Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Faszination Festival: Bis zu 150 Euro geben Fans aus, um mehrere Tage in dreckigen Zelten zu hausen, sich von Dosenfutter zu ernähren und den Alkoholpegel auf hohem Niveau zu halten. News.de gibt Tipps, wie der Spaß beim Campen nicht getrübt wird.
Die Festivalsaison neigt sich dem Ende zu, doch sie noch Höhepunkte zu bieten, wie etwa das Highfield an diesem Wochenende. Auf dem Gelände außerhalb Leipzigs, das für 25.000 Musikfans ausgelegt ist, gibt es aber wie bei jedem Festival wichtige Verhaltensregeln für den Belagerungszustand.
Denn Menschenmassen bringen Probleme mit sich: Verdreckte Klos, nach Urin stinkende Grünflächen oder schwerwiegende Verletzungen durch Stürze beim Tanzen sind nur Auszüge einer langen Störliste. Gerade letzteres hatte die Veranstalter und die Rettungskräfte in der Vergangenheit auf eine harte Probe gestellt.
Vor allem das Crowdsurfen: Wie eine Analyse von Rettungsdiensten zeigte, sind demnach beinahe alle schwerwiegenden Verletzungen wie Prellungen und Frakturen an Schulter, Rippen oder Halswirbel die schmerzliche Folge des Herumtragens. Deswegen ist es mittlerweile bei den meisten Events verboten. Wer es dennoch tut, wird von den Ordnern dezent herausgezogen.
Für ein weiteres Verletzungsrisiko sorgt das unebene Gelände. Gerade nachts werden Löcher im Boden übersehen, die beim Umknicken des Fußes Bänderdehnungen oder -risse mit sich bringen können. Deswegen: Festes Schuhwerk, am besten Schnürstiefel, die den Knöchel stabilisieren.
Die Veranstalter legen auch großen Wert darauf, das Verletzungsrisiko schon im Vorfeld einzudämmen. Daher sind Glasflaschen verboten, da die Glasscherben nach dem Bruch zu schweren Schnittverletzungen führen können.
Lebensbedrohlich wird es, wenn man im Zelt kocht. Denn: Macht man sich Konservendosen auf den Gaskocher warm, entsteht im Zelt zu viel Kohlenmonoxid, was den Körper vergiftet. Daher: Wenn kochen, nur im Freien.
Weniger gefährlich, aber ärgerlich sind die verdreckten Toiletten, auf denen man sich nur ungern hinsetzen möchte. Einfache und hygienische Lösung: Einweg-Papierüberzüge für die Klobrille, die es im Outdoor-Fachgeschäft gibt. Die sind preiswert und leicht in der Hosentasche zu verstauen.
Was es noch zu beachten gilt, sehen Sie in unserer Bilderstrecke.
cvd/news.de