Müdigkeit Den Schlaf austricksen

Den Schlaf austricksen (Foto)
Wer tagsüber müde ist, muss nicht immer zum Käffchen greifen. Bild: istockphoto

Andreas SchloderVon news.de-Redakteur
Bleich wie eine Wand und ständig müde? Den Wunsch nach Schlaf und dem eigenen Bett, vor allem nach der kurzen Mittagspause, kennt jeder. Müdigkeit kann aber in vielen Fällen Anzeichen einer Erkrankung sein. News.de zeigt, wie man schnell wieder fit wird.

Wer ist nicht ab und zu müde, abgespannt und will einfach nur schlummern? Die natürlichste Ursache ist SchlafmangelKinder während der Schulzeit benötigen zehn bis zwölf Stunden Schlaf, um sich in der Schule konzentrieren zu können. Im Erwachsenenalter brauchen die meisten Menschen ungefähr sechs bis acht Stunden Schlaf. : Sei es, weil man am Abend zuvor in der Kneipe doch länger geblieben ist und nicht auf seine innere Uhr gehört hat, oder weil der Aktenstapel auf dem Schreibtisch der Anlass für nervige Überstunden war.

Was sind die Ursachen?

Doch Müdigkeit ist ein schwer zu fassender Begriff, weil jeder die Schlappheit anders definiert. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin geben 31 Prozent der über 16-Jährigen an, manchmal oder häufig unter Ermüdungserscheinungen zu leiden. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer.

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Die Wehwehchen-Praxis
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Dass das weibliche Geschlecht öfters schlappmacht, hat einen einfachen Grund: Blutarmut. In den häufigsten Fällen fehlt den Damen das Spurenelement Eisen. Es ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, das den Sauerstoff in die Zellen transportiert. Gerade während der Menstruation verlieren Frauen Blut und damit auch Eisen – durchschnittlich 15 Milligramm am Tag. Diese Menge entspricht dem empfohlenen Tagesbedarf.

Was sind die Symptome?

Doch es muss nicht immer die Regel sein. Auch Vegetarier, da Eisen vor allem in Fleisch und Fisch vorkommt, Schwangere, stillende Mütter sowie Jugendliche in der Wachstumsphase haben einen erhöhten Bedarf. Klagen diese wochenlang über Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Blässe im Gesicht, rissige Fingernägel und Haare sowie unruhige Beine, können dies Symptome für den Mangel am Spurenelement sein. Dann heißt es: zum Arzt gehen.

Das hilft

Ein nachgewiesener Eisenmangel kann zwar über Nahrungsergänzungsmittel gedeckt werden, da der Körper das Spurenelement aus der Nahrung schlechter aufnimmt. Aber: Die Medikamention - meist eine Kur von drei Monaten - sollte ein Arzt festlegen, denn zu viel Eisen führt oft dazu, dass man nicht mehr von der Kloschüssel herunterkommt und der Magen schmerzt.

Wer einer Unterversorgung aber zuvorkommen will, der sollte vorwiegend das Spurenelement aus Fleisch oder Innereien wie Leber sowie Fisch zu sich nehmen. Vegetarier haben es da schon schwerer, doch Eisen aus Spinat, Erbsen, Karotten und Kräutern wie Schnittlauch und Brunnenkresse kann der Körper besser verwerten, wenn er zudem Vitamin C bekommt. Sprich: Zu jeder Mahlzeit ein Glas Orangensaft oder andere Fruchtsäfte trinken.

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So werden Sie schnell wieder fit

Wer aber es einfach am Abend zuvor übertrieben hat oder überarbeitet ist, für den gibt es schnelle Hilfe, die die Müdigkeit in die Flucht schlägt. Die Strategie, mit Energy-Drinks, Kaffee oder Tee den Trancezustand wegzutrinken, geht dabei nicht auf. Wer täglich Koffein zu sich nimmt, entwickelt schnell eine Resistenz gegenüber dem aufputschenden Stoff. Nur eine höhere Dosis kann dann noch munter machen. Außerdem: Koffein wirkt nicht sofort.

Besser ist es, auf eine heiße und gut gewürzte Gemüse- oder Fleischbrühe umzuschwenken. Denn: Sie enthält Eisen und Zink, was mehr Sauerstoff in die Zellen treibt. Wer es geschmacklos will, für den ist dieses indische Rezept etwas: Eine Tasse warmes Wasser schnell trinken. Da der Körper tagsüber durch kalte Getränke herunter kühlt, muss der Organismus mehr Energie aufwenden, um die Körpertemperatur zu halten. Mit dem heißen Wasser, aber auch Tees, gleicht man das Defizit wieder aus.

Eine weitere Zauberformel lautet: Den Kreislauf in Schwung halten. Wer im Büro sitzt, sollte ab und zu mal frischen Wind hereinlassen und das Fenster öffnen oder in der Mittagspause spazieren gehen. Apropos Arbeitsplatz: als Mahlzeit zwischendurch ein Brot mit Quark und viel frischem Schnittlauch – geballte Eisenpower.

Schwung bekommt man auch schon morgens, wenn man im Bad den inneren Schweinehund überwindet und den Hahn mit kaltem Wasser aufdreht. Der Kälteschock funktioniert auch im Büro: Mehrmals am Tag die Arme bis zum Ellbogen in kaltes Wasser tauchen.

Wem das zu konventionell ist, kann auf andere Art und Weise versuchen, wieder fit zu werden. Die Nebenwirkungen sind dabei aber nicht im Vorfeld abzuschätzen. Sie brauchen den Frische-Kick. Den bekommt man, wenn man beispielsweise jemanden küsst. Also: Suchen Sie sich einen attraktiven Arbeitskollegen und knutschen sie ihn. Wenn er aber die Zuneigung in Form einer Ohrfeige erwidert, auch nicht schlecht. Der Streit ist zwar vorprogrammiert, doch von Müdigkeit keine Spur mehr. 

Lesen Sie hier weitere Tipps, wie Sie kleinere Probleme auch ohne Arzt bewältigen.

sgo/reu/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Harald Schmitz
  • Kommentar 1
  • 06.10.2010 23:01

Es wäre schön wenn Müdigkeit nur von Schlafmangel her kommen Würde, googlt mal unter Narkolepsie . Es ist eine Schlafkrankheit die zwar selten ist, aber vorhanden. Man schläft bei den unmöglichsten Situationen ein, obwohl man ausreichend geschlafen hat. Nur leider gibt es am anderen Ende der Welt keine Speziallisten die mir weiterhelfen können.

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