Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Die Homöopathie ist im Aufwind, obwohl sie sehr umstritten ist. Vor allem beinharte Schulmediziner entfachen immer wieder eine Diskussion um deren Wirksamkeit. Zu Recht? Nein. Denn bei vielen Wehwechen kann die Homöopathie helfen.
Mehr als die Hälfte der Deutschen verwendet homöopathische Arzneien und erzielt bisweilen gute Erfolge. Kritiker bezeichnen die alternative Heilmethode hingegen als groben Unfug. Der Vorwurf: Sie sei wirkungsfrei, also unnötig.
Zugegeben, es klingt eher unglaubwürdig: Da sollen stark verdünnte Tinkturen heilen. Dem Prinzip der Homöopathie zufolge hilft wenig viel und viel weniger noch mehr. Genau hier prallen die Welten von Naturwissenschaft und alternativer Heilmethode aufeinander. Denn die Substanzen der Arzneien sind oft nicht mehr nachweisbar und deren Wirkung nicht bewiesen. Aber weshalb verschreiben dann ausgebildete Mediziner Globuli, Tropfen und Tabletten? Weil auch sie an eine Wirkung glauben.
Die Gegner der Homöopathie nennen das den Placeboeffekt. Einige Homöopathen versuchen das Wirkprinzip mit der Theorie der Quanten zu erklären. Diese befasst sich mit dem Verhalten und der Wechselwirkung kleinster Teilchen.
Doch wer möchte wissen, was die Ursache für den Behandlungserfolg ist? Letztendlich interessiert es die Kranken wenig, wie oder weshalb ein homöopathisches Mittel hilft. Hauptsache, es tut es. Es fragt ja auch niemand, warum Hustensaft wirkt. Also: Schluss mit dem Kleinkrieg und Waffenstillstand ausrufen. Wer heilt, hat recht.
mik/ivb/news.de