Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Sie ist angenehm, lockert Verspannungen und lindert Schmerzen: Die Wärmetherapie zählt zu den ältesten, aber bewährtesten Behandlungsmethoden. News.de stellt die wirksamsten Methoden auch für zu Hause vor und für wen sie geeignet sind.
Wärme und ihre Vorteile für die Medizin
Ob ein Sonnenbad, Ausspannen in der heißen Badewanne oder körperliche Nähe: Der Mensch lechzt nach Wärme. Und sie ist gesund: Einer Studie zufolge wurden bei einem Überwärmungsbad – eine spezielle Methode unter ärztlicher Aufsicht, bei dem die Körpertemperatur um durchschnittlich 1,8 Grad steigt - erhöhte KortisolwerteKortisol ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird und an vielen Körperfunktionen beteiligt ist. So bewirkt es in Belastungssituationen eine Bereitstellung von Energie, beeinflusst den Eiweißhaushalt und die Blutbildung. Auch hat es eine entzündungshemmende, antiallergische und abwehrunterdrückende Wirkung. und vermehrte weiße Blutkörperchen nachgewiesen. Das stärkt geschwächte Abwehrkräfte.
Wärme regt zudem die Durchblutung an. Steigt die Körpertemperatur um ein Grad Celsius, steigt auch der Puls um 15 bis 20 Schläge pro Minute. Durch die Wärme entspannen sich zusätzlich die Muskeln, sie werden dehnbarer und der Körper regeneriert sich nach anstrengender Arbeit schneller.
Für wen ist die Wärmetherapie zu empfehlen?
Die einfache und schnelle Behandlungsform ist für jene ratsam, die unter chronischen Erkrankungen wie ArthroseArthrose ist der Fachbegriff für Gelenkverschleiß. Dieser kann sowohl durch Übergewicht, Überanstrengung oder Fehlstellung der Gelenke verursacht werden. , Wirbelsäulenproblemen oder Asthma leiden. Sie ist aber auch schneller Retter bei Alltagsbeschwerden wie HexenschussEin Hexenschuss ist ein plötzlich einschießender Schmerz in die Rückenmuskulatur und ist ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem. Häufig sind die Auslöser für die abrupte Muskelverhärtung ungewohnte, schnelle Drehbewegungen der Wirbelsäule. Der Hexenschuss wird auch begünstigt durch Kälte oder Zugluft im Lendenwirbelbereich. , Nackenschmerzen, Muskelverspannungen im Allgemeinen, Bauchkrämpfen oder Menstruationsbeschwerden. Bei Nervosität wird sie als beruhigende Methode eingesetzt.
Unter strenger ärztlicher Kontrolle wird die Wärmetherapie in Form des Überwärmungsbades in der Krebsbehandlung eingesetzt. Dabei wird versucht, die Immunabwehr des Körpers zu steigern.
Für manche sind die hohen Temperaturen aber tabu: zum Beispiel für Personen mit Herz- und Kreislaufschwäche sowie bei Hauterkrankungen, da die gesteigerte Durchblutung die Entzündungen noch begünstigen. Auch bei Kurzatmigkeit und hochfiebernden Infekten sollte man dringend die Finger davon lassen. Vorsichtig sollten Diabetiker, deren Nerven vermindert gereizt werden, bei heißen Wickeln oder Wassergüssen sein, denn sie können sich eher verbrühen als Gesunde.
Welche Methode für welches Leiden?
Im Alltag gibt es günstige Mittel wie die bewährte Wärmflasche bei Bauchschmerzen. Wer den Wärmespeicher als unangenehm empfindet, kann auf ein heißes Kirschkernkissen, das in der Mikrowelle erwärmt wird, ausweichen. Omas Geheimtipp ist der Kartoffelwickel: Einfach die Erdäpfel kochen, auspressen, in ein Geschirrtuch wickeln und auf die schmerzende Stelle legen.
Beliebt ist auch die heiße Rolle: Ein Frottierhandtuch trichterförmig zusammenrollen und auf die innerste Schicht heißes Wasser gießen. Den zu behandelnden Körperteil kurzzeitig berühren. Eingesetzt werden kann die heiße Rolle zum Beispiel bei Muskelverspannungen, Tennisarm oder als Vorbereitung auf die Krankengymnastik.
Schlammpackungen: Torf, Schlamm, Fango oder Moor sind natürliche Heilmittel aus dem Boden. Erwärmte Schlammpackungen können als Einzeltherapie oder etwa in Kombination mit Massage oder Unterwassermassage eingesetzt werden. Eine Schlammpackung dauert in der Regel 20 Minuten. Die Anwendungen kann auch selber in den eigenen vier Wänden machen. Die Produkte gibt es in der Apotheke.
Überwärmungsbäder können bei einem beginnenden grippalen Infekt oder bei chronischen Infektionen angwendet werden, um die Abwehrkräfte zu steigern. Wegen der erheblichen Kreislaufbelastung darf das Überwärmungsbad nur unter strenger ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden. Puls und Blutdruck des Patienten werden laufend kontrolliert. Das Bad beginnt bei Körpertemperatur und wird langsam auf 40 bis 41 Grad Celsius Wassertemperatur erhöht. Das Überwärmungsbad dauert zwischen 30 und 45 Minuten. Nach dem Bad sollte der Patient vorsichtig abgekühlt werden und eine langdauernde Ruhe unter Beobachtung anschließen.
Infrarot: Durch Einstrahlung von optischer Energie erwärmt sich das Gewebe. Die Strahlen dringen bei der Behandlung in der bis zu 50 Grad warmen Infrarotkabine oder auf der Wärmeliege durch die obersten Hautschichten und erzeugen dadurch eine wohlige Wärme.
Heublumenbad oder Heusack: Das Heublumenbad stammt aus der Volksmedizin, wurde von Sebastian Kneipp eingeführt und wird bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates eingesetzt. Heublumen werden dabei mit heißem Wasser überbrüht und ausgepresst. Bei einer Temperatur von 40 bis 42 Grad wird der Heusack für 30 bis 40 Minuten auf die zu behandelnde Region gelegt. Extrakte aus Heublumen werden auch als Zusatz für medizinische Bäder verwendet.
Sauna, Dampfbad: Es muss nicht immer Wasser in flüssiger Form sein. Auch Warmluft wird zur Ganzkörperbehandlung eingesetzt. Heißluftkästen werden zur Teilkörperbehandlung eingesetzt. Bei kreislaufstabilen Patienten kann das feuchtwarme Klima anregend und - ähnlich wie die Kneipp-Therapie - vorbeugend gegen Virusinfektionen wirken. Kreislaufgeschwächten Personen ist ein Saunabesuch wegen der starken Reizeinwirkung (Aufguss) aber nicht zu empfehlen.
ham/news.de
Wenn ich das Bild oben sehe ,da muß ich gleich daran denken ,wie mein Paps mir das Badewasser machte ,da war ich dreißig Jahre . Ich genoß es ,aber eine Ente hatte er auch in das Wasser gelegt und viel Badesalz rein getan .Na , ich habe nicht schlecht geguckt. Sagte zu Ihm : Nun hast Du mir Speilzeug rein getan ,kannste nun warten bis ich aus die Wanne steige ,denn spielen will ich auch noch .
jetzt antwortenKommentar meldenAls Kind und auch noch im späteren Alter empfand ich die Wärme eines Kachelofens als sehr angenehm . Den Rücken zu wärmen und auch die Füße daran zu wärmen war herrlich .Gab manchmal etwas Schelte ,wenn man die Füße erwärmte ,aber die Kacheln wurden wieder geputzt. In Krosigk-Gastätte steht ein wunderbaren Kachelofen . War oft dort und habe ihn mir angeschaut Er wurde auch manchmal geheizt . Na ,die Hände habe ich mir sofort gewärmt . Diese Ofenwärme ist sehr schön .
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