Eine trockene, juckende Haut mit vielen Entzündungsherden: Dahinter steckt eine Neurodermitis. Etwa zehn Prozent aller Kinder könnten Experten zufolge von der Hauterkrankung betroffen sein. Die Behandlung muss individuell abgestimmt werden.
Starker Juckreiz an geröteten, rauen Stellen in den Arm- oder Kniebeugen, vor allem nachts: Das sind typische Beschwerden bei einer Neurodermitis. Die Hauterkrankung kann sich jedoch auch an anderen Stellen zeigen.«Allein vom Aussehen und der Lage der Ekzeme kann die Neurodermitis sehr unterschiedlich sein», sagt Professor Regina Fölster-Holst von der Universitäts-Hautklinik Kiel.
Oft beginnt die Krankheit schon im Säuglingsalter, seltener im Kindergarten- oder Schulalter. Die Expertin geht davon aus, dass etwa zehn Prozent aller Kinder betroffen sein könnten. «Bei manchen Kindern ist der Juckreiz besonders stark ausgeprägt, sodass sie sich nachts teilweise blutig kratzen. Das kann sehr belastend für die ganze Familie sein», erklärt Fölster-Holst.
«Bei Kindern sind häufig die Wangen und der Halsbereich befallen, und sie haben eine typische Falte unter den Augen. Die betroffenen Stellen wandern im Lauf der Jahre den Körper hinunter, erst auf die Streckseiten von Armen und Beinen, schließlich in die Arm- und Kniebeugen», schildert die Expertin. Bei Kindern bilden sich häufiger nässende Krusten, teils auch Papeln oder Bläschen. Münzförmige Stellen an Händen, Brust oder Rücken können ebenso vorkommen.
70 Prozent aller Fälle durch Allergien ausgelöst
Woher rührt diese Hauterkrankung? «Die Neurodermitis ist ein Zusammenspiel von genetischen und äußeren Umweltfaktoren», sagt Professor Thomas Bieber von der Uniklinik Bonn. Bei manchen Betroffenen reicht das Kratzen von Wolle, Schlafmangel, Stress oder eine klimatische Umstellung, um die Haut in Rage zu bringen.
Meist führen aber Allergien zu einem Krankheitsschub. Dazu können Nahrungsmittel wie Milch, Eier, Soja oder Nüsse beitragen, aber auch Tierhaare, Hausstaubmilben oder Pollen. Inhaltsstoffe in Cremes wie Duftstoffe oder Emulgatoren können Kontaktallergien auslösen, die die Ekzeme bei den Patienten verschlimmern. Bei rund 70 Prozent aller Betroffenen ist dies der Fall.
Das zentrale Problem von Neurodermitikern ist die trockene Haut. Meistens ist schon von Geburt an die oberste Haut- und Hornschicht gestört, die als Schutzbarriere wirkt. Dadurch sind die Kranken anfälliger und ihre Haut ist deutlich trockener, weil sie Feuchtigkeit schneller abgibt. Ein Neurodermitis-Patient verliert im Schnitt bis zu eineinhalb Liter Wasser über die Haut – ein gesunder Mensch nur ein Drittel dessen. Zudem hat der Betroffene weniger Hautfett, das für Geschmeidigkeit sorgt.
Neuer Ansatz in der Behandlung
Sind die Beschwerden besonders stark, empfehlen die Experten die tägliche Behandlung mit Salben oder Cremes, die antientzündlichen Wirkstoffe wie Kortison oder Calcineurin-Inhibitoren enthalten. «Nach etwa einer Woche sollten sich die Beschwerden bessern», sagt Bieber. Ist der Schub gestoppt, empfehlen die Dermatologen eine Basistherapie mit fetthaltigen Cremes oder Salben. Ab dem Alter von zwei Jahren kann darin auch Harnstoff enthalten sein – zuvor würde der Wirkstoff die Haut zusätzlich reizen. Die Zusammensetzung muss den Experten zufolge individuell bestimmt werden.
Neuerdings vertrauen Dermatologen auf einen neuen Ansatz in der Behandlung – die sogenannte proaktive Erhaltungstherapie. Dabei machen sie sich die Erkenntnis zunutze, dass die Haut der Betroffenen auch in der beschwerdefreien Zeit unterschwellig entzündet ist – der Grundstein für den nächsten Anfall. «Nach Abklingen eines Ekzems sollten die Patienten die Haut etwa ein Vierteljahr lang weiter zweimal pro Woche behandeln», empfiehlt Professor Thomas Werfel von der Medizinischen Hochschule Hannover. So ließe sich die Neurodermitis langfristig in den Griff kriegen.
Faustregel konsequent umsetzen
Wichtig dabei ist die konsequente Pflege. Das heißt: Die gesamte Haut auch dann eincremen, wenn sie keine Ekzeme aufweist. Am besten zweimal pro Tag, um ihr Fett und Feuchtigkeit zurückzugeben. Bei der Wahl der Pflegeprodukte gibt es eine Faustregel: «Feucht auf feucht, trocken auf trocken.» Nässende Ekzeme werden mit wässrigen Lotionen behandelt, trockene Haut mit fetthaltigen Cremes.
«Sind die Hauterscheinungen über einen längeren Zeitraum besonders ausgeprägt, so lohnt es sich, bei einem Hautarzt Allergietests durchführen zu lassen», sagt Werfel. «Allerdings muss man sagen, dass viele Neurodermitispatienten bei diesen Haut- und Bluttests empfindlich auf eine Reihe von Allergenen reagieren, ohne das gleich eine Allergie vorliegt», betont er. Nicht grundsätzlich empfehlenswert sei daher, all diese Stoffe zu meiden.
Bei einer großen Zahl der Kinder verschwindet die Neurodermitis bis zur Pubertät, jedoch können gegebenenfalls Asthma oder Heuschnupfen an ihre Stelle treten. Dies betrifft laut Bieber aber vor allem Kinder, die die Neurodermitis stark ausgeprägt hatten. Im Erwachsenenalter leiden laut Werfel noch etwa ein bis drei Prozent der Menschen in Deutschland an Neurodermitis.
sca/ham/news.de/dpa
Hallo! Ein mir bekannter Gastwirt im Burgenland durfte wegen seiner Neurodermitis keine Speisen mehr zubereiten. Er mußte einen Koch einstellen. Da riet ihm ein Arzt, er solle sich ein Wasserbelebungsgerät von Johann Grander, Tirol, in seine Wasserleitung einbauen lassen. Seither ist er von seiner Neurodermitis befreit!! Geben Sie in Ihren Brauser "Grander Wasserbelebung" ein und lesen Sie, was über diese Wasserbelebung geschrieben ist. Leider reicht der Platz nicht aus, um Ihnen noch viele wunderbare Erfahrungen mitzuteilen. Fragen Sie mich per Mail.: b.m.weiss@online.de MfG B. M. Weiss
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