Stiftungsarbeit Die Tablette für die Seele

Haben Sie ein Kind mit Rheuma, das vor Schmerzen kaum gehen kann? Heilung? Fehlanzeige - spezielle Ärzte sind Mangelware. Einziger Trost: Stiftungen, die mit ihrem Engagement und Wärme wenigstens über die seelischen Schmerzen hinwegtrösten.

Die Tablette für die Seele (Foto)
news.de-Redakteur Andreas Schloder Bild: news.de

Über 1500 Familien teilen pro Jahr aufs Neue das gleiche Schicksal: Allein gelassen von der Medizin, denn selbst in Fachkreisen ist Rheuma bei Kindern noch immer eine Randerscheinung. Wenn schon die Götter in Weiß ratlos über die Symptome grübeln, macht das den Familien wenig Hoffnung.

Zwar ist es ein Lichtblick, dass es mittlerweile über 70 Spezialisten in Deutschland gibt. Für Kinder und Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern eine Info, die ihnen nicht weiter hilft. Denn: Im Bundesland herrscht fachliche Ebbe – Rheinland-Pfalz kann hingegen mit sage und schreibe zwei Spezialisten aufwarten.

Wie traurig muss es sein, seinem Kind täglich in die Augen zu sehen und ihm erzählen zu müssen, dass ihm nur schwer geholfen werden kann. Es sind weit mehr als körperliche Schmerzen, die die Familien an den Rand der Verzweiflung bringen.

Wären da nicht die Stiftungen und Selbsthilfegruppen, die den Familien das geben, wozu die Medizin schwer in der Lage ist: Verständnis, Geborgenheit und eine Zuversicht, ein ertragbares Leben mit der Erkrankung führen zu können. Erst der Rettungsanker, dann der Kapitän, der sie durch schwere Zeit lotst.

Beispiel: Die Kinder-Rheumastiftung. Seit zehn Jahren versucht sie, Kinderrheuma in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, Geld in die neue Forschungsansätze zu pumpen und den Kleinen den schmerzhaften Alltag zu erleichtern – in dem sie etwa Ferien auf dem Bauernhof ermöglicht. Diese Stiftungsarbeit macht deutlich: Mitgefühl und Zuversicht sind genauso so wirkungsvoll wie jede Tablette.

kas/news.de

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