frei entfalten und selbständig werden. Was sich in manchen Ratgebern in der Theorie gut anhört, kann in der Praxis gehörige Probleme bereiten. Einerseits fällt es vielen Eltern schwer, zu akzeptieren, dass ihr Sprössling erwachsen wird. Andererseits bereitet ihnen die Frage Sorge, wann Freiheit ausgenutzt wird.

Jetzt mal ehrlich: Kennen Sie nicht selbst eine Situation aus Ihren jungen Jahren, in der Sie das uneingeschränkte Vertrauen Ihrer Eltern genießen durften, dieses aber missbraucht haben? Eine Entscheidung getroffen, für die Sie sich vielleicht im Nachhinein schämen? Und haben Sie sich bei solcherlei Gedanken nicht auch schon eingestanden, dass etwas mehr Strenge Ihrer Eltern das Fehlverhalten womöglich verhindert hätte?

Umso wichtiger ist es daher, dass die Beziehung zwischen Kind und Eltern von einem gegenseitigen Geben und Nehmen geprägt ist. Rechte zwar einfordern, aber bitteschön auch die Pflichten nicht vergessen. Und die Heranwachsenden sind in der Pflicht, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen. Man kann den Eltern nur Grenzen setzen, wenn man auch seine eigenen kennt.

kas/ivb/news.de
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