Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Über vegetarische Ernährung existiert viel Halbwissen. Der immer gleiche Vorwurf der Kritiker: Ohne Fleisch kann sich niemand gesund ernähren. Nur Steak, Keule und Filet liefern wichtiges Eisen und Eiweiß. Doch diese Sicht ist längst veraltet.
Besonders schwangere Vegetarierinnen geraten heftig ins Kreuzfeuer der Kritik. Noch immer denken viele Menschen, Schwangere würden durch diese «Mangel-Ernährung» dem Ungeborenen schaden. Die Angst vor Fehlbildungen und Frühgeburt wird geschürt.
Völliger Humbug: Die meisten Vegetarierinnen leben sehr gesund, das beweisen Studien immer wieder. Den Eisen- und Eiweißbedarf kann jede Frau problemlos über Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide sowie Ei- und Milchprodukte decken. Zudem schneiden sie bei Folsäure und Vitamin A im direkten Vergleich sogar besser ab.
Das bedeutet nicht automatisch, dass eine fleischlose Ernährung in der Schwangerschaft besser ist, nur ist sie auch nicht schlechter. Und was noch viel wichtiger ist: Der Arzt untersucht ohnehin alle fürs Kind relevanten Werte. Schwangere brauchen sich also nicht verrückt machen.
cvd/reu/news.de
Bei einer sachgerechten Auswahl und Zubereitung pflanzlicher Lebensmittel ist es möglich, sich bedarfsgerecht zu ernähren. Die oft diskutierten und bei falscher Praxis auch feststellbaren Mängel an Eisen, Vitamin B12, Calcium und Proteinen treten relativ selten auf, da Veganer sehr ernährungsbewusst sind und ein überdurchschnittlich gutes Ernährungswissen aufweisen. Studien mit Veganern, die weltweit durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganer im Durchschnitt deutlich gesünder sind, als die allgemeine Bevölkerung.
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